Ein Bundestagsabgeordneter bei der Arbeit! (Foto: Durch aslysun/Shutterstock)
[html5_ad]

Wird in der CDU-Bundestagsfraktion zu viel gesoffen, oder zu viel kassiert?

Die Gier bringt noch mal die Menschheit um.

Mitarbeiter von CDU-Abgeordneten haben tatsächlich Geld für die Teilnahme an einer Umfrage erhalten, bei der politische Auskünfte gegeben wurden. Nach Berichten von Anfang August 2026 (u. a. Bild und t-online) haben mehrere Beschäftigte von CDU-Bundestagsabgeordneten an einer bezahlten Online-/Interview-Umfrage der US-Marktforschungsfirma Mavrix Research teilgenommen.
Dabei ging es um Details zu politischen Prozessen bei der Regulierung und Besteuerung von Alkohol, persönliche Einstellungen und Bewertungen von Werbung. Sie erhielten dafür bis zu etwa 240 Euro (275 US-Dollar, per PayPal) und zusätzliche Beträge für die Vermittlung weiterer Kollegen. Kontaktiert wurden sie über LinkedIn; der eigentliche Auftraggeber der Umfrage blieb unklar.
Das wurde kritisiert: Lobbycontrol nannte es unethisch und einen möglichen Missbrauch der Rolle, da Mitarbeiter Zugang zu sensiblem Wissen und Kontakten aus dem parlamentarischen Umfeld haben. Auch aus den Reihen der Union (z. B. Roderich Kiesewetter) und von Oppositionspolitikern kam Kritik, teilweise mit Verweis auf Sicherheitsrisiken durch intransparente ausländische Akteure. Solche Vorgänge werfen natürlich Fragen zur Transparenz und zu Nebenbeschäftigungen im parlamentarischen Umfeld auf.
Julian Reichelt dazu:
Für ein paar Flaschen Feuerwasser kann man offenbar die Mitarbeiter von CDU-MdB kaufen. Aus meiner Sicht eine riesige Geschichte und ein riesiger Skandal.
Das Entsetzen ist auf jeden Fall groß.
Heulicher schreibt:
Aus der CDU kommen ständig unbewiesene Vorwürfe des Landesverrat an die AFD. Dabei sind die eigenen Mitarbiter mit Kleinstbeträgen bestechlich. Möchte gar nicht wissen was die alles verraten wenn man ihnen viel Geld gibt!
Michaela schreibt:
Ich denke mittlerweile ist jeder Politiker, egal welcher Couleur, käuflich. Egal für welche Zwecke auch immer!
Stefan Bachmann mit ein paar Infos:
Ja das sind „Experteninterviews“, die man bei LinkedIn macht. Dahinter stecken Agenturen (UK, Zypern), die das für große Beratungen, PE o. Lobbygruppen organisieren. Geht um Market Insights. 1st hand Info. Man muss aber immer Compliance Fragebogen ausfüllen. Die Verbindungen zu Politik muss man aber normal angeben. Also spannend. PS: Je mach Position/Thema kann man auch 500€ pro Stunde Call verlangen.
Riposte schreibt:
Mitarbeiter von MdBs, die auf eine LinkedIn-Anfrage (PayPal-Zahlung, Bonus Anwerbung Kollegen) reagieren und Auskunft geben, haben das Mindeste an professioneller Sorgfalt verfehlt. Es ist vollkommen egal, von wem diese Anfrage kommt und welche Fragen gestellt werden.
Vielleicht gibt es ja bald auch eine Umfrage bei den Mitarbeitern anderer Bundestagsabgeordneter aus Kolumbien.
image_printGerne ausdrucken

Themen