Die politisch verursachte größte Wirtschaftskrise der deutschen Nachkriegsgeschichte führt nun auch zum schrittweisen Zusammenbruch der größten Konzerne. Die Not bei VW ist mittlerweile so groß, dass inzwischen weltweit bis zu 100.000 Stellen wegfallen sollen, doppelt so viele wie bislang angekündigt. Die Werke in Hannover, Zwickau und Emden sowie der Audi-Standort Neckarsulm sollen mittelfristig schließen. Am 9. Juli wird der Aufsichtsrat offiziell darüber entscheiden. Vom Betriebsrat und der IG Metall kam sofort das übliche Protestgeheul und die Ankündigung von massivem Widerstand. „Sollten solche Pläne vorangetrieben werden, würden wir sie mit aller Macht verhindern“, hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme von IG-Metall-Chefin Christiane Benner, Bezirksleiter Thorsten Gröger und Betriebsratschefin Daniela Cavallo. Die erneuten Medienberichte würden die Belegschaft und unsere Standortregionen „zu Recht“ verunsichern. Angriffe auf das VW-Gesetz, die Mitbestimmung und unsere Standorte seien „unverantwortliche Drohungen“.
Auch der niedersächsische SPD-Ministerpräsident Olaf Lies und seine grüne Stellvertreterin Julia Willie Hamburg verkündeten, das Land Niedersachsen werde „keiner Entwicklung zustimmen, die auf Werksschließungen als vermeintlich einfache Lösung setzt oder die bewährte Mitbestimmung infrage stellt“. Die Zukunft von Volkswagen werde nicht dadurch gewonnen, dass man immer neue Werksschließungen oder immer größere Stellenabbauprogramme in den Fokus stelle. Das Land Niedersachsen werde seine Verantwortung im Aufsichtsrat „mit der gebotenen Sorgfalt wahrnehmen“.
Keine Katastrophe aus dem Nichts
Auch vom sächsischen CDU-Ministerpräsidenten Michael Kretschmer kam ähnliches Geschwätz. All diese Politiker und Gewerkschaftsbonzen hätten besser daran getan, ihre Stimmen gegen die Entwicklungen zu erheben, die dazu geführt haben, dass VW überhaupt in diese desolate Lage gekommen ist. Doch stattdessen sprangen sie alle eilfertig auf den ganzen Klima- und Energiewendezug in den Abgrund auf. Der wahnwitzige Atomausstieg ist die Hauptursache für die explodierenden Energiepreise, die Wirtschaften in Deutschland unmöglich macht. Auch der E-Auto-Irrsinn wurde und wird politisch gefördert, obwohl sich einfach kein Markt dafür findet.
Alles, was die deutsche Wirtschaft in den Ruin treibt, ist von jenen, die sich nun über die Folgen empören, erzwungen und mitgetragen worden. Das gilt allerdings auch für die Konzernspitze von VW und der anderen Autokonzerne. Dennoch ist es ein Maximum an Verlogenheit, wenn man nun so tut, als sei diese katastrophale Entwicklung aus dem Nichts gekommen oder nur auf das Versagen von VW zurückzuführen. Politiker und die linksdrehenden Gewerkschaften haben diese Zustände herbeigeführt oder geduldet – und spielen sich nun als große Kämpfer dagegen auf. Die Belegschaft, die davon betroffen ist, wird zum größten Teil wissen, wem sie diese Misere zu verdanken hat und dies an der Wahlurne deutlich machen. (TPL)






















