Vorsicht beim Öffnen von eMails! (Symbolbild:KI)
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Milliardenschäden durch Spam-Emails

Jedes Jahr fallen Zehntausende Menschen in Deutschland auf betrügerische E-Mails herein. Besonders häufig sind das ältere Menschen wie ich. Laut Bundeskriminalamt entsteht dadurch jährlich ein Schaden in Milliardenhöhe.

Die großen Konzerne tun aber so, als täten sie alles, doch ein Blick in meinen Posteingang sagt was anderes. Mehr Mails bedeuten schließlich auch mehr Klicks auf Werbeanzeigen. Und das bringt den Konzernen Geld.

Die Betreffzeile trifft wie ein Schock: „Konto gesperrt“! Für einen Moment setzt der Atem aus, die Müdigkeit verfliegt, die Angst übernimmt. Bevor das Gehirn richtig arbeiten kann, ist der Link bereits angeklickt und die Daten sind preisgegeben. Die Falle ist zugeschnappt.

Der Autor selbst wurde von Punkt 3 heute fast geblendet, bis er entdeckte, dass diese echt aussehende Mail aus Brasilien stammte.

Achtung: Das sind die 20 gefährlichsten Fake-“Betreffzeilen” – nicht drauf reinfallen:

1. Wichtig: Sicherheitsprüfung Ihres Kontos erforderlich
2. Ihr Account wurde vorübergehend eingeschränkt
3. Amazon Prime konnte nicht verlängert werden
4. Achtung: Ihr Online-Zugang läuft in 48 Stunden ab
5. Überprüfung Ihres Überweisungslimits
6. Ihr Paket konnte nicht zugestellt werden
7. Letzte Chance: Bestätigen Sie Ihre Lieferadresse
8. Zollgebühren für Ihre Sendung stehen noch aus
9. Statusänderung zu Ihrer Sendung
10. Mitteilung über Ihre Steuererstattung
11. Dringend: Kontodaten bitte überprüfen
12. Letzte Mahnung: Offene Forderung aus dem Gerichtsverfahren
13. Wichtig: Gehaltsabrechnung
14. Schlechte Nachrichten für Sie – Ihr System ist gehackt
15. WARNUNG: Ihr Online-Banking-Zugang wurde gesperrt!
16. PayPal: Unbekannter Zugriff auf Ihr Konto festgestellt
17. Amazon: Ihr Konto wird in 24 Stunden gelöscht
18. Netflix: Ihr Abonnement läuft aus
19. Microsoft: Sofort Passwort ändern!
20. Ihre Krankenkasse: Wichtige Unterlagen zu Ihrer Erstattung

Es ist ein ungleicher Kampf. Auf der einen Seite stehen Menschen, die mit der Technik überfordert und abends nur müde sind. Auf der anderen Seite milliardenschwere Unternehmen wie Gmail, Outlook, GMX, Web.de und T-Online. Diese werben mit höchster Sicherheit, sparen aber offenbar beim tatsächlichen Schutz.

Dabei wäre eine deutlich bessere Filterung mittels Künstlicher Intelligenz technisch längst möglich. Stattdessen bleibt die Hauptlast bei den Nutzern, vor allem bei denen, die am wenigsten dazu in der Lage sind.

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