Hape Kerkeling (Bild: IMAGO / VIADATA)
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Komiker Kerkeling: Der würdige “Experte“ für ein lächerliches Verbotsverfahren

Am 30. September beschäftigt sich der Justizausschuss des Thüringer Landtags erstmals in einer öffentlichen Anhörung mit der Frage, ob die AfD verboten werden sollte. Angestoßen wurde dies von den Linken. 15 Redner und Experten wurden eingeladen – einer davon ist tatsächlich Hape Kerkeling! Auch er wurde von den Linken vorgeschlagen, und das ausdrücklich als „Sachverständiger“. Der Ausschuss stimmte dem zu. Und natürlich hat Kerkeling in seiner grenzenlosen Eitelkeit auch sofort zugesagt, wie ein Sprecher der Linken-Fraktion bestätigte. Die AfD schickt unter anderem den früheren Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen und den Staatsrechtler Ulrich Vosgerau ins Rennen.

Was ausgerechnet Kerkeling zum „Sachverständigen“ in einer hochkomplexen verfassungsrechtlichen Frage macht, wurde gar nicht erst erläutert. Sein immer wieder bekundeter Hass auf die AfD und seine Unterstützung eines Parteiverbots genügt offensichtlich, um in diesem Land als Experte zu gelten. Der millionenschwere Haltungskünstler, der sich aus seiner realitätsfernen Blase herab seit Jahren mit unerträglicher Arroganz als politisch-moralischer Lehrmeister des Volkes aufspielt, wird die Bühne in Thüringen nutzen, um seinen üblichen verlogenen Sermon abzusondern. Wie gehaltvoll seine Argumente für ein AfD-Verbot sind, zeigte Kerkeling unter anderem vor zwei Jahren, als er auf die Frage, ob man überhaupt noch mit AfD-Wählern reden solle, antwortete: „Alle Menschen, die sich davon einfangen lassen und aus unerfindlichem Grunde diesem blinden Hass folgen und selbst hasserfüllt werden, Groll empfinden, sodass sie glauben, sie müssten diese Wahl treffen, die sollte man in jedem Fall versuchen einzufangen und eines Besseren belehren.

Bräsig und in Selbstgefälligkeit erstarrt

Diejenigen, die jedoch für diese Politik stehen und sie nach außen vertreten, ich glaube nicht, dass bei denen ein Sinneswandel möglich ist, nur im Ausnahmefall und insofern scheitert man da an rhetorischen Mitteln“. Was ein AfD-Verbot betrifft, teilte er mit: „Ich höre immer nur, es wäre zu riskant, diese Partei zu verbieten. Diese Argumentation halte ich für geradezu grotesk. Wir haben ein Grundgesetz und das ist eindeutig. Der Gesetzgeber wollte verhindern, dass die Bundesrepublik Deutschland je wieder zu einer Diktatur wird. Wir stehen jetzt vor dem Problem, vor der real existierenden Möglichkeit, dass Deutschland eine Diktatur wird und das innerhalb kürzester Zeit. So riskant war die Situation noch nie. Warum versuchen wir nicht, die Partei zu verbieten? Wenn ich höre, es stärke die Rechten und das aus dem Munde studierter Juristen, ist das verrückt. Diese Hasenfüßigkeit macht mir Angst“. Bei Maischberger “glänzte” er zudem mit präpotenten Vergleichen zur Frage, ob die gesamte AfD “rechtsradikal“ sei oder nur ein Teil: Wenn man nur ein paar Tropfen “Kloakenwasser“ im Glas habe, sei doch das ganze Wasser verdorben.

So sieht also die „Expertise“ des bräsigen, in Selbstgefälligkeit erstarrten Schauspielers und Ex-Komikers aus, der äußerlich und verbal zu seiner eigenen Karikatur geworden ist. Von ähnlicher Qualität dürften auch die Einlassungen sein, die Kerkeling in Thüringen von sich geben wird. Die Linke bildet sich offenbar ein, seine Prominenz werde ihrem Anliegen einen Schub verleihen. Damit zeigt sie nur einmal mehr, für wie dumm sie die Menschen in Thüringen, Ostdeutschland und dem Rest des Landes hält. Außerhalb ihrer Blase der bereits Überzeugten, haben solche Gestalten keinerlei Einfluss mehr. Die Menschen lassen sich von irgendwelchen abgehobenen „Kulturschaffenden“ schon lange nicht mehr einreden, wie sie zu denken und was sie zu wählen haben. Kerkelings Auftritt ist nur ein weiteres Dokument der Hilflosigkeit der gescheiterten Politkaste. (TPL)

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