„Wenn man mich etwa als Gesundheitsminister aufgestellt hätte, wäre ich nicht erfolgreich gewesen. Deshalb: Schuster, bleib bei deinen Leisten.“ (Katja Klapsa zitiert Carsten Linnemann)
Man kann es nennen wie man will: Rochade, Bäumchen wechsel Dich, Reise nach Jerusalem, Karussell, oder Ringelpiez – der Ministerwechsel von Merz war ein Desaster mit Ansage, ein ineptokratisches Meisterstück und es zeigt allen, das es heutzutage, bei diesem schlechten Personal völlig egal ist, wer wann und für was in Deutschland politisch verantwortlich ist.
Merz hat lediglich die Mauer, die ihn von der Realität fern hält, etwas höher zu ziehen, sich durch Freundschaftsdienste etwas besser abzusichern, um seinen Plan, Deutschland kaputt zu regieren, weiterhin ungestört durchführen zu können. Man könnte durchaus eine Donald Duck Figur aus Disneyland klauen und auf irgendeinen Ministerposten pflanzen – es würde wohl gar nicht auffallen.
Es bleibt also alles beim Alten, könnte sogar noch schlimmer werden.
Die Leute sind entsprechend entsetzt.
Matthias‘ Meinung schreibt:
Nachdem Warken die Kranken- und Pflegeversicherung geschliffen hat, soll sie nun Kanzleramtschefin werden. Linnemann, der als Generalsekretär eine eher blasse Figur abgegeben hat, wird neuer Gesundheitsminister? Das ist keine Neuaufstellung, das ist reines Postengeschachere.
Friedrich Merz hat heute mit seinem chaotischen und unprofessionellen Auftreten bei der Kabinettsumbildung sein und das Schicksal seiner Partei besiegelt.
Langjährige CDU Wähler wenden sich ab, Abgeordnete suchen Kontakte zur AfD.
Die Umfragen werden für die Union in den nächsten Wochen verheerend werden.
Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern gibt ihr dann den Rest.
Ich denke, wir alle waren heute Zeuge eines Zeitenwechsels, der jetzt Fahrt aufnehmen wird!
Dr. Karen Mücke schreibt:
Um Arzt zu werden, muss man Medizin studieren. Um Schreiner zu werden, muss man eine Schreinerlehre machen. Um Gesundheitsminister zu werden, genügt es, das Vertrauen des Bundeskanzlers zu haben. Es geht ja nur um die medizinische Versorgung der Bevölkerung!
Pauline Voss schreibt:
Das Kanzleramt im Jahr 2026: Ein politisches Sommerkarussell, das man selbst mit viel Galgenhumor kaum noch erfinden könnte.
Jens Spahn muss gehen, weil ihm die eigene Doppelmoral bei der Leihmutterschaft auf die Füße fällt.
Und was macht Bundeskanzler Friedrich Merz?
Statt echter Führung und personeller Substanz dreht er einfach die große Besetzungscouch im CDU-Kabinett.
Carsten Linnemann übernimmt plötzlich das Gesundheitsressort, und die Krönung der Umstrukturierung:
Philipp Amthor steigt zum Staatsminister für die Bund-Länder-Beziehungen auf.
Ausgerechnet Philipp Amthor.
Der Mann, der optisch und rhetorisch wie ein 80er-Jahre-Bausparkassenvertreter auftritt, sich auf Social Media mit peinlichen Cringe-Videos hervortut und dessen markantester Fußabdruck bisher darin bestand, sich von Augustus Intelligence mit Aufsichtsratsposten und Luxusreisen sponsern zu lassen.
Dass ihm Verbandsbeobachter damals ein „fehlendes Bewusstsein für Interessenkonflikte“ bescheinigten?
Im Berliner Politikbetrieb offenbar keine Warnung, sondern die beste Referenz für das Kanzleramt.
Jetzt soll also der 33-jährige Dauer-Talkshowgast die verärgerten Ministerpräsidenten der Länder besänftigen.
Womit genau? Mit dem Wahlkampfslogan „Sie kochen den Kaffee, ich bringe den Kuchen“?
Oder mit einer Lektion darüber, wie man konservative Werte betont, während man selbst das politische Handwerk zur reinen Selbstdarstellung degradiert?
