Vor dem Landgericht Hannover wird sich bald ein der SPD angehörender, 63-jähriger Richter wegen des Besitzes von Kinderpornografie verantworten müssen, wie “Bild“ berichtet. Auf fast 40 Festplatten, Datensticks und Laptops sollen vor fast zwei Jahren unfassbare 1,7 Millionen (!) Dateien gefunden worden sein, in denen Kinder sexuell schwer missbraucht werden. Der Richter ist langjähriger SPD-Politiker, saß zuletzt in der Bundesschiedskommission der Partei, gehörte auch etlichen anderen Gremien an, kandidierte für den Thüringer Landtag und saß unter anderem im Thüringer Verfassungsgerichtshof.
Die Zerschlagung eines internationalen Pädophilenrings führte dazu, dass man ihm auf die Spur kam. Auf „Bild“-Anfrage“ wollte das thüringische Justizministerium nicht mitteilen, ob er wegen der Vorwürfe vom Dienst freigestellt wurde. Auch er selbst will sich nicht dazu äußern. Bis zur möglichen Hauptverhandlung befindet der Mann sich auf freiem Fuß, da angeblich keine Haftgründe vorliegen. 1,7 Millionen Dateien, auf denen Kinder bestialisch geschändet werden, sind in diesem Land kein Haftgrund mehr, falsche Corona-Impf- und Maskenatteste aber schon.
Skandal zur Unzeit für die bröckelnde SPD
Diese trugen Ärzten sogar mehrjährige Haftstrafen ein. Auch das zeigt wieder, welche Maßstäbe die Justiz anlegt. Ein Richter, der sich eines schweren und auch noch besonders widerlichen Verbrechens schuldig gemacht hat, steht knapp zwei Jahre, nachdem das kinderpornografische Material bei ihm sichergestellt wurde, noch immer nicht vor Gericht.
Für die SPD kommt dieser ungeheuerliche Skandal zur völligen Unzeit. Das Letzte, was die schwindsüchtige Partei jetzt gebrauchen kann, ist auch noch ein Pädophilen-Skandal um einen ihrer Richter, der tief in ihren Gremien verwurzelt ist und sogar für einen Landtag kandidierte. Wenn derartige Verbrechen natürlich auch nichts mit der SPD an sich zu tun haben, wirft dieser Fall eines prominenten Mitglieds doch auch moralische Fragen auf, die an der Partei hängenbleiben und den desolaten Gesamteindruck, den sie macht, noch verstärken. (TPL)























