Fußball und Politik - ein Contest (Symbolbild:KI)
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2033: Radioübertragung des Endspiels Rot-Rot-Grün gegem CDU-AfD

„Meine Damen und Herren, einen wunderschönen guten Tag aus dem altehrwürdigen Olympiastadion zu Berlin!

Wir schreiben das Jahr 2033. Rot-Rot-Grün regiert. AfD und CDU bilden die Opposition. Im Zuge des staatstragenden Großprojekts ‚Unsere Demokratie‘ werden die hitzigen Debatten des Deutschen Bundestages seit zwei Jahren nicht mehr im Plenarsaal ausgetragen. Dort war die Stimmung zuletzt zu unsportlich.

Stattdessen treffen Regierung und Opposition hier im Olympiastadion aufeinander. Gesetze werden nicht mehr beraten. Sie werden ausgespielt.

70.000 Zuschauer verfolgen die Begegnung auf den Rängen. Weitere 23 Millionen Bürger sitzen zu Hause an ihren Demokratie-Empfangsgeräten. Auf dem Spielplan steht heute das heiß umkämpfte „Das-gute-Das-gute-jeder-darf-kommen-Gesetz“. Es soll die Einwanderung ohne jede Obergrenze ermöglichen.

Das Spiel beginnt pünktlich um 14 Uhr.

Der Schiedsrichter schaut auf die Uhr.

Und da ist der Anpfiff!“

Der Ball rollt im Olympiastadion

Rot-Rot-Grün spielt heute geschlossen in Rot und stößt erwartungsgemäß von links nach rechts an. Das-gute-jeder-darf-kommen-Gesetz liegt praktisch schon auf dem Rasen.

Die Regierungsfraktionen lassen den Ball zunächst ruhig durch die eigenen Reihen laufen. Viel Ballbesitz, wenig Raumgewinn. Sicherheitspässe im Mittelfeld. Niemand möchte zu früh erklären, wer das alles bezahlen soll.

9. Minute. Erster Angriff der Regierung

Die Linke kommt über den linken Flügel. Dort fühlt sie sich sichtbar zu Hause.

Der Ball wird schnell gemacht. Ein Regierungsstürmer ruft: „Sie zahlen unsere Renten!“ Der nächste ergänzt: „Sie schließen die Fachkräftelücke!“

Querpass in die Mitte. Die Abwehr der Opposition steht unsortiert. Der Ball kommt an die Strafraumgrenze.

Schuss aus der zweiten Reihe!

Toooooor! Toooooor! Toooooor!

1:0 für das Das-gute-jeder-darf-kommen-Gesetz!

Die Regierungsbank springt geschlossen auf. Auf der Ehrentribüne werden bereits die ersten Willkommenspakete verteilt.

28. Minute. Die Opposition kontert

AfD und CDU schalten über die rechte Außenbahn um. Die CDU zögert zunächst, ob sie wirklich mitlaufen darf. Dann fasst sie sich ein Herz und überquert die Mittellinie.

Der Innenexperte der Opposition nimmt den Ball auf.

„Milliardenkosten! Verlust der inneren Sicherheit! Überlastete Gemeinden!“

Er lässt zwei Regierungsspieler stehen wie Wahlplakate nach der Wahl. Noch zwanzig Meter. Noch fünfzehn.

Dann zieht er ab.

Ein gewaltiger Schuss!

Toooooor!

1:1! Der Ausgleich!

Die Regierungsabwehr schwimmt. Der Torwart fordert sofort mehr Haltung.

44. Minute. Rot-Rot-Grün schlägt zurück

Kurz vor der Pause erhöht die Regierung den Druck.

„Vielfalt bereichert uns!“, ruft es aus dem Mittelfeld. „Deutschland wird bunt!“, schallt es aus dem Strafraum.

Eine butterweiche Flanke segelt von links vor das Tor. Der Regierungssprecher lauert am langen Pfosten. Kein Oppositionsspieler fühlt sich zuständig.

Kopfball!

