Das Wort “Money”, Geld, begegnet uns USA-Urlaubern ständig. Gewiss, alles hat seinen Preis. Aber will man unbedingt wissen, wie viel der Rasen vor dem Bungalow gekostet hat?
Das Preisschild geht mit auf Reisen
Doch in Amerika begleitet der Preis die Ware bis ins Wohnzimmer. Die neue Nachbarin trägt nicht einfach ein schönes Kleid. Sie trägt ein Kleid für 540 Dollar, sagt sie. Der Rasenmäher habe 1.349 Dollar gekostet, sagt er. Und die Theaterkarte kostete 180 Dollar. Amerikanern selbst fällt das offenbar nicht mehr auf. Der Preis gehört anscheinend zur Geschichte wie Name, Farbe und Uhrzeit. Wer den Preis dazu sagt, erhöht seine persönliche Wichtigkeit, offenbar.
Was ein Mensch am Tag macht
Auch Berufe werden in Dollar erklärt. Ein Computertechniker repariert nicht einfach Rechner. Er „macht“ 830 Dollar am Tag. Damit ist seine Tätigkeit ausreichend beschrieben. Ob er die Rechner wieder zum Laufen bringt oder nur sehr teuer danebensteht, scheint zweitrangig. Der Nachbar hat keinen guten Job. Er macht nur 95.000 Dollar im Jahr. Seine Tochter hat einen erfolgreichen Freund. Der junge Mann macht sogar 120.000. In Deutschland fragen wir, was jemand beruflich macht. In Amerika erfahren wir, was er dabei macht.
Die Eiche kostet 34.800 Dollar
Vor einem Café in Sacramento steht eine mächtige Eiche. Sie wurde vor 80 Jahren gepflanzt. Ihre Krone spendet Schatten. Und sie sei 34.800 Dollar wert, sagt unser amerikanischer Freund. Ernsthaft. Die Nachrichten berichten über Trumps Flugzeug. Sofort erfahren wir seinen Wert: 100 Millionen Dollar. Danach folgen die Kosten einer Flugstunde von 20.000 Dollar. Das Wichtigste scheinen diese Nebensächlichkeiten zu sein.
Häuserpreise in den Nachrichten
Schon 1975 fiel dem Autor dieser Zeilen in Kalifornien auf, dass über steigende Immobilienpreise in den Tagesnachrichten berichtet wurde, wie über den Wetter- und, man staune, den Erdbebenbericht.
0,95 Euro pro Liter Benzin
Wir würden vor Freude Luftsprünge machen, doch in den USA ist das Benzin umgerechnet für weniger als die Hälfte als bei uns zu haben.
Auch ein toter Soldat kostet umgerechnet 2 Millionen Dollar
Rund 550.000 russische und ukrainische Soldaten sind inzwischen gefallen. Teilt man die Billionen dieses Krieges durch die Zahl der Toten, kommt jeder auf rund zwei Millionen Dollar. Das Preisschild hängt nur nicht mehr an der Uniform. Zahlen lügen nicht.























