Die fröhliche NGO-Schlepperei im Mittelmeer... (Symbolbild:KI)
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Afrikanische Migranten: Per Schifftaxi nach Europa

Am 11. Mai filmte Frontex, wie rund 90 Migranten vor der libyschen Küste an die „Sea-Watch 5“ übergeben wurden. Die mit mehr als einer Milliarde Euro gepamperte EU-Grenzschutzagentur schützte keine Grenze. Sie dreht Filmchen.

Wer von Libyen nach Europa gebracht werden will, zahlt einem Schlepper mehrere Tausend Dollar. Dafür muss er längst nicht mehr die gesamte gefährliche Strecke über das Mittelmeer zurücklegen. Das Boot fährt nur rund 80 Kilometer hinaus. Dort wartet bereits das nächste Verkehrsmittel. Ein sogenanntes Seenotrettungsschiff übernimmt die zahlenden Fahrgäste und bringt sie nach Europa.

Für 5.000 Dollar bis zum Treffpunkt

Die einen kassieren. Die anderen fahren. Frontex filmt. Es ist eine Übergabe wie auf dem Güterbahnhof: Die Aufnahmen zeigen rund 90 Migranten. Begleitet werden sie von fünf maskierten Männern in paramilitärischer Kleidung. Diese verteilen Schwimmwesten und beaufsichtigen den Umstieg in die Beiboote der „Sea-Watch 5“.

Von Panik ist wenig zu erkennen. Stattdessen läuft die Übergabe geordnet ab. Einer der Männer winkt der Besatzung zu und zeigt den Daumen nach oben. So verabschiedet man keine Schiffbrüchigen. So bestätigt man eine gelungene Lieferung.

Frontex führt die Kamera

Über dem Geschehen kreist Frontex. Die Behörde nennt sich Grenzschutzagentur. An diesem Tag beschränkt sie sich auf die Rolle eines Kameramanns. Die Schleuser bringen die Migranten hinaus. Sea-Watch übernimmt sie. Frontex liefert die Luftaufnahmen. Jeder erledigt seinen Teil.

Nur der Grenzschutz fehlt. Für mehr als eine Milliarde Euro im Jahr darf der Steuerzahler immerhin scharfe Bilder erwarten.

Millionen für die gespielte “Rettung”

Auch die Geldgeber werden an der Nase herumgeführt. Sea-Watch verfügte 2025 über Einnahmen von rund 13,5 Millionen Euro. Die Deutsche Postcode-Lotterie steuerte allein 1,51 Millionen Euro bei. Der gekaufte Heiligenschein vermeintlich guter Werke wirkt.

Den Spendern wird erzählt, sie finanzierten dramatische Rettungen aus höchster Seenot. Die Bilder zeigen jedoch eine geordnete Übergabe auf offener See. Maskierte Männer bringen die Migranten zum Treffpunkt. Sea-Watch übernimmt die Weiterfahrt. Bezahlt wird damit ein millionenschweres Schifftaxi, dessen Fahrplan zuverlässiger funktioniert als der europäische Grenzschutz.

Von wegen “Kampagne gegen Seenotrettung”…

Frontex hat das Filmmaterial italienischen Staatsanwälten übergeben. Gegen den Kapitän der „Sea-Watch 5“ wird wegen des Verdachts der Beihilfe zur illegalen Einwanderung ermittelt. Sea-Watch weist die Vorwürfe zurück und spricht von einer Kampagne gegen die Seenotrettung.

Von wegen. Das Frontex-Material ist gesichert und authentisch – und aus diesbezüglich unverdächtiger EU-Quelle, denn es folgt einer Agenda. Das Schifftaxi fährt weiter. Bezahlen müssen jene, die nie eine Fahrt bestellt haben.

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