Über den CSD-Attentäter Abdul Ballout und sein Umfeld kommen immer erschreckendere Informationen ans Licht, die das eklatante Behördenversagen, das auch in diesem Fall wieder konstatiert werden muss, noch dramatischer erscheinen lassen. Nach Angaben libanesischer Ermittler haben sich zwei von Ballouts Cousins der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) angeschlossen und seine Tante ist mit einem bekannten Dschihadisten verheiratet. Bei Nachrichten an mutmaßliche IS-Mitglieder soll Ballout angegeben haben, von den beiden Cousins empfohlen worden zu sein, von denen einer als IS-Kämpfer im Irak ums Leben kam. Der andere soll zeitweise inhaftiert worden oder ebenfalls umgekommen sein. Wie eng Ballouts Verbindungen zu seiner Verwandtschaft waren und ob er die beiden Männer überhaupt persönlich kannte, ist derzeit noch unklar, jedenfalls offenbart sich hier aber ein ganzes Islamisten-Nest. Dabei hatte sein im Libanon lebender Vater noch beteuert, die Familie habe rein gar nichts mit der Ideologie des IS zu tun. „Wir sind Schiiten. Wir unterstützen den Islamischen Staat nicht“, sagte er. Sein Sohn habe jedoch die sunnitische Glaubensrichtung geliebt.
Trotz dieses Hintergrundes, und obwohl er selbst bereits wegen der Planung eines Anschlags verurteilt war, befand sich der 2005 als Eltern libanesischer Zuwanderer in Deutschland geborene und deshalb nach irrwitzigem Staatsbürgerschaftsrecht als “Deutscher“ geltende Abdul Ballout auf freiem Fuß und konnte den Anschlag vom Samstag ausführen. Noch wahnsinniger ist die Tatsache, dass sein iranischer Komplize und Beifahrer im Terrorfahrzeug, aus dem heraus Ballout nach Überfahren einer großen Zahl Feiernder mit einer Machete auf Umstehene einzustechen begonnen hatte, kurz nach seiner Festnahme wieder auf freien Fuß gesetzt wurde.
Wohl halslose Gerüchte über Security-Firmengeflecht von gleichnamigen Berliner Sicherheitsunternehmer
Es ist ein neuerlicher Beleg dafür, wie dieser Staat, der die eigenen Bürger wegen Nichtigkeiten kriminalisiert und bis aufs Blut schikaniert, beim Erkennen der wahren Gefahren im Land versagt und seine Vertreter sich nach jedem Terrorakt in Lippenbekenntnissen über Strafverschärfungen ergehen, ohne dass diese je umgesetzt werden. Angesichts solcher Enthüllungen ist es nicht überraschend, dass im Netz die wildesten Spekulationen über angebliche weitere familiäre Verflechtungen Ballouts ins Kraut schießen. Dabei ist jedoch zwischen den erwähnten echten Familienbezügen und frei erfundenen Unterstellungen zwingend zu trennen. So hatten Social-Media-Nutzer vorgestern in Berlin einen Rami Mohamad Ballout ausfindig gemacht, der mehrere Sicherheitsunternehmen betreibt. Prompt wurde der Verdacht geäußert, dass eines oder mehrere davon für die Sicherheit beim CSD verantwortlich war und Ballout auch und gerade deshalb seinen Anschlag durchführen konnte.
Keines dieser Gerüchte hat sich bisher erhärtet; Ballout ist ein relativ häufiger Name im Libanon, und eine bloße Namensgleichheit muss noch lange keine familiären Verbindungen bedeuten. Zwar werden viele Sicherheitsfirmen von Muslimen betrieben und können durchaus als Zufluchtsort für Radikale und Kriminelle dienen, die sich so einen Insiderzugang zu sensiblen Orten verschaffen wollen, und natürlich muss man in Deutschland -und erst recht in Berlin- mittlerweile ohnehin alles für möglich halten; aber eine Bestätigung für diese Vermutungen gibt es bislang nicht. Dass sie sich so schnell verbreiten und weithin unkritisch übernommen werden, zeigt aber auch, dass viele Menschen den offiziellen Verlautbarungen grundsätzlich nicht mehr glauben und bereit sind, unfundierte Behauptungen zumindest potentiell eher für wahr zu halten, als das, was die Politik und die Mainstream-Journaille von sich gibt. (TPL)























