Die Rekrutierung des IS nimmt immer furchtbarerer Ausmaße an. Nach der Antifa entwickelt sich hier die zweite terroristische Großorganisation heraus, die immer mehr junge Menschen ins Visier nimmt. Dass auch deutsche Jugendliche davon betroffen sind, soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden. Nun wurde tatsächlich ein einheimischer 16-Jähriger aus dem westfälischen Hamm in Gewahrsam genommen, weil er im Namen des Islamischen Staates einen Brandanschlag auf eine Kirche geplant hatte. Einmal mehr handelt es sich hierbei um eine Person mit psychischen Auffälligkeiten oder echten Geisteskrankheiten, denn der mutmaßliche Täter wurde in die Jugendforensik eingewiesen.
Bereits im Jahr 2023 begann der Jugendliche sich islamisch zu radikalisieren. Wie immer gab es eine unmittelbare Kontaktperson in dessen Leben, die dem IS nahesteht. Ursprünglich wollte der 16-Jährige direkt in das Gebiet des IS reisen, um sich dort einer terroristischen Ausbildung zu unterziehen und sich dem Dschihad anzuschließen. Ein Mittelsmann überredete den 16-Jährigen jedoch, direkt in Hamm zuzuschlagen. Als Ziel wurde die Kirche einer christlich-unabhängigen Gemeinde ausgewählt. Das Unterfangen soll der Täter sogar geprobt haben, in dem er einen Hochsitz mit einer Silvesterrakete in Brand zu setzen versuchte.
Radikalisierung binnen weniger Jahre
Bereits im Sommer 2023 soll sich der Jugendliche im Internet mit radikalen islamischen Inhalten beschäftigt haben. Über das Social Media verbreitete er zunächst, dass er mit dem IS sympathisiere. Unter anderem wollte er eine so genannte „Hidschra“ unternehmen, also die besagte Reise in das IS-Gebiet im Namen des Propheten Mohammeds. Unter welchen Aspekten er die besagte Kirche ausgewählt hatte, ist nicht bekannt. Vor zwei Jahren hatten dort jedoch schon Unbekannte die Scheiben eingeschmissen.
Bekannt wurde zudem ein weiterer Fall in Bayern, wo ein 15-Jähriger den Sprengstoff-Anschlag auf eine Synagoge plante. Ein 27-Jähriger wurde im Zuge einer Razzia festgenommen, bei der es um die Verhinderung eines weiteren Anschlags in NRW ging. Der IS selbst gilt als Ableger des Terrornetzwerkes Al-Qaida, um 2014 das Kalifat auszurufen. Seit Beginn des Konfliktes im Nahen Osten reisten über 1.000 Islamisten aus Deutschland in das IS-Gebiet aus, das sich unter anderem über Syrien und den Irak erstreckt. Zwischenzeitlich sind rund 470 ehemalige IS-Anhänger nach Deutschland zurückgekehrt, wo sie einem strengsten Gefährder-Status unterliegen.