Dieser Umbau zeigt das ganze Drama der aktuellen Parteiführung: Wenn die Hütte brennt, wird nicht reformiert, sondern nach Proporz und Bekanntheitsgrad umverteilt.
Es ist ein Schlag ins Gesicht für jeden Leistungsträger in diesem Land, der von der Politik endlich wieder Seriosität, Anstand und echte Kompetenz erwartet.
Willkommen in der Berliner Republik:
Weniger Substanz war selten, mehr Realsatire auch nicht.
Neverforgetniki schreibt:
Carsten Linnemann ist erledigt.
Die Gier siegt.
Um sich nun auch mit einem Minister-Gehalt auf unsere Kosten bereichern zu können, wird er Gesundheitsminister der schlechtesten Regierung aller Zeiten und wird die Kürzungen an der Gesundheitsversorgung der Deutschen mittragen.
Es gibt keine Hoffnungsträger in der Union mehr. Die CDU ist politisch tot!
Robert Craven schreibt:
Carsten Linnemann erklärte jahrelang, wie schlecht die Ampel die Wirtschaft regiert.
Dann stand für ihn ausgerechnet das Wirtschaftsministerium im Raum. Also jenes Ressort, in dem der promovierte Volkswirt endlich hätte beweisen können, dass hinter den großen Worten auch praktisches Können steckt.
Herr „Einfach mal machen“ sagte: Nein.
Er blieb lieber Generalsekretär.
Dort konnte er weiterhin erklären, was Minister falsch machen, ohne selbst für ein Ministerium, einen Haushalt oder die Folgen seiner Vorschläge verantwortlich zu sein.
Beim Bürgergeld versprach er „sehr viele Milliarden“ Einsparungen. Eine konkrete Rechnung hatte er nicht. Im Gesetzentwurf blieben zunächst rund 86 Millionen Euro übrig.
Aus sehr vielen Milliarden wurde also ungefähr das finanzpolitische Äquivalent eines besonders selbstbewussten Luftballons.
Große Worte hineinblasen, Kamera an, Applaus abwarten.
Und jetzt soll ausgerechnet dieser Mann Gesundheitsminister werden.
Keine gesundheitspolitische Erfahrung.
Keine Regierungserfahrung.
Keine Erfahrung bei der Leitung eines Ministeriums.
Aber sehr viel Erfahrung darin, anderen zu erklären, sie müssten länger arbeiten, seltener krank sein und weniger kosten.
Linnemann hatte die Gelegenheit, sich in seinem eigenen politischen Fachgebiet zu beweisen.
Er verzichtete.
Nun soll er ein Ressort übernehmen, von dem er noch weniger versteht.
Matsuhime schreibt:
Beatrix von Storch schreibt:
Friedrich Merz baut seine Regierungsmannschaft um:
Der, der bisher schon das Kanzleramt nicht führen konnte, führt jetzt die Fraktion.
Die Gesundheitsministerin, die das jetzt machen soll, wollte eigentlich gar nicht.
Der zukünftige Gesundheitsminister hatte noch nie etwas mit Gesundheitspolitik zu tun.
Der für den Posten des wegen Unfähigkeit gefeuerten Verkehrsministers vorgesehene Nachfolger, verzichtet lieber auf ein Ministeramt als Teil dieser Chaos-Truppe zu sein.
Das ist kein „Neuanfang“. Das ist eine Bruchlandung.
Neuwahlen jetzt!
Key Pusttschi schreibt:
Philipp Amthor wechselt als Staatssekretär aus dem Digitalministerium ins Kanzleramt. Gut für das Digitalministerium.
Insgesamt fallen bei der Kabinettsumbildung zwei Dinge auf:
1. Was gestern noch aussah wie eine gelungene und elegante Rochade, wird heute zum ausufernden Fiasko.
2. Merz tauscht seine gesamte eigene Mannschaft im Kanzleramt aus. Offenbar alles Stümper. Alles Idioten außer ihm. Die sind schuld, daß es nicht lief. Er hat es ja gleich gewußt. Diese Versager. Jetzt wird alles in Ordnung kommen.
Der designierte Verkehrsminister wird gewußt haben, warum er ihm absagt.
