Wikimedia-Mitgründer Larry Sanger: Von seiner eigenen Schöpfung gecancelt (Foto:ScreenshotYoutube)
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Linkswoke Wikipedia sperrt ihren eigenen Gründer Larry Sanger aus

Die völlig nach links gerückte Online-Enzyklopädie Wikipedia hat nun den völligen Bruch mit Larry Sanger, einem ihrer Mitgründer, vollzogen. Sanger wurde verwehrt, sich weiter an den Debatten auf der Seite zu beteiligen, weil er angeblich gegen Regeln zur Einflussnahme auf interne Entscheidungsprozesse verstoßen hat. Konkreter Auslöser war sein Aufruf auf X, sich in die Abstimmung über die offizielle Anerkennung den von ihm initiierten Projekts „Intellectual Diversity“ einzumischen. Dies wurde als Verstoß gegen die Regel gewertet, dass derartige Kommunikation nur über die Wikipedia-Werkzeuge geführt werden darf. Sanger, der Wikipedia 2001 gemeinsam mit Jimmy Wales gründete, beklagt seit Jahrzehnten die Linkslastigkeit und die intransparenten Strukturen der Seite.

Dazu gehören auch unbefristete Sperren, denen er nun selbst zum Opfer fiel. Mit dem „Intellectual Diversity“-Vorstoß wollte er faire Entscheidungsprozesse, mehr zulässige Quellen, „echte Neutralität“ und Maßnahmen gegen zu aggressive Sperren unterstützen. Ein Administrator erklärte, Sanger sei nicht auf der Plattform, um die Enzyklopädie konstruktiv aufzubauen und ignoriere Monate zuvor ausgesprochene Verwarnungen, Sein Vorgehen sei der Versuch, Richtlinien im Sinne seiner politischen Ausrichtung umzuschreiben.

Klar linke Agenda

Damit dürfte der letzte Versuch gescheitert sein, auf Wikipedia eine größere Perspektivenvielfalt einzuführen. Ob bei Klima, Israel, Migration, AfD und überhaupt dem gesamten internationalen rechten Spektrum – überall wacht eine Armada von Administratoren und Moderatoren darüber, dass nichts auf der Seite erscheint, dass den erwünschten Narrativen widerspricht. Da Wikipedia in aller Welt milliardenfach genutzt wird, ist es für viele der erste Anlaufpunkt. Wer sich dort erstmals über ein Thema informiert, wird dadurch in seiner Meinungsbildung massiv beeinflusst, ohne zu wissen, dass die dort gebotenen Informationen keineswegs neutral und objektiv sind, sondern einer klaren linken Agenda folgen.

Erst kürzlich wurden zwei Redakteure gesperrt, die ihre israelfeindliche Propaganda so weit getrieben hatten, dass man selbst bei Wikipedia nicht mehr tatenlos zusehen konnte. Sanger kämpft seit eh und je dagegen an, hat diesen Kampf nun aber offenbar endgültig verloren. Seine unbefristete Sperre sei der „‚Konsens’ eines Mobs“, kritisierte er. Es habe keinen fairen Prozess gegeben, keinen Ankläger, keinen unparteiischen Richter, keine Jury und keine Auslegung des Gesetzes. Alle Richter seien selbst ernannt und würden ihn hassen. Damit gilt auch weiterhin, dass man bei bestimmten Themen äußert vorsichtig sein muss, auf Wikipedia zurückzugreifen, wenn man nicht unbemerkt in eine bestimmte Richtung bugsiert werden will. (TPL)

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