Foto: GROK/Collage/Satire
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Das gekaufte Kind – Großes Entsetzen über „Papa Jens“

Wenn man ganz oben angelangt ist, kann man sich wohl alles erlauben. Einige sind sogar der Meinung, dass man Gesetze umgehen, oder sie austricksen kann. Wenn man der Regierungspartei angehört, in der CDU ist und Jens Spahn heißt.

„Der Mann mit den Masken“ und sein Ehemann Daniel Funke sind seit kurzem Eltern eines Sohnes namens Georg. Der Junge wurde in den USA von einer Leihmutter ausgetragen – Daniel Funke ist der biologische Vater (ist sein Partner dann etwa die Mutter?). Spahn hat es selbst bestätigt, z. B. gegenüber der Bild-Zeitung: „Mein Mann ist Papa geworden, und ich mit ihm. Georg ist unser ganzes Glück. Dieses Gefühl lässt sich kaum in Worte fassen.“ Sie nennen das Kind nach Spahns verstorbenem Vater.
Da kann man doch mal gratulieren. Oder etwa doch nicht. Im Netz tobt die Kritik:
Birgit Kelle schreibt:
Ich bin jetzt fertig mit euch @CDU. Mit Jens Spahn und Hendrik Streeck sind das jetzt innerhalb weniger Monate zwei schwule CDU-Abgeordnete, die das deutsche Leihmutterschaft-Verbot umgehen und sich in Übersee ein Kind besorgen. Welches Beispiel ist das als Vertreter der Legislativen: Gesetze werden gemacht, aber sie gelten nicht für uns? Soll doch das Volk sich dran halten, denn wir haben Geld und kaufen uns Kinder im Ausland? Frauen als Brutkästen benutzen ist ok, solange man es im Ausland macht und nicht auf deutschem Boden? Leihmutterschaft ist innerhalb der EU auf eine Stufe mit Menschenhandel und organisierter Kriminalität gestellt worden, gerade erst verurteilte die UN-Berichterstatterin für Gewalt gegen Frauen und Kinder die globale Praxis als Ausbeutung von Frauen und Handel von Kindern. Es ist ja nicht gerade gut bestellt mit der Glaubwürdigkeit der CDU. Aber wenn es hier wieder das gleiche betretene Schweigen gibt wie nach dem „Baby-Glück“ des Kollegen Streeck, dann bitte streicht das C aus dem Parteinamen und lasst es einfach.
Georg Pazdersky schreibt:
DOPPELMORAL! Zwei Schwule wollen ein Baby. Sie bestellen in den USA. Lieferzeit: 9 Monate. Sie selbst machen Gesetze gegen Leihmutterschaft, aber die gelten offensichtlich nicht für sie – denn sie kaufen sich ein Kind im Ausland. Herr Spahn, Leihmutterschaft wurde in der EU auf eine Stufe mit Menschenhandel und organisierter Kriminalität gestellt.Jens Spahn hat sich ein Baby per Leihmutter in den USA gekauft. Der gleiche Spahn, der 2020 noch gesagt hat, Leihmutterschaft sei abzulehnen. Von „Kinder sind kein Produkt“ zu „bestellt und bezahlt“. Die widerliche Doppelmoral der Elite.
Michael schreibt:
Ich kotze gleich ! Auch Spahn umgeht das deutsche Recht und kauft sich in den USA mithilfe einer Leihmutter ein Baby. Diese Gesetzeslücke muss unbedingt geschlossen werden, es hat ja sehr gute Gründe warum Leihmütter in Deutschland verboten sind.
Thomas Wolff schreibt:
Was ein krankes System ausmacht: Für Privilegierte gelten die Regeln nicht, die sie für die Nicht-Privilegierten erlassen. Das Phänomen tritt meist in den Endphasen auf, wird dann aber um so deutlicher wahrgenommen. Hier schön im Fall Spahn zu sehen: Das Kind hat eine amerikanische Leihmutter ausgetragen. Spahn hat sich vehement und ausdrücklich gegen eine Legalisierung dieser Praxis in D gestellt. Jetzt grade, wo der Jens so viel Zeit für seine Mutterrolle braucht, sollte er die Gunst der Stunde nutzen.
Readonly schreibt:
Am Schlimmsten an der Sache mit der Leihmutterschaft von Jens Spahns Kind finde ich das Statement, dass er damit abgibt: Ihm ist schlichtweg drecksegal, was in Deutschland verboten ist. Er findet Wege, es zu umgehen. Und er stellt sich mit diesem Move ganz offen vor sämtliche Kameras und kriegt auch noch Applaus dafür. Dies, obwohl er als Gesundheitsminister die Praxis der Leihmutterschaft kritisiert hat. Deutlicher kann man nicht mehr ausdrücken, dass es ein Gesetz für ihn als Teil einer Elite und ein anderes für die Bürger gibt.
Tichys Einblick schreibt:
Jens Spahn sei „Papa“ geworden, jubelt die Bildzeitung. Damit macht sie sich zum Handlanger eines Politikers, der deutsches Recht untergräbt, die Rechte von Kindern und die Würde von Frauen verachtet. Gleiches Recht für alle – außer, man ist gleicher.
RedFraggle schreibt:
„Schutz der Frauen vor Ausbeutung: Schwangerschaft und Geburt sollen nicht als Dienstleistung oder Ware behandelt werden. Es besteht die Sorge vor ökonomischem Druck, Abhängigkeitsverhältnissen zu Wunscheltern und gesundheitlichen Risiken für die Leihmutter.“ Spahn: hold my Beer.
Die „Bild“ ist begeistert:
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Emma schreibt:
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