In Ceuta geht nicht nur die Geduld der Anwohner, sondern auch die der Stadtregierung der spanischen Enklave zur Neige. Während linke Journalisten – auch und vor allem beim deutschen gebührenfinanzierten Haltungsfunk (wie etwa im ARD-“Weltspiegel”) – durch selektive Auswahl von Bildern und Interviewpartner rührselige Schmonzetten von nach Arbeit, Selbstverwirklichung durch Leistung, Bildung und Liebe dürstenden “verzweifelten jungen Menschen” für ihr sediert-vertrotteltes Gutmenschenpublikum an den heimischen Glotzen malen, ist die Realität wieder mal eine völlig andere. Auch anderthalb Wochen nach der Invasion zehntausender Migranten aus Marokko herrscht weiterhin das nackte Chaos. Von Normalität kann überhaupt keine Rede sein kann, nachdem es zu Geschäftseinbrüchen, Gewaltakten und Vergewaltigungen teils unter 14-jähriger Mädchen kam und noch immer viele tausend Migranten in der Stadt, am Strand und in den Wäldern herumlungern. Etliche hausen in Baracken und versuchen, sich Zugang aufs spanische Festland und damit nach Europa zu verschaffen.
Daher hat nun Juan Jesús Vivas, der Präsident von Ceuta, die längst überfällige Internierung und notfalls auch gewaltsame Ausweisung der Eindringlinge in ihre Herkunftsländer oder nach Marokko, das den meisten dieser Glücksritter den Weg Richtung Ceuta gewiesen hatte, eingefordert. Die Lage vor Ort sei „unhaltbar“ und „inakzeptabel“, so Vivas, die Einheimischen trauten sich nicht mehr auf die Straßen, Feste und öffentliche Anlässe müssten abgesagt werden und es herrsche Ausnahmezustand. Die Bewegungsfreiheit der verbliebenen Migranten müsse deshalb „eingeschränkt werden, bis ihre Abschiebungen bearbeitet und abgeschlossen sind“. Es brauche nun dringend einen staatlichen Plan, der darauf abziele, “in Ceuta wieder Normalität herzustellen“.
Begleitscheinungen einer unregulierten Invasion
Die sozialistische spanische Regierung unter Pedro Sánchez, der gerade auf Lanzarote Luxusurlaub macht, behauptet, es befänden sich noch “knapp 2.000 Migranten” in Ceuta; externe Beobachter und Vivas selbst gehen jedoch eher von mindestens 8.000 bis 11.000 aus, die meisten Schwarzafrikaner oder Flüchtlinge aus Sudan, Somalia oder nahem Osten und so gut wie alle Muslime, mit einer unbekannten Zahl von gewaltbereiten Dschihadisten darunter. Statt auf Vivas Hilfeschrei einzugehen, versicherte der für die Beziehungen zu den Regionen des Landes zuständige spanische Minister Ángel Víctor Torres der Bevölkerung Ceutas zynisch-hinhaltend, dass die Zahl der Polizisten und Soldaten in der Exklave nochmals erhöht worden sei. Das nützte jedoch augenscheinlich wenig bis gar nichts – da die Bewohner der 84.000-Einwoher-Stadt weiterhin in permanenter Angst vor marodierenden Migranten leben. Doch wie man dies auch in Deutschland kennt, kümmert das Wohl der eigenen Landsleute die linken Regierung einen feuchten Kehricht: Torres vergaß denn auch nicht klarzustellen, dass die Zusammenführung minderjähriger Migranten mit ihren Familien “höchste Priorität” habe. Die Sicherheit von Ceuta ist offenkundig also zweitrangig.
Was sich dort abspielt, ähnelt den durch die merkelinduzierte Massenmigration in Europa über längere Zeiträume und einen größeren räumlichen Rahmen abspielenden Entwicklungen wie unter dem Brennglas: Die “Bedingungen des Zusammenlebens“ werden dort viel heftiger, schneller und verdichteter ausgetragen und die Begleitscheinungen einer unregulierten Invasion schlagen voll durch: So breiten sich inzwischen Seuche und Krankheiten, wie Tuberkulose und Hepatitis aus; die völlig überforderte Ärzteschaft in Ceuta warnte in einem Brandbrief an das Gesundheitsministerium vor einer “katastrophalen Lage” und fordert eine sofortige Reaktion. Ärzte und Mitarbeiter des Krankenhauses hätten Patienten behandelt, ohne nach dem Aufenthaltsstatus zu fragen, doch der derzeitigen hohen Belastung könne nicht dauerhaft standgehalten werden. Es sei nicht genug, „die Krise aus der Distanz zu bewältigen“, hieß es dort. Wegen Überfüllung und mangelnder Hygiene könne es zur Verbreitung von Krankheiten kommen.
