Werden jetzt auch die Grünen bald verboten? (Satire-Bild:Grok)
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Grüner grölte “Ausländer raus!“: Wo bleibt das Verfassungsschutzgutachten?

Nun haben selbst die Grünen ihren Nazi-Skandal in den eigenen Reihen. Kürzlich wurde ein drei Jahre altes Video bekannt, das ihr 23-jähriges Mitglied David Possenriede dabei zeigt, wie es zur Musik von Gigi D’Agostino mehrmals „Ausländer raus“ grölt – genau wie die zu Unmenschen erklärten Jugendlichen auf Sylt vor zwei Jahren. Die Grünen gehörten damals zu denen, die aus dieser Nichtigkeit eine Staatsaffäre machten. Nun trifft es einen von ihnen. Possenriede kandidiert für den Stadtrat in Damme und den Kreistag im Landkreis Vechta bei der niedersächsischen Kommunalwahl, die bundesweites Interesse auslöst, weil auf Betreiben von SPD-Innenministerin Daniela Behrens AfD-Kandidaten völlig willkürlich davon ausgeschlossen werden.

Nach dem Skandal um Possenriede haben die Grünen, die sich ohnehin -und zu Recht- dem Dauervorwurf der Heuchelei und Doppelmoral ausgesetzt sehen, die Reißleine gezogen. Nach einer Krisensitzung entzogen sie ihm jegliche aktive Wahlkampfunterstützung. Seine Mitgliedschaft lässt er ruhen – im Wahlkampf zumindest.

Everybody is a Nazi

Die Erklärung, es habe sich um eine scherzhafte Auseinandersetzung zwischen jungen Leuten gehandelt, hinter der keine fremdenfeindliche Gesinnung gestanden habe, ließ man nicht gelten. „Für rassistische Parolen und menschenfeindliche Äußerungen gibt es bei uns keinen Platz – unabhängig davon, von wem sie geäußert wurden“, teilte die Partei mit. Eine im Video getätigte rassistische Äußerung werde „durch jugendliches Alter, Unüberlegtheit oder Alkoholkonsum nicht entschuldigt oder relativiert“. Von Kandidaten für ein öffentliches Mandat erwarte man, dass sie diese Haltung glaubwürdig vertreten und jederzeit für die gemeinsamen Werte einstehen. Possenriedes Name könne gemäß geltendem Wahlrecht jedoch nicht mehr vom Stimmzettel entfernt werden. Somit bleibt er am 13. September wählbar.

Dieser Vorfall zeigt, dass selbst Links-Grüne hin und wieder gegen die Nazi-Hysterie ihrer Parteien aufbegehren, wenn sie sich unbeobachtet glauben. Possenriedes Verhalten ist sicher kein Einzelfall. Fast alles, was man der AfD jetzt als angeblichen Rassismus unterstellt, kommt bei den Altparteien mindestens ebenso oft oder öfter vorkommt, man denke nur an die ständigen Hakenkreuze Schmierereien. Wenn der Verfassungsschutz hier einmal eines seiner berüchtigten Gutachten erstellen würde, wären wohl kaum Unterschiede zu dem erkennbar, was der AfD vorgeworfen wird. (TPL)

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