Bonjour Tristesse in Marxloh (Symbolbild:ScreenshotYoutube)
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No-Go-Area Duisburg-Marxloh: Der seit langem absehbare Untergang

Sinnbilder für den gesamtdeutschen Niedergang gibt es immer häufiger. Man denke da zum Beispiel an Stadt Pforzheim am Rande des Nordschwarzwaldes, die sich dank ihrer florierenden Schmuck- und Uhrenindustrie zu einer der reichsten Kommunen in ganz Deutschland entwickelt hat. Heute prägen massenweise Arbeitslose, Ausländer und meterhohe Müllberge das unwirtliche Stadtbild, das auf eine jahrzehntelange, völlig fehlgeleitete Migrationspolitik und Kommunalwirtschaft zurückzuführen ist. Nicht viel anders gestaltet sich der Duisburger Problembezirk Marxloh: Früher eine beliebte Einkaufsgegend, heute eine der bekanntesten NoGo-Areas mit akuter Verslummungs- und Verelendungsgefahr. Von den rund 22.000 Einwohnern haben etwa zwei Drittel einen Migrationshintergrund. Der Niedergang begann Anfang der Neunziger mit den Ende der Stahlindustrie, die nicht nur etliche Arbeitslose, sondern auch eine fatale Umstrukturierung des gesamten Viertels in Gang setzte: Wohlstand und Intelligenz zog weg, Mietpreise fielen, Arbeitslose, Asoziale und Migranten rückten nach, die Infrastruktur ging kaputt, Kriminalität und soziales Fehlverhalten machten sich breit, irgendwann waren die Zustände nur noch irreversibel beziehungsweise mit der Brechstange zu korrigieren.

Auch hier prangten schnell solche Stempel wie „sozial gerecht“, „antikapitalistisch“ oder „ausländerfreundlich“ auf dem Dilemma, damit man sich nicht den wahren Problemen stellen musste. Grüne und andere Linke erkannten den Nutzen der Situation schnell für sich. Heute gilt die Ditib-Moschee als eine der größten ihrer Art in Deutschland als Wahrzeichen und touristisches Aushängeschild von Marxloh. Libanesische Clans sind längst die Drahtzieher und die mehr oder weniger heimlichen Chefs im Bezirk. Auch sie kamen einstmals als staatlose Flüchtlinge anhand des Bürgerkriegs nach Deutschland, um die günstigen Immobilien aufzukaufen, ihre Netzwerke aufzubauen und illegale Geschäfte zu betreiben.

20 Jahre Entwicklung sehenden Auges verpennt

Alleine mit den Immobilien in Marxloh lässt sich für die Clans ein Millionengeschäft erwirtschaften. Ganze Straßenzüge rund um die Kaiser-Friedrich-Straße gelten mittlerweile als Brennpunkte. Selbst die Polizei traut sich nur noch in sicherer Personenzahl nach dorthin. Die Arbeitslosigkeit ist weit über dem Durchschnitt der Stadt Duisburg mit 13 Prozent. Von den Clans haben die meisten kurdisch-libanesisch oder arabische Wurzeln. Viele gehören den Mhallami, einer arabischen Volksgruppe, an, deren Vorfahren nach dem ersten Weltkrieg aus der Türkei vertrieben wurden, um über den Libanon nach Deutschland zu gelangen. Damals hatten sehr viele nur Duldungsstatus und waren ohne Arbeit.

Heute betätigen sich die Clans im Drogenhandel, der Geldwäsche und anderem Machenschaften. Die Armut anderer Menschen wird gerne dazu genutzt, um sie zum Betteln oder betrügerischen Aktivitäten zu zwingen. Wird jemand festgenommen, so müssen die Beamten mit aktivem solidarischem Gegenwind in der Gestalt von Dutzenden von Menschen rechnen. Beamte werden schon mal an der Wache abgepasst und wirksam eingeschüchtert. Offen gibt man in Polizeireihen längst zu, die Entwicklungen der letzten 20 Jahre verschlafen zu haben. Mit den üblichen Sozialprojekten und Integrationsprogramm soll Marxloh von der NoGo-Area in eine „Let´s Go Area“ umgewandelt werden. Doch, so scheint es, druckst man sich abermals vor der Behebung der eigentlichen Problematiken herum, anstatt das Kind endlich beim Namen zu benennen. (TPL)

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