Fast könnte einem der Kerl schon leid tun. Da äußern Regierungskritiker Kritik, statt sein Versagen zu bejubeln und äußern auch noch weiterhin Kritik, nachdem er die Regierungskritiker kritisiert hat.
Auf X geht es auf jeden Fall ziemlich rund nach dem katastrophalen Sommerinterview des Kanzlerdarstellers Friedrich Merz:
Julian Reichelt schreibt:
Das ZDF-Sommerinterview zeigt einen Bundeskanzler Friedrich Merz, der kurz davor ist, komplett die Nerven zu verlieren. Die ersten fünf Minuten tritt Merz gegen Spahn nach, nachdem er zugegeben hat, seit zehn Tagen von der Leihmutter gewusst, sich aber um nichts gekümmert zu haben. Unverzeihliche Fehleinschätzung. Dann kommen zehn Minuten Beschimpfung von ZDF, Journalisten und Kritikern insgesamt. „Sie zeigen immer nur das Negative!“ Merz sei es leid, dass so viel genörgelt wird. Er will aber auch nicht, dass das ZDF Ausschnitte zeigt, in denen er sagt, dass zu viel genörgelt wird. Merz spricht von sich aus noch mal „kleine Paschas“ an, da habe er viel Zuspruch bekommen. Dann folgen noch mal fünf Minuten gehen die AfD, dann ist das Interview vorbei. Absolute Kommunikations-Katastrophe. Unvorbereitet. Unwirsch. Unbeherrscht. Unkontrolliert.
Ich habe einen so dünnhäutigen, unsouveränen, verbitterten Kanzler noch nie gesehen. Man ist nur noch fassungslos.
Susanne Baessler schreibt:
Merz hat eine weitere Gelegenheit verstreichen lassen, politischen Boden für sich und die CDU in äußerst wohlwollender Interview-Atmosphäre zurückzugewinnen. Weder hat er sich als Macher und Gestalter angeboten, der Deutschland wieder auf Kurs bringen wird, noch als derjenige, der Kritik ernst nimmt und das eigene Verhalten nach schonungsloser Analyse geläutert umstellt. Der mutmaßlich eingebildete Fatzke diverser hochrangiger, ihm mutmaßlich in der glorreichen Vergangenheit vorgegaukelten Positionen im angeblichen Top-Management steht weiterhin unfähig und ohne eigenes Konzept da, für das er werben könnte. Die Zeit der mutmaßlichen WEF-Marionetten in der Spitzenpolitik Europas neigt sich erkennbar dem Ende entgegen. Auch wird der 73-Jährige Fink nicht ewig leben.
Überbleibsel schreibt:
Zehn Tage Leihmutter-Ignoranz, dann fünf Minuten AfD-Bashing: Merz führt vor, wie man eine Kommunikationskatastrophe in unter zwanzig Minuten packt.
Erblasser schreibt:
Er hat fertig. Er hat nur zu wenig Selbsterkenntnis und zu viel Ego, um das einzugestehen. Er reitet das tote Pferd lieber weiter, bis es komplett auseinander fällt – hauptsache er sitzt bis zum bitteren Ende im Sattel. Ihm ist egal, wen er dabei mitreißt. Bitter. Unwürdig.
CashAristokrat schreibt:
Fünf Minuten Spahn, zehn Minuten ZDF-Bashing, fünf Minuten AfD – und null Minuten staatsmännische Souveränität. Wer so unvorbereitet und dünnhäutig agiert, liefert seinen Kritikern genau das Material, das er eigentlich verhindern wollte. Ein kommunikatives Eigentor mit Ansage!“
CoolHand schreibt:
Friedrich Merz scheitert nicht an einzelnen Umständen oder schlechten Beratern. Er scheitert an den Anforderungen des Amtes. Ihm fehlen sowohl die politische Urteilskraft als auch die charakterliche Stärke, Deutschland verlässlich und zum Nutzen des Landes zu führen. Deshalb braucht es nicht die nächste Erklärung oder Kurskorrektur, sondern einen personellen Neuanfang.
Nordstadt Stefan schreibt:
Er weiß, dass er sich mit der Brandmauer in eine ewige Gefangenschaft mit der SPD begeben hat und er weiß auch, dass all seine geplanten Reformen dadurch unmöglich geworden sind. Und jetzt wird er langsam hysterisch, weil er keinen Ausweg sieht.
Dr. David Lütke schreibt:
Staat ruiniert Gesellschaft ruiniert
Wirtschaft ruiniert
Wohlstand ruiniert
Sicherheit ruiniert
Infrastruktur ruiniert
Energieversorgung ruiniert
Die CDU hat Deutschland an die Wand geklatscht, aber der Kanzler verbittet sich Ihre ewige Nörgelei…
Alexander Kissler schreibt:
Bizarr von Merz auch dies im ZDF: Die „demokratischen Parteien der Mitte“ seien gefragt, „uns darf das Land nicht wegrutschen.“ Das klingt nach Besitzstandswahrung der Althergebrachten. In der Demokratie gilt es das Wir des Volkes, nicht das Wir der Herrschenden.
Roland Tichy schreibt:
Patzig, ranzig, putzig: Friedrich Merz im Sommerinterview. Die ganze Welt, Trump, Putin, die Chinesen gegen ihn. Alle. die Medien, die Nörgler, sogar das ZDF. Nur die Bürger, die Bürger bestätigen ihn. Sagt der Mann ernsthaft, den kaum einer mehr sehen will. Merz lebt in einer Traumwelt. Leider verhält er sich auch so.
Frederick Broßart schreibt:
Das Sommerinterview von Merz war eine Bazooka geladen mit Jammereien, getragen auf den Schultern von Merz. Was ist das für ein Kanzler, der seinen Bürgern nicht zuhört und sagt, sie sollen sich nicht so viel beschweren. Diese Arroganz zeigt den ganzen Schaden unserer Demokratie. Politik von oben herab, während der Bürger immer mehr Einschnitte hinnehmen muss. Es wird Zeit für eine Neuauszählung damit dieses Desaster endlich beendet wird!
…
Was Friedrich Merz wohl am meisten nervt, ist die Tatsache, dass jetzt auch CDU-Mitglieder herumnörgeln:

Friedrich Merz könnte es sich so einfach machen. Schnell zurücktreten, dann hören auch die Kritiken auf und er und wir hätten unsere Ruhe.






















