Linksradikale Zeitgeistexzesse in der Union: Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört (Symbolbold:jouwatch/Collage)
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Abgekartetes Spiel verdichtet sich: Linken-Chef Pantisano schließt Unterstützung für CDU in Sachsen-Anhalt nicht aus

Na sowas aber auch: In Sachsen-Anhalt nimmt das Konturen an, was von vornherein abzusehen war: Dass die völlig schmerzfreie CDU im Zweifel mit den Kommunisten paktiert, um einen AfD-Ministerpräsident Siegmund zu verhindern. Keinen Monat vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat der Co-Vorsitzende der Linken, Luigi Pantisano, eine mögliche Unterstützung seiner Partei für den amtierenden CDU-Ministerpräsidenten Sven Schulze nicht ausgeschlossen. Im ZDF-Sommerinterview der Sendung „Berlin direkt“ betonte Pantisano, die Linke habe in den vergangenen Jahren Verantwortung übernommen – etwa in Thüringen und Sachsen –, um eine AfD-Regierung zu verhindern.

Inhalte spielen keine Rolle mehr, nur noch Kartellbildung gegen die Opposition: „Es geht vor allem darum, eine AfD-Regierung zu verhindern“, sagte Pantisano. Die Frage sei nun, ob Schulze angesichts der Umfragen bereit sei, Verantwortung zu übernehmen. Aktuelle Erhebungen (Infratest dimap Ende Juli und INSA) sehen die AfD bei rund 41 Prozent klar vorn, die CDU bei 24 Prozent und die Linke bei 13 bis 14 Prozent. SPD und Grüne liegen nahe der Fünf-Prozent-Hürde. Damit könnte Schulze für eine Wiederwahl als Ministerpräsident auf Stimmen der Linkspartei angewiesen sein, falls die bisherige Koalition aus CDU, SPD und FDP keine Mehrheit mehr erreicht. Die CDU schließt eine Zusammenarbeit mit der AfD ebenso aus wie mit der Linken – gestützt auf den bundesweiten Unvereinbarkeitsbeschluss von 2018. Schulze selbst hat mehrfach betont, er werde sich „nicht abhängig machen“ von AfD oder Linken und notfalls eine längere Phase ohne Ministerpräsidenten-Wahl in Kauf nehmen.

Union und Linke: Beide völlig schamlos

Pantisanos Aussagen knüpfen an frühere Positionen der Linken an. Ex-Parteichef Jan van Aken hatte eine formelle Koalition oder Tolerierung abgelehnt, aber eine „konstruktive Opposition“ in Aussicht gestellt: punktuelle Unterstützung einer CDU-geführten Minderheitsregierung unter der Bedingung, dass keine Mehrheiten mit der AfD gesucht werden und einzelne Linken-Forderungen erfüllt sind – analog zu Praktiken in Sachsen und Thüringen. Auch die sachsen-anhaltische Spitzenkandidatin Eva von Angern signalisiert Offenheit, um „rechte Mehrheiten“ zu verhindern, betont aber inhaltliche Distanz bei Migration und Sozialstaat.

Innerhalb der CDU gibt es “Nuancen”: Landesvize André Schröder hält “Einzelfall-Abstimmungen” für denkbar, während ehemalige Landeschefs vor einer Annäherung an die Linke warnen. Was wirklich passiert: Die völlig schamlose Union hat überhaupt keine Prinzipien und Berührungsängste mehr. Pantisano, der vor seiner Wahl zum Parteichef im Juni 2026 der CDU „faschistische Politik“ vorgeworfen und sich dafür entschuldigt hatte, betont nun die gemeinsame Verantwortung demokratischer Kräfte. Mehr Heuchelei geht nicht. Angesichts dieser Taktierereien ist nun erst recht klar, dass die einzige demokratische und bürgerlich-vernunftpolitische Lösung für das Land und die politischen Weichenstellungen in Deutschland eine absolute Mehrheit der AfD ist. Die CDU ist unzählbar, wenn sie wirklich mit den Linken zusammengehen sollte. So oder so: Die Wahl am 6. September dürfte die politischen Verhältnisse im Land neu sortieren. (TPL)

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