Der Mythos vom “Grundrecht auf Migration“
Die beiden Tage des Migrantenansturms und das Totalversagen der spanischen Regierung davor und danach haben also genügt, um eine blühende Stadt in einen Seuchenherd zu verwandeln und sie in vorzivilisatorische Zustände zurückzukatapultieren, und es wird nun immer deutlicher, warum Marokko – von seinen irredentistischen Provokationsabsichten ganz abgesehen – es gar nicht abwarten konnte, seine Gefängnisse und Flüchtlingslager in Richtung EU zu entleeren, denn obwohl es sich um Glaubensbrüder handelt, will kein halbwegs zivilisierter Staat diesen prekären gesellschaftlichen Bodensatz im eigenen Land haben. Da Europas transformationsgeile und kulturell suizidale Dekadenzpolitiker jedoch nicht genug von diesen Fackelträgern der “Vielfalt“ bekommen können um sich in ihrem pseudohumanitären Moralgewichse selbst zu erleuchten, ist diese Krise nicht nur folgerichtig, sondern sie dürfte auch erst der Auftakt für weitere Belagerungen gewesen sein. In den sozialen Medien kursiert bereits das Datum 15. August für den nächsten Ansturm auf Ceuta. Sollte es dazu kommen, könnte dies der seit 500 Jahren spanischen Stadt endgültig den Rest geben – während Europa diesem Irrsinn tatenlos zuschaut und die Linkspartei, die künftigen Premium-Partner der Post-Merkel-CDU, schonmal die pauschale Aufnahme aller Ceuta-Flüchtlinge forderten.
Was hier völlig aus dem Blick gerät (ähnlich wie schon in der deutschen Geisterdebatte um einen hypothetischen Schießbefehl gegen Flüchtlinge an den Grenzen 2015, die zu einer der ersten Großkampagnen gegen die noch junge AfD geriet), ist die eigentlich jahrtausendelang unhinterfragte, weil selbstverständliche und für den Erhalt von Gesellschaften und Staatsordnungen überlebensnotwendige Praxis eines robusten Grenzschutzes. Die seit etwa 20 Jahren von linken NGOs und Thinktanks in die Köpfe gehämmerte irrigen Annahme, es gäbe ein “Grundrecht auf Migration“ und jeder hätte Anspruch darauf, in jedem beliebigen Land Aufnahme zu finden, ist eine anarchische Volte des permanenten Rechtsbruchs, für die weder das menschliche Normalempfinden noch Juristen jemals Verständnis gehabt hätten.
Edle Wilden beklatschen
Das hohe zivilisatorische Gut des unter klar definierten Bedingungen gewährten Asylrechts wurde dem genauen Gegenteil einer beliebigen Massenzuwanderung geopfert, die wie ein Naturrecht und Naturgesetz hingenommen werden müsse. Nicht ist falscher und tödlicher für entwickelte Gesellschaften. Eigentlich müsste es eine Selbstverständlichkeit sein, dass illegale Migranten in jedem Rechtsstaat umstandslos interniert und dann abgeschoben werden – weil diese Art des gewaltsamen Eindringens nie und nimmer gebilligt werden darf, zumindest nicht wenn sichere Drittstaaten dazwischenliegen oder vom Ursprungsland keine Bedrohung für Leib und Leben ausgeht. Weder die in den letzten elf Jahren nach Deutschland gelangten Flüchtlinge noch die Ceuta-Migranten hätten unter diesen Umständen je aufgenommen werden dürfen. Doch seit Angela Merkels Willkommenswahn von 2015 hat es sich eingebürgert, dass zunächst einmal die Wünsche der Migranten im Mittelpunkt stehen und von den Medien abgefragt werden, während sich eine bis zum Wahnsinn naive europäische Gutmenschenelite selbst dabei berauscht, die edlen Wilden zu beklatschen, sie mit Teddybären zu bewerfen, mit einer kompletten Asylindustrie und Migrationsinfrastruktur zu umsorgen und sich in ihrer vermeintlichen Humanität zu suhlen.
Was jedoch dringend und zwingend in die Köpfe zurückmuss: Illegale Einwanderung ist zunächst einmal eine Straftat. Und so muss sie auch behandelt werden – in Deutschland wie in Spanien. (DM)























