Plitsch-Platsch im tödlichen Hitzedürresommer (Symbolbild:KI)
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Der Bundeswasserminister badet im Sommerloch

Was tut ein Umweltminister, wenn gerade kein Fischsterben im Schweinebach droht und kein Feinstaub aus Holzkohlegrills die Bevölkerung dahinrafft? Er entdeckt eine neue Gefahr und bläst sie auf wie einen Luftballon auf dem Oktoberfest. Diesmal soll Deutschland das Wasser ausgehen.

Der Minister lässt Deutschland verdursten

Bundesumweltminister Carsten Schneider warnt vor Wassermangel. Früher war Deutschland ein wasserreiches Land, sagt er. Bald stünden die Firmen trocken da. In zehn oder zwanzig Jahren können sie nicht mehr produzieren. Er hat Frau Holle befragt und die wusste: 20 Jahre haben wir noch.

Schneider hält Abstand zum gesunden Menschenverstand

Politiker lieben anscheinend Katastrophen, damit kommt man in die Presse. Und der Spiegel kann die sonst leeren Seiten mit einer Sensation füllen. Bei Corona hieß es: Maske auf, Mund zu, Hände schrubben, während in der U-Bahn alle wie Heringe nebeneinander standen. Hauptsache laut, unlogisch und die Menschen erschrecken sich.

Sein eigenes Amt löscht den Alarm

Die Zahlen des Umweltbundesamtes fallen dem Minister kräftig auf die Füße. Deutschland verfügt im langjährigen Mittel über rund 170 Milliarden Kubikmeter Wasser. 2022 wurden davon nur 17 Milliarden entnommen. 10 Prozent!! So ist dies besonders peinlich für den Herrn Minister im Sommerloch: Sein eigenes Umweltbundesamt sagt das Gegenteil. Die öffentliche Wasserversorgung nimmt nur rund drei Prozent der erneuerbaren Reserven.

Es fehlt nicht Wasser, sondern Rohr

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft sagt aber klipp und klar: Es liegt an zu dünnen Rohren und Pumpen, die den Ansturm nicht packen. Hier müsste er anpacken, statt Panik zu schieben.

Erst warnen, dann kassieren

Deutschland soll sorgsam mit Wasser umgehen, sagt er. Aber aus 10 Prozent Nutzung eine bundesweite Katastrophe zu stricken, ist kein Umweltschutz. Das ist Sommerloch-Politik, baden im Minister-Planschbecken

Carsten Schneider sitzt fröhlich drin und plantscht im Beisein des SPIEGEL. Nur seine eigenen Zahlen können leider nicht schwimmen. Sie gehen unter wie eine Zeitungsente.

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