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Frau Strack-Zimmermann und die „Altparteien“

Jeder Bürger, der noch ein wenig Bildung genießen durfte, kann sich bestimmt an diesen Vorgang erinnern:

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Die Grünen haben den Begriff „Altparteien“ in den 1980er Jahren häufig verwendet.Als neu gegründete Partei (1980) grenzten sie sich damals bewusst von den etablierten Bundestagsparteien (CDU/CSU, SPD, FDP) ab und nannten diese oft „Altparteien“. Das war Teil ihrer Anti-Establishment-Haltung als „Anti-Partei-Partei“. Wichtige Belege:Joschka Fischer (1983 im Spiegel-Interview): Er sprach von den „Bonner Altparteien“ und verglich sie mit einem „gepflegten Golfrasen“ im Gegensatz zum „chaotischen Unkrautgarten“ der Grünen.

Nun wurde dieser Begriff jüngst von Promis in Bezug auf die Regierungspolitik erneut verwendet, was dann gleich diese Dame auf den Plan rief. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die große Dame der FDP schreibt:

„Liebe Frau Beil, liebe Frau Ruland, liebe Frau Thomalla, dass Kai Wegner absolut keine Glanzleistung abgeliefert hat, darüber sind wir uns einig. Aber „an allem sind einzig und allein die Altparteien schuld“?
Das ist kein Klartext, das ist das Wörterbuch der AfD, präsentiert auf dem roten Teppich. Ich verstehe ja: Seit Manta Manta hat sich die Weltlage etwas verändert. Sie ist leider komplizierter geworden. Es gibt Krieg in Europa, hybride Angriffe auch auf Deutschland, eine Wirtschaft im Umbau. Wer darauf mit tiefergelegten Parolen antwortet, kommt zwar in Rekordzeit von null auf Empörung. Nur eben keinen Meter voran. Deshalb mein herzliches Angebot, ganz ohne Drehbuch: eine Woche Praktikum im Europäischen Parlaments. Sitzungen ab 8 Uhr, Aktenberge statt Scheinwerfer, Verhandlungen bis in die Nacht und am Ende Kompromisse, die Europa sicherer machen.
Dazu dürfen Sie uns sogar noch beim Kampf gegen Bürokratie unterstützen. Demokratie ist kein Film, der nach 90 Minuten ein Happy End liefert. Sie ist harte Arbeit und das jeden Tag. Die Einladung steht. Danach reden wir gerne wieder über „Pfeifen“. Kaffee gibt’s auch, wenn auch nur aus dem Automaten.“
Dafür gibt es natürlich gleich ein paar „passende“ Antworten.
Gert Wöllmann schreibt:
Wie bekommen Sie es bloss immer wieder hin, so unendlich sympathisch und bürgernah zu kommunizieren? Keine Spur von Überheblichkeit oder Arroganz. Wer wollte sich da nicht sofort mit Ihnen auf einen Kaffee treffen? PS: Die Freiheit wird in der EU übrigens gerade massiv angegriffen: Chatkontrolle, EU ID, Social Media Verbot unter 13 und damit verbunden eine Alterskontrolle und Ausweispflicht für sämtliche EU Bürger im Internet, uvm., … vielleicht finden Sie ja mal ausnahmsweise hierfür Zeit. Irgendwo zwischen den vielen Akten auf Ihrem Tisch sollte sich hoffentlich dazu was finden lassen.
Martin Sonneborn schreibt:
Smiley! Bei mir gäb es ein Bier für die drei Damen… (Für Sie natürlich nicht, Frau Strack-Rheinmetal!!!)
Guntram Proß schreibt:
Wer hat denn sonst die Zustände in Deutschland zu verantworten, wenn nicht die Altparteien? Putin? Trump? Oder doch Biene Maja? Seine eigene Verantwortung (und die seiner Genossen) für die derart katastrophale Entwicklung unseres Landes zu leugnen, wird Ihre Schuld daran nicht verschwinden lassen. Sie tun immer noch alles dafür, dass es unserem Land schlechter geht, schaufeln Abermilliarden in ein hochkorruptes Shithole und verklagen jeden, der Kritik daran übt. Es ist ein einziges Trauerspiel, dass unser Land von solchen Vaterlandsverrätern verraten und verkauft wird.
Vielleicht sollten die Schauspielerinnen die Einladung einfach mal annehmen. Aber sie sollten aufpassen. Auf X ist nämlich folgendes zu lesen:
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Die beste Antwort kommt dann von Wolfgang Kubicki (auch in der FDP):
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Ob Kubicki und Strack-Zimmermann noch wirklich beste Freunde werden? Oder spaltet sich die FDP genauso wie die CDU?
Zugunsten der AfD und der Partei Die Linke?
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