Die CDU-Führung sollte ihrem Mann vor Ort in Sachsen-Anhalt Sven Schulze bis zur Landtagswahl im September Auftrittsverbot erteilen, denn mit jeder weiteren Show-Einlage des Noch-Ministerpräsidenten wird die AfD auch weitere Prozentpunkte dazu gewinnen. Auch wenn sie selbst gar nichts dafür machen muss, außer ein paar Parfümproben zu verteilen.
Der legendäre Auftritt mit dem leidenschaftlichen Israel-Hasser Didi Hallervorden war die Krönung bislang. Die Show hat dermaßen vom Hocker gerissen, dass sich Sven Schulze anschließend von seinem Wahlkämpfer distanzieren musste.
Hallervordens linksextreme und islamistische These vom „Völkermord in Gaza“ und sein Hass auf den „Kriegsminister“ Boris Pistorius waren auf jeden Fall für die CDU-Führung zu viel, sodass Sven Schulze pflichtgemäß zurückrudern musste und den peinlichen Auftritt mit „Kunst- und Meinungsfreiheit“ begründete.
Aber warum ist Schulze dann nicht gleich mit Uwe Steimle aufgetreten, der ist im Osten beliebter als Didi. Oder reicht die Meinungsfreiheit der CDU-Leute doch nicht ganz so weit?
Peinlich auch seine Radtour. Die „Zeit“ schreibt:
Sven Schulze, CDU-Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt, macht eine Radtour durch sein Bundesland. Das Ziel: verhindern, dass die AfD die Macht übernimmt.
Wie kann man mit dem Rad die AfD verhindern, wenn deren Spitzenkandidat Ulrich Siegmund gleichzeitig mit seiner Simson auf Tour geht und eine gigantische Schlange AfD-Fans hinter sich herzieht?
Wenn der einzige Punkt im Wahlprogramm von Schulze und seiner CDU ist, die AfD zu verhindern, während sein Herausforderer Siegmund endlich Politik machen möchte, die die Sorgen und Nöte der Bürger ernst nimmt, wird das wohl auch nichts mit einem Wahlsieg, gelle?
Noch lächerlicher macht sich Sven Schulze, wenn er sich gemeinsam mit seinen Parteigenossen und Berufskollegen Michael Kretschmer (Sachsen) und Mario Voigt (Thüringen) gegen die Rentenreform der Bundesregierung stellt (und Herr Schulze diese dann nach der Wahl doch abnicken wird)
Wer soll auf so ein billiges Wahlkampfmanöver eigentlich noch reinfallen? Sven Schulze hat noch vor wenigen Wochen, diese Rentenreform explizit begrüßt (Quelle: Apollo News).
Vielleicht sollten die Wahlkampfmanager von Sven Schulze den Herren als leidenschaftlichen Corona-Maßnahmen-Kritiker verkaufen. Sowas kommt bei den renitenten Ossis bestimmt gut an und Material dazu hätten sie genug:
Quelle: CDU
Sven Schulze ist so glaubwürdig wie ein Hütchenspieler. Ein weiteres Beispiel:
Jessie hat die passende Antwort parat:
„Es grenzt an politischen Zynismus, wenn Vertreter der CDU – einer Partei, die über Jahre hinweg aktiv an der Aushöhlung der Meinungsfreiheit mitgewirkt und unliebsame Positionen systematisch diskreditiert, kriminalisiert oder ausgegrenzt hat – kurz vor Wahlen plötzlich das Hohelied der freien Urteilsbildung und des offenen Streits anstimmen. Herr Schulze erklärt den Bürgern Sachsen-Anhalts, man könne ihnen zutrauen, selbst zu urteilen, und Demokratie lebe vom Widerspruch. Eine Binsenweisheit, die aus dem Munde jener, die denselben Widerspruch lange bekämpft haben, besonders hohl klingt. Für mich ist diese späte Bekehrung weder glaubwürdig noch entschuldbar. Die CDU hat an den Fundamenten einer offenen, streitbaren Gesellschaft erheblichen und nachhaltigen Schaden angerichtet. Dieser Schaden ist unverzeihlich. Ich werde dieser Partei daher niemals wieder eine Stimme geben. Ob sie politisch versinkt, ist mir vollkommen gleichgültig.“
Wir wünschen Sven Schulze auf jeden Fall viel Glück und Spaß im Schoße der SED 2.0.
Wie einfallslos die Wahlwerbung der CDU ist, zeigt auch dieses Plakat:

Diese Partei hat offensichtlich kein Programm und Herr Sturm schämt sich sogar für seine Partei.
Warum nur nimmt sich die CDU nicht ein Beispiel am so erfolgreichen Koalitionspartner. Der zumindest denkt weit in die Zukunft und hofft auf Wählernachschub aus Ceuta: