Das große Sterben geht weiter... wenn man Deutschlands Panikbehörden glaubt (Foto: GROK/Collage)
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Gestern Coronatote, heute Hitzetote: Bullshit-Bingo mit “Inzidenzen“ beim RKI

Das Robert-Koch-Institut (RKI), das sich während des Corona-Wahns durch seine Unterwürfigkeit gegenüber der Politik um jegliche Glaubwürdigkeit gebracht hat, macht sich nun erneut lächerlich, indem es völlig aberwitzige Schätzungen über vermeintliche „Hitzetote“ veröffentlicht. Nicht weniger als 9.800 sollen es bis zum 19. Juli gewesen sein, mehr als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016. Allein in der letzten Juniwoche fielen angeblich 4.300 Menschen der Hitze zum Opfer.

In Wahrheit gibt es für diese Zahlen nicht die geringste seriöse Grundlage. Es handelt sich um bloße Hochrechnungen und Schätzungen. Das RKI räumt selbst ein, dass Hitze nur sehr selten unmittelbar zum Tod führt. In den meisten Fällen sei es eine Kombination aus hohen Temperaturen und bereits bestehenden Vorerkrankungen wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungen- oder Nierenerkrankungen. Genau wie bei Corona ist es also schlicht unmöglich, festzustellen, wer an den Folgen der Hitze oder lediglich an einem heißen Tag aus anderen Gründen gestorben ist. Und ebenfalls genau wie bei Corona sind vor allem alte und kranke Menschen stärker gefährdet, durch die Hitze zu Tode zu kommen, weil sie ihre geschwächte Konstitution mehr oder weniger stark belastet – aber das ist nun wahrlich keine medizinische Neuigkeit, sondern seit Jahrtausenden bekannt. Deshalb ist es absolut sinnlos, wenn das RKI irgendwelche Todeszahlen herbeirechnet, für die es keinen Beleg gibt und auch nicht geben kann. Trotzdem werden diese Zahlen in sämtlichen Medien vermeldet. Damit wird der grundfalsche Eindruck erweckt, die Menschen würden wegen der Hitze, die für den Hochsommer völlig normal ist, sterben wie die Fliegen. „Eine weitere Hitzewelle läuft aktuell, die entsprechend noch weitere Todesopfer fordern dürfte“, raunt „Bild“ in unverantwortlicher Weise.

“Sprunghafter Anstieg“

Auch für die Politik dienen die dubiosen RKI-Zahlen natürlich als willkommener Vorwand für neues Klimaschutz-Geschrei. Bernhard Pepperl, der wissenschaftspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, erklärte dazu, es sei keine vier Wochen her, dass für Baden-Württemberg 790 sogenannte Hitzetote gemeldet worden seien – nun sollen es bereits 1.870 sein. Gerade dieser sprunghafte Anstieg zeige, „wie dringend zwischen naturwissenschaftlicher Messung und statistischer Modellierung unterschieden“ werden müsse. Diese Menschen seien nicht als 1.870 eindeutig diagnostizierte Hitzetote gezählt worden. Vielmehr schätze das RKI anhand von Sterbefallzahlen und Temperaturdaten, wie viele Todesfälle ohne Hitze vermutlich nicht eingetreten wären. Auf den Totenscheinen sei Hitze meist überhaupt nicht als Todesursache vermerkt. Das mache das Modell nicht wertlos, seine Ergebnisse sein jedoch Schätzwerte und keine naturwissenschaftlich einzeln nachgewiesenen Kausalitäten. Wer Wissenschaft ernst nehme, nenne „Unsicherheiten, Annahmen und statistische Bandbreiten, statt einen Modellwert als exakte Totenzahl zu präsentieren“, so Pepperl weiter

Hitze sei für ältere und vorerkrankte Menschen zweifellos gefährlich. Die vernünftige Antwort laute deshalb: „gekühlte Krankenhäuser und Pflegeheime, Verschattung, Trinkwasser und gezielter Schutz gefährdeter Personen“. Klimapolitischer Alarmismus schütze keinen einzigen Bewohner eines überhitzten Pflegezimmers. „Wissenschaft beginnt mit Differenzierung – nicht mit der größtmöglichen Schlagzeile“, so sein Fazit. Damit bringt er die Methoden des RKI und ihre politisch-mediale Verwurstung sachlich auf den Punkt. Es ist ein Skandal, mit welcher Skrupellosigkeit hier grundlose Ängste geschürt werden – und das auch noch in einer Zeit, in der die Menschen wahrlich genug reale Probleme haben, die sie denselben Politikern verdanken, die nun wieder diese unseriösen Todeszahlen für sich ausschlachten. (TPL)

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