Kennt jemand den Spruch „Friede den Hütten! Krieg den Palästen!“? Der stammt aus revolutionären Zeiten, als man den Herrschenden in ihren Palästen an den Kragen gehen wollte und das Volk in maroden Hütten verarmte.
So ein Spruch gilt heute natürlich nicht mehr, obwohl der Wohnungsmarkt dank einer verantwortungslosen Migrationspolitik hart umkämpft ist und immer mehr Leute auf der Straße, oder in Zelten leben müssen.
Derweil lässt es sich die politische Elite gut gehen – von wegen „Wir müssen alle sparen“ und „Wir müssen den Gürtel enger schnallen“.
Hier mal ein paar Zahlen, die GROK zusammengestellt hat:
Aktuelle Kostenlage (Stand 2025/2026)
- Offizielle Schätzung: 777 Mio. € (davon ca. 637 Mio. € direkte Baukosten + 140 Mio. € Risikovorsorge für Preissteigerungen, Inflation etc.).
- Das entspricht etwa 27.600 € pro m² Nutzfläche – ein sehr hoher Wert, der mit Luxuswohnungsbau verglichen wird.
- Ursprünglich (2019) lagen die Pläne bei ca. 485–600 Mio. €; die Steigerung resultiert vor allem aus Baupreissteigerungen (Corona, Ukraine-Krieg, Fachkräftemangel) und zusätzlichen Anforderungen (z. B. vom Land Berlin).
Der Bundesrechnungshof und Kritiker (z. B. Bund der Steuerzahler) rechnen mit Gesamtkosten von bis zu knapp 1 Milliarde Euro (Tendenz steigend), da weitere Preissteigerungen möglich sind und der Bau aufwendig ist (u. a. Brücken, Tunnel, erhöhte Hubschrauberlandeplattform). Was wird gebaut?
- Ca. 400 neue Büros (für rund 400–590 zusätzliche Arbeitsplätze) in einem halbrunden Sandsteinbau mit 6 Stockwerken westlich der Spree.
- Ergänzende Bauten mit Kantine, Veranstaltungsbereich, Logistik/Post und Kita.
- Neuer Campus, um alle Mitarbeiter (aktuell ca. 750–850, ursprünglich für 460 ausgelegt) an einem Standort zu bündeln.
- Fertigstellung geplant für 2027/2028 (Bau seit 2023 im Gange, Rohbau 2026 weit fortgeschritten).
Das Projekt wird vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) umgesetzt, nach Plänen von Schultes Frank Architekten (die auch das Hauptgebäude entwarfen). Es ist Teil des „Band des Bundes“.Kontext und KritikDas ursprüngliche Kanzleramt („Bundeswaschmaschine“) kostete umgerechnet ca. 260–540 Mio. € (je nach Preisbasis). Der Erweiterungsbau ist damit deutlich teurer, obwohl Kritiker auf Homeoffice-Potenzial und Desk-Sharing hinweisen. Die Regierung (auch unter Merz) hält am Bau fest, da eine zentrale, krisensichere Regierungszentrale nötig sei. Zahlen können sich noch ändern (Bauprojekte dieser Größe haben oft Nachträge). Offizielle Quelle: Bundeskanzleramt und BBR.
Aufschlüsselung der Kosten (Stand Februar 2026)
- Gesamte Bau- und Planungskosten: 601 Mio. €
- Sanierung Schloss Bellevue: 146 Mio. €
- Sanierung Verwaltungsgebäude: 120 Mio. €
- Neubau Hauptwache + Technikzentrale: 173 Mio. €
- Außenanlagen, Infrastruktur, Sicherheit, Park: 162 Mio. €
- Zusätzliche Reserven (nicht zwingend erforderlich):
- Risikoreserve (z. B. für unbekannte Schadstoffe, Denkmalschutz): 188 Mio. €
- Vorsorge für Baupreissteigerungen: 71 Mio. €
→ Gesamtpotenzial bis ca. 860 Mio. € (oft als „bis zu einer Milliarde“ in Medien zusammengefasst).
Zusatzkosten (Interimsbau)
- Ein separater Modul-/Ersatzneubau (Elisabeth-Abegg-Straße nahe Hauptbahnhof) für den Umzug ab Sommer 2026 kostet ca. 205 Mio. € (ursprünglich 137 Mio. €, gestiegen durch Preise und Anforderungen).
- Während der Nutzung (ca. 5–8 Jahre) fallen zusätzlich jährlich ca. 16 Mio. € Miete an. Danach wird das Gebäude anderen Behörden übergeben.
Warum so teuer und lange?
- Das Schloss (1785 erbaut, Denkmalschutz) hat massive Mängel: undichtes Dach, Korrosion, veraltete Technik, fehlender Brandschutz, Sicherheitslücken (nicht schuss-/einbruchsicher), Risse in der Fassade.
- Ziele: Nahezu klimaneutraler Betrieb, Barrierefreiheit, moderne Sicherheit.
- Dauer: Bis zu 8 Jahre (Sommer 2026 bis ca. 2034) – wegen Komplexität und schrittweiser Umsetzung. Der nächste Bundespräsident verbringt seine erste Amtszeit im Interimsbau.
Das Bundespräsidialamt betont, es handele sich um keine „Luxussanierung“, sondern um notwendige Erhaltung eines nationalen Denkmals und Sicherheitsanforderungen. Kritiker (z. B. Bund der Steuerzahler) sehen hohe Risiken weiterer Kostensteigerungen. Die Zahlen stammen aus offiziellen Angaben des Bundespräsidialamts und BBR (Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung). Wie bei Großbauprojekten können sich die Kosten noch ändern.

