Martin E. Renner schreibt:
Berliner Personalrochade: Alter Muff statt frischen Windes
Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Geschwindigkeit der Berliner Politikbetrieb arbeiten kann – vorausgesetzt, es geht um Macht, Ämter und persönliche Karrierewege.
Jetzt, wo Jens Spahn weg ist, wird Kanzleramtschef Thorsten Frei an die Spitze der Unionsfraktion wechseln.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken soll dafür das Kanzleramt übernehmen.
Und CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann soll Gesundheitsminister werden.
Damit würde aus dem politischen Parteimanager der oberste Verantwortliche für Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Krankenkassen, Ärzte, Apotheken und die medizinische Versorgung von mehr als 80 Millionen Menschen.
Warum?
Weil gerade ein Stuhl frei geworden ist. Und die Bankrotteurin unseres Gesundheitssystems – Warken – vor immerwährender Schuld befreit werden musste.
+++ Politischer Verschiebebahnhof
Carsten Linnemann mag ein geschickter Parteitaktiker sein. Er versteht die Mechanismen des Konrad-Adenauer-Hauses, kennt die innerparteilichen Abhängigkeiten und weiß, wann Gefolgschaft gegenüber Friedrich Merz gefragt ist und Stiefel geleckt werden müssen.
Eine erkennbare gesundheitspolitische Qualifikation besitzt er hingegen nicht.
Das Gesundheitsministerium wird damit behandelt wie ein beliebiger Verwaltungsposten.
Dabei steht unser Gesundheitswesen vor gewaltigen Problemen: steigende Kassenbeiträge, Klinikdefizite, Pflegenotstand, Ärztemangel und eine Bürokratie, die Ärzte und Pflegekräfte immer stärker von ihrer eigentlichen Arbeit abhält.
Und das alles zu Lasten unserer schuftenden Bevölkerung.
Die sich an unserem „Fürsorgestaat“ sattfressenden Bevölkerungsteilen betrifft das alles nicht.
Unser Land bräuchte an der Spitze dieses Ministeriums einen ausgewiesenen Fachmann, der die Strukturen kennt, den Mut zu grundlegenden Reformen besitzt und sich weder von Lobbyverbänden noch von der Ministerialbürokratie treiben lässt.
Merz liefert dafür seinen Generalsekretär. Ein Wahnsinn sondergleichen!
Aber wen interessiert das in der Berliner Postenrepublik?
Uns wird ein Neubeginn präsentiert, erwarten dürfen wir aber denselben politischen Stillstand.
Ist doch klar, wenn einfach immer nur die eifrigsten Klatschhasen weiter nach oben befördert werden.
Ob Frei, Linnemann oder Warken: Die Schuldenpolitik bleibt.
Ach, und das Klatschäffchen Amthor habe ich noch gar nicht genannt.
Die Brandmauer bleibt.
Die Belastung des Mittelstands bleibt.
Die unkontrollierte Migration bleibt.
Und die politische Missachtung des Wählerwillens bleibt ebenfalls.
+++ Entscheidend ist, wer versorgt werden muss
Merz wollte Deutschland erneuern.
Geliefert hat er die Fortsetzung des alten Parteienstaates: dieselben Köpfe, dieselben Netzwerke, dieselbe Selbstbedienungsmentalität.
Diese politische Kaste verwechselt unseren Staat mit ihrem persönlichen Karriereunternehmen.
Entscheidend ist, wer versorgt werden muss, wer dem Kanzler nützt und wie sich das fragile Machtgefüge der Union erhalten lässt.
Die Posten könnten unter diesen Umständen ebenso gut ausgelost werden.
Posten sind austauschbar. Was zählt, ist der Machterhalt.
Deutschland braucht jedoch Fachleute, die ihre Ressorts beherrschen, und keine Partei-Apparatschiks, die auf dem Berliner Verschiebebahnhof jeweils dort abgestellt werden, wo gerade ein Gleis frei geworden ist.
Ulf Poschardt schreibt:
deutschland wird derart weit unter niveau regiert, dass der weitere abstieg des landes zwangsläufig erscheint.
es kann so nicht weitergehen.
man schämt sich für sein land, auf das man gerne stolz wäre.
…
Wäre Merz einmal nur konsequent gewesen, er hätte sich selbst entlassen.






















