Merz: „Wir sind bereit für den Krieg“ – Bundeswehr bestellt schonmal 8.400 Leichensäcke

Dass jemals wieder solche Wahnsinnigen und Verrückten in Deutschland das Sagen haben, hätte noch vor 20 Jahren kaum jemand je für möglich gehalten: Verteidigungsminister Boris Pistorius will die Deutschen bis 2029 „kriegstüchtig“, Bundeskanzler Friedrich Merz die Bundeswehr zur „konventionell stärksten Armee Europas“ machen. Merz verkündet gar, “bereit für den Krieg“ mit Russland zu sein, wenn es notwendig werde. Man muss sich die Ungeheuerlichkeit solcher Aussagen – gegenüber einer Atommacht – vor Augen halten. Allein, dass angesichts der Realitäten im Land die “Kriegstüchtigkeit” ebenso aberwitzig ist wie die feuchten Träume von der Rekordarmee, relativiert die Sorge zumindest etwas, da Russland diese Rhetorik hoffentlich gar nicht weiter einstimmt. Doch dass sie stattfindet, ist schlimm genug.

Eine aktuelle Ausschreibung der Bundeswehr zeigt da schon wesentlich mehr Realitätssinn: Diese sucht nämlich 8.400 Leichenbergesäcke – luft-, wasser- und gasdicht, aus Kunststoff und zum einmaligen Gebrauch. Dies dürfte tatsächlich einmal eine wirklichkeitsnahe Einschätzung der wahren Prioritäten sein, die der blindwütige Kriegskurs dieser Irrlichter erfordern wird.

Anlass zur Unruhe

Sämtliche Angaben zur Ausschreibung gelten als Verschlusssache. Warum man gerade jetzt meint, so viele Leichensäcke zu benötigen, erklärt man der Öffentlichkeit lieber nicht. Das Beschaffungsamt (BAAINBw) und das Unterstützungskommando teilten lediglich mit, die Ausschreibung gehöre zur Erfüllung des Bundeswehrauftrages, der auch umfasse, „einen möglichen Transport von Leichen zu gewährleisten“. Bekannt ist nur, dass die Säcke in zwei großen Sanitätsmateriallagern im brandenburgischen Krugau und im nordrhein-westfälischen Epe eingelagert werden sollen. Von dort aus wurden während Corona Bundeswehrkrankenhäuser mit Medizinprodukten versorgt. Für Sanitätsmaterialien sind im Haushalt 2025 rund 120 Millionen Euro vorgesehen – so viel wie seit fünf Jahren nicht mehr. Auch das gibt Anlass zur Unruhe.

Ob man schon für die nächste „Pandemie“ vorsorgt, die ebenso gebetsmühlenartig herbeigeredet wird, wie der angeblich 2029 bevorstehende russische Großangriff auf die NATO in Europa oder ob man bereits für ganz neue Bedrohungsszenarien plant, die offiziell noch nicht erfunden sind – angesichts der Politik, die Deutschland auf allen Ebenen betreibt, ist die Anschaffung von einigen Tausend Leichensäcken jedenfalls definitiv eine Investition in die Zukunft. (TPL)