Nach dem Anschlag ist vor dem Anschlag: Während der Michel weiter von den Sommerferien, Biergärten und der Bundesliga träumt, werden anderweitig unermüdlich die Strippen gezogen, wenn es um den gesellschaftlichen Umbau oder den nächsten Terroranschlag geht. In den westfälischen Städten Höxter und Bottrop sind der Polizei nun zwei Iraker im Alter von 29 und 46 Jahren ins Netz gegangen, die in Verbindung mit einer terroristischen Organisation stehen. Unweigerlich kommt auch hier das Wort „Islamisten“ ins Spiel und die Vermutung ist auch in diesem Falle nicht ganz falsch, zumal abermals Kontakt zum IS besteht.
Das Bundeskriminalamt brachte die Ermittler auf die Spur der beiden Moslems, die sich an bewaffneten Kampfhandlungen in den Jahren 2015 und 2016 beteiligt hatten, bei denen es sogar Tote und Verletzte gab. Eine behördliche Überwachung bei akut schwerem Terrorverdacht war bereits erfolgt. Die Namen der beiden waren zudem auf einer neuen IS-Liste aufgetaucht.
Mitleid und Erinnerung
Derzeit sind in Nordrhein-Westfalen 182 Personen als Gefährder eingestuft, 165 davon im Bereich der religiösen Ideologie. 90 Prozent aller derzeitigen Gefährder werden dem Islamismus zugeschrieben. Parallel dazu wurde im Rahmen des CSD-Anschlags in Berlin ein seltsamer Opferkult betrieben: So sollen eine Sitzbank in Regenbogenfarben und ein neu eingepflanzter Baum für Mitleid und Erinnerung sorgen.
Hätte es im Falle von nur einem muslimischen Toten gleich ein Konzert mit Grönemeyer und Feine Sahne Fischfilet nebst herzerweichenden „Say their Names“-Aktionen und Schweigeminuten im Bundestag gegeben, so wurde hier ein im Zeichen des Anschlags in Mitleidenschaft gezogener Baum gegen einen Neuen ersetzt, an dem die Passanten künftig Fotos, Beileidsbotschaften und Teddybärchen anbringen können. Bizarr, dass sich die Gay-Community damit auch noch selbst verhöhnt und gleichzeitig wundert, warum sie nirgends akzeptiert wird. (TPL)























