Wie DB Regio mitteilt, gab es in den Regionalzügen der Deutschen Bahn (DB) im ersten Halbjahr 989 Übergriffe auf das Zugpersonal. Darunter fallen 781 Fälle von leichter Körperverletzung, wie Schubsen oder Spucken; 22 Fälle von schwerer und 185 Fälle von versuchter Körperverletzung. Diese Zahlen zeige, welchem Spießrutenlauf die Bahnmitarbeiter jeden Tag ausgesetzt sind. „Wir tun alles, um die Sicherheit unserer Mitarbeitenden bei Kontrollsituationen zu erhöhen und mit der verstärkten Personalpräsenz auch brenzlige Situationen besser deeskalieren zu können“, beteuerte DB Regio-Chef Harmen van Zijderveld und kündigte an, dass die Tonaufzeichnung von Bodycams in einem ersten Schritt in der Region Rhein-Neckar-Pfalz ab spätestens 1. Oktober für zwei Monate getestet würde. Das wird den Betroffenen jedoch wenig nützen, wenn sie erst einmal in eine Gefahrensituation geraten, zumal die Klientel, die auch hier wieder vor allem für diese allgegenwärtige Gewalt verantwortlich ist, sich von so etwas garantiert nicht einschüchtern lässt.
Kaum im Amt, bestätigte der neue Verkehrsminister Steffen Bilger, dass er die politische Vertuschungsphraseologie bereits perfekt beherrscht. „Wir dürfen angesichts dieser gesamtgesellschaftlichen Entwicklung nicht in Schockstarre verfallen, sondern müssen gemeinsam besonnen, aber entschlossen gegensteuern“, schwadronierte er und stellte fest, Sicherheit im Zug sei eine Grundvoraussetzung für einen funktionierenden öffentlichen Verkehr.
“Aggression ausleben”
Dieses Bekenntnis dürfte die Mitarbeiter, die jeden Tag jederzeit damit rechnen müssen, von einem -in der Regel- migrantischen Fahrgast angegangen zu werden, weil dieser entweder keine Fahrkarte hat oder einfach grundsätzlich das Bedürfnis hat, seine Aggressionen auszuleben, kaum beruhigen. Im Februar bezahlte ein Schaffner in Rheinland-Pfalz dieses neue deutsche Normal mit seinem Leben. Alle Bahn-Beschäftigten mit Kundenkontakt im Regional- und Fernverkehr sowie an den Bahnhöfen tragen inzwischen Bodycams, Zugbegleiter erhalten auch noch stichfeste Westen, für alle Mitarbeiter im Kundenbetrieb soll es zudem einen Notfallknopf geben. Das alles für Bahnpersonal, eine Tätigkeit, die in den letzten Jahren zum Hochrisikojob geworden ist. „Die Zahlen belegen, was unsere Mitarbeitenden nahezu täglich erleben: Sie werden beschimpft, bespuckt, geschlagen und getreten. Das ist umso trauriger, wenn man weiß, mit welcher Leidenschaft sie ihren Beruf ausüben und leben“, klagte van Zijderveld.
Warum das so ist, sagten er und Bilger aber wieder einmal nicht. Das Mittel gegen diese unhaltbaren Zustände sind nicht immer mehr Sicherheitsmaßnahmen und Personal, sondern endlich die vielbeschworene Migrationswende. Die Täter müssen aus diesem Land entfernt werden und es dürfen keine neuen hinzukommen. Dies ist die einzige Lösung – nicht nur bei der Bahn, sondern auch in unzähligen weiteren gesellschaftlichen Bereichen. (TPL)