Toooooor!

2:1 für das Das-gute-jeder-darf-kommen-Gesetz!

Die Koalition jubelt. Die Opposition reklamiert Abseits. Der Videoschiedsrichter prüft, ob die Wirklichkeit noch mitspielen darf.

Das Tor zählt.

Halbzeit im Olympiastadion

Rot-Rot-Grün führt mit 2:1. Die Regierung hatte mehr Ballbesitz. Die Opposition hatte mehr Taschenrechner.

Auf den Rängen wird heftig diskutiert. Einige Zuschauer verlangen bessere Grenzen. Andere halten Grenzen bereits sprachlich für unsportlich.

52. Minute. Die Opposition kommt zurück

CDU und AfD erscheinen wie ausgewechselt aus der Kabine. Vor allem die CDU hat offenbar beschlossen, vorübergehend Opposition zu spielen.

Ein langer Diagonalball fliegt über das halbe Feld.

„Fehlende Bildung erschwert den Zugang zum Arbeitsmarkt!“, ruft der Mittelfeldspieler.

Der Stürmer übernimmt.

„Ohne Sprachkenntnisse keine Integration! Für den Wehrdienst sind viele nicht verwendbar!“

Er läuft auf den Torwart zu. Eins gegen eins.

Der Regierungstorwart kommt heraus und breitet beschwörend die Arme aus.

Der Stürmer tunnelt ihn.

Toooooor!

2:2!

Wieder ist alles offen. Selbst das Gesetz.

71. Minute. Die Regierung findet die Lücke

Rot-Rot-Grün macht die Räume eng und schiebt geschlossen nach vorne.

„Rente sichern! Fachkräfte holen! Vielfalt fördern!“

Drei kurze Pässe. Dann geht der Ball in die Gasse. Im Strafraum entsteht ein wildes Durcheinander. Niemand weiß mehr, wer eingereist ist, wer bleiben darf und wer eigentlich den Ball besitzt.

Der Justizminister nimmt das Leder direkt aus der Luft.

Fallrückzieher!

Der Ball schlägt unter der Latte ein.

Toooooor!

3:2 für das Das-gute-jeder-darf-kommen-Gesetz!

Ein Traumtor. Juristisch umstritten, aber politisch erwünscht.

90. Minute. Die Opposition wirft alles nach vorne

Die reguläre Spielzeit ist abgelaufen. Vier Minuten werden nachgespielt. Die Regierung versucht, den Ball an der Eckfahne festzuhalten und die verbleibende Zeit mit moralischen Appellen herunterzuspielen.

Die Opposition setzt nun auf die Brechstange.

„Milliardenkosten! Wohnungsnot! Innere Sicherheit! Überlastete Schulen! Gesundheitssystem am Anschlag!“

Der Abwehrchef marschiert mit nach vorne. Die CDU spielt einen überraschend entschlossenen Pass. Die AfD übernimmt und zieht über die Außenbahn davon.

Flanke in den Strafraum.

Der Ball wird abgefälscht. Er fällt dem Oppositionsstürmer vor die Füße.

Schuss aus spitzem Winkel!

Toooooooooor!

3:3!

Der Ausgleich in der letzten Sekunde!

Der Schiedsrichter pfeift sofort ab.

Unentschieden nach einem politischen Fußballkrimi

Das Spiel endet 3:3.

Rente und Fachkräfte standen gegen Milliardenkosten und Sicherheitsprobleme. Bunte Vielfalt spielte gegen fehlende Wohnungen, überlastete Schulen und mangelhafte Integration. Beide Seiten trafen dreimal. Überzeugt wurde niemand.

Das Das-gute-jeder-darf-kommen-Gesetz bleibt damit weiter offen.

Die Regierung verlangt Verlängerung. Die Opposition fordert ein Rückspiel. Der Schiedsrichter empfiehlt einen Untersuchungsausschuss.

Ich melde mich gleich wieder live aus dem Olympiastadion.

Bleiben Sie dran!“

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