Nur halb weg vom Fenster: Spahn (Foto:Wikicommons)
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Spahn zurückgetreten – jetzt muss ihm der Lügenkanzler folgen

8.-Dan-Heuchler Spahn selbst wollte seinen möglichen Rücktritt gestern eigentlich noch für “September“ gnädig erwägen, doch anscheinend war der Widerstand in der doch noch zuweilen zuckenden CDU-Basis doch zu groß. Den folgenden Brief setzte er dann heute auf – viel zu spät, immer noch uneinsichtig und selbstgerecht, wobei er nun den erzwungenen Rückzug als freiwillige Abwägung zugunsten seiner Familienrolle verkauft:

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(Screenshot:X)

Im Bundestag bleibt diese schamlose personifizierte Zumutung an Arroganz und Dreistigkeit natürlich weiter kleben: Der gelernte Bankkaufmann und Leihmutterbeauftragte verharrt nach seinem Rücktritt sicher im Bundestag, um sich dort, wie bereits seit seinem 22. Lebensjahr, weiter pflegen und vollversorgen zu lassen. Das kollidiert dann offenbar nicht mit seinen Pflichten als “Familienvater“. Schon bisher hat Spahn einen Pensionanspruch von mehr als 7.100 Euro monatlich angehäuft – und der wächst so noch weiter. Mitnehmen, was geht: Kai Wegner, der durch die volle Mitnahme seiner Amtszeit rund eine Viertelmillion Euro mehr mitnehmen kann, als wenn er (gebotenermaßen!) sofort vom Amt als Regierender Bürgermeister Berlins zurückgetreten wäre, lässt grüßen. Wegners– eigentlich ohnehin selbstverständliche und alternativlose – Verzicht auf eine Folgekandidatur wurde der Öffentlichkeit als Rücktritt verkauft, doch sein von ihm mit Füßen getretenes und würdelos bis pflichtwidrig beschädigtes Amt nimmt er bis zum letzten Tag wahr.

So gesehen, legt auch Spahn nur einen “Rückzug light” hin – und liegt dem Steuerzahler weiter auf der Tasche, hat dieselbe Stimmgewicht wie bisher, nur nicht mehr in der ersten Reihe seiner Fraktion. Eigentlich ist das gleich der nächste Skandal.

Merz gewohnt unterirdisch

Unterirdisch in diesem Kontext mal wieder der Kanzler. “Was ein mieser linker Move von Merz”, schreiben Netzbeobachter zu Recht: Er wusste von dem Leihmutter-Baby, als der Skandal der Öffentlichkeit noch gar nicht bewusst war – und gratulierte Spahn und seinem Mann auch noch zu dem Leihmutter-Baby. Und kaum brach dann der große Shitstorm aus, forderte er Spahns Rücktritt. Hätte er auch das getan, wenn kein Shitstorm ausgebrochen wäre? Die Antwort ist natürlich klar.

Den Vogel schoss Merz mit dem Satz ab: “Glaubwürdigkeit ist in der Politik das höchste Gut.“ Respekt, aus seinem Mund ist dieser Satz von einer ähnlichen stupenden Rotzdreistigkeit, als wenn Pol Pot oder Josef Stalin “Menschlichkeit ist in der Politik das höchste Gut“ gepredigt hätten. Kein Charakter, keine Führungsstärke, nur widerlicher kriecherischer Opportunismus und die wesenstypische Grundverlogenheit: Wie ein solcher Tp jemals Kanzler werden konnte, mag dereinst Forschungsthema für Historiker sein. Spahn ist sicher der letzte, mit dem man hier Mitleid haben muss. Aber ,ehr muss man über den hinterhältigen Menschen Merz eigentlich nicht wissen. Im Reich der Lügen, Heuchelei und Unaufrichtigkeit, zu dem die Union verkommen ist, fällt das bloß offenbar niemandem mehr auf.

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