Dieser Bundeskanzler schafft es tatsächlich, ausnahmslos absolut alles zu versemmeln, was er anpackt. Nicht einmal die Entlassung von Ministern bekommt er zustande, ohne sich bis auf die Knochen zu blamieren. Heute morgen wollte Friedrich Merz im Rahmen einer Pressekonferenz die Entlassung seines Verkehrsministers Patrick Schnieder verkünden. Dieser hatte seinerseits bereits gestern eine Abschieds-Message an Kollegen verfasst. Als seinen Nachfolger wollte Merz den CDU-Bundestagsabgeordneten und Finanzexperten Fritz Güntzler präsentieren, den man mit einer Regierungslimousine eigens aus dem Urlaub geholt hatte. Merz bot ihm im Kanzleramt das Verkehrsressort an und Güntzler sagte zu, dieses zu übernehmen. Dann aber sagte er am Freitag um sechs Uhr früh per SMS ab – mit einer bemerkenswerten Begründung, die noch keinen deutschen Minister der letzten Jahre von der Übernahme eines ihm fachfremden Ressort je abgehalten hatte.
Denn Güntzler führte er an, dass seine gesamte berufliche und politische Kompetenz auf Fachwissen bei Steuern und Finanzen beruhe und er sich daher für Verkehrspolitik nicht zuständig fühle. Alle Versuche des entsetzten Kanzlers, ihn umzustimmen, blieben erfolglos – mit dem Ergebnis, dass Merz kurz vor der Pressekonferenz ohne Verkehrsminister dastand. Statt Schnieders Nachfolger zu präsentieren, blieb ihm also nur die Ankündigung, er werde „zu gegebener Zeit“ über weitere Änderungen im Kabinett informieren, die allerdings noch ein paar Tage oder „vielleicht auch mehr“ Zeit brauchen würden. „Das entscheide ich aber ohne Zeitdruck und mit der gebotenen Sorgfalt und den Gesprächen, die dazu notwendig sind“, so der blamierte Merz.
Dilettantismus eines Gruselkabinetts
Der abenteuerliche Vorgang belegt erneut den aberwitzigen Dilettantismus in diesem Gruselkabinett, an dessen Spitze ein Mann steht, dem es nicht nur an jeglichem politischen Talent, Führungsstärke und charakterlicher Integrität fehlt, sondern offenbar auch an jeglicher Menschenkenntnis. Merz hatte noch nicht einmal einen Ersatzkandidaten im Falle der Absage Güntzlers, obwohl es zweifellos genügend Partei-Apparatschiks gegeben hätte, die das Amt sofort übernommen hätten, ohne sich daran zu stören, dass ihnen die Kompetenz dafür fehlt. Dasselbe galt schließlich auch bereits für die Vorgänger Schnieders (Andy Scheurer, der wohl bizarrste Rohrkrepierer im Amt des Verkehrsministers, steht aktuell gerade vor Gericht wegen seines Mautskandals).
Zur Entlastung Schnieders, dem Merz vorwirft, die tiefgreifenderen Probleme der deutschen Infrastruktur und das Dauerchaos bei der Deutschen Bahn nicht in den Griff zu bekommen, muss allerdings fairerweise darauf hingewiesen werden, dass die Mammutaufgaben in diesem Ressorts angesichts der desolaten Zustände, die hierzulande nach jahrzehntelanger politischer Misswirtschaft herrschen, wohl von niemandem sonst zu bewältigen wären; zumal nicht in der linksten Bundesregierung aller Zeiten mit dem reformallergischen Koalitionspartner SPD.
Steht als Chaos-Kanzler von der traurigen Gestalt da
Am Ende steht Merz, – der sein Kabinett nur deshalb umbilden muss, weil er das Ausmaß des Leihmutterschafts-Skandals um seinen Ex-Fraktionsvorsitzenden Jens Spahn überhaupt nicht erkannte und erst auf dessen Rücktritt drängte, als bereits die gesamte Partei gegen Spahn Sturm lief – einmal mehr einmal als völlig planloser Chaos-Kanzler von der traurigen Gestalt da, dem absolut nichts gelingt. Noch nicht einmal die Neuaufstellung der eigenen Regierung, die als großer Befreiungsschlag verkauft werden sollte, obwohl lediglich einige unfähige Gestalten von einem Posten auf einen anderen wechseln.
AfD-Chefin Alice Weidel erklärte: „Merz wollte mit seiner Kabinettsumbildung den großen Wurf landen, produziert hat er stattdessen noch mehr Chaos. Diese Selbstbeschäftigung wird den vielfältigen und selbst verursachten Problemen im Land nicht gerecht. Deutschland braucht Neuwahlen.“. Auch das Echo selbst der Merz noch immer wohlgesinnten Medien wie „Bild“ und „Welt“ ist verheerend. Der Lügenbaron im Kanzleramt ist zur völligen Lachnummer geworden, sogar in der eigenen Partei: Es kursieren bereits Memes innerhalb der CDU, die zeigen, wie Merz sich aus Frust über seine Regierung selbst entlässt. Diese Kapriole unterstreicht abermals, von welchen unfassbaren Witzfiguren und Brachialdilettanten dieses Land “regiert” wird, wenn man dies überhaupt noch so nennen kann. Alles, was diese Mischpoke noch zuwege bringt, der es nur noch um den Erhalt ihrer Privilegien auf Kosten der Allgemeinheit geht, ist die antidemokratische Drangsalierung Andersdenkender und der Opposition – während Deutschland mit jedem Tag mehr zugrunde geht. (OG)























