Laut einer aktuellen INSA-Umfrage liegt die AfD in Sachsen-Anhalt weniger als einen Monat vor der Landtagswahl bei 42 Prozent, zwanzig Punkte vor der regierenden CDU. Die Linke kommt auf 13 Prozent, die SPD auf sechs, das BSW auf fünf, Grüne und FDP jeweils auf vier Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern, wo ebenfalls nächsten Monat gewählt wird, liegt die AfD bei 38, die regierende SPD bei 29 und die Grünen kommen auf fünf Prozent. Obwohl die Grünen also größte Schwierigkeiten haben werden, in den Landtag zu kommen, geben sie Unsummen für den Wahlkampf in beiden Bundesländern aus. Die Wahlen werden zum großen Endkampf gegen die AfD aufgeblasen. Aus der Zivilgesellschaft gebe es ein großes Bedürfnis danach, dass die Grünen sich als Kraft der AfD-Verhinderung positionieren, sagte Spitzenkandidatin Suse Sziborra-Seidlitz auf einer Wahlkampfveranstaltung in Sachsen-Anhalt. Aus Sicht der „Zivilgesellschaft“, die in Wahrheit aus dem politisch-medialen Komplex besteht, der ums Überleben kämpft, trifft dies zweifellos zu. Die wahre Zivilgesellschaft der Bürger sieht dies jedoch längst völlig anders.
In Sachsen-Anhalt verfügen die Grünen laut einem Sprecher über ein Wahlkampf-Budget von „rund 1,5 Millionen Euro“, wovon etwa 1,2 Millionen Euro auf den Landesverband und rund 300.000 Euro auf die Kreisverbände entfallen. Das ist mehr als doppelt so hoch wie der bisherige Höchststand. 40 Prozent davon stammen aus Spenden, die fast ausschließlich von Privatpersonen kommen. Der wohlhabende Anhang der Grünen greift also tief in die Tasche, um die Partei zumindest noch knapp in den Landtag zu bugsieren. In Mecklenburg-Vorpommern haben Spenden die Wahlkampfkassen der Grünen gefüllt. Ende 2025 habe man für den Landtagswahlkampf einen Haushalt von 350.000 Euro beschlossen, der mittlerweile aber auf 800.000 Euro erhöht werden konnte, sagte ein Sprecher.
Auf ins letzte Gefecht – mit Millionenbudget
Dies sei durch „starke Spendenaufrufe unseres Bundesverbandes“ und Unterstützung durch andere Landes-, Kreis- und Ortsverbände ermöglicht worden. Auch die Spendenkampagne „einpunktmehr“ eines Hamburger Unternehmers in Kooperation mit einem Baden-Württemberger Unternehmer habe eine Rolle gespielt. Sie verdoppeln Privatspenden an die Grünen. „Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September entscheidet sich eine Frage im Nachkommabereich: Schaffen die Grünen die fünf Prozent?“ Davon hänge ab, ob es „überhaupt eine demokratische Mehrheit ohne die AfD gibt“, heißt es auf der Kampagnenwebsite.
Die Linke investiert rund 562.000 Euro in Sachsen-Anhalt und ca. 600.000 Euro in Mecklenburg-Vorpommern, auch dies sind Rekordsummen. CDU und SPD in Sachsen-Anhalt wollen keine Auskunft über ihre Wahlkampfbudgets geben, in Mecklenburg-Vorpommern liegt es beiden bei plus-minus einer Million Euro. Während die Linke sicher in beiden Landtagen ist und sogar die Option hat, auch in Sachsen-Anhalt mit der suizidalen Brandmauer-CDU zu koalieren, bieten die Grünen alles auf, um überhaupt noch mit Ach und Krach in Landtage zu kommen. In Brandenburg und Thüringen sind sie bereits daran gescheitert, nichts deutet darauf hin, dass es bei den nächsten beiden Wahlen anders sein wird. Im Osten hatten sie nie einen nennenswerten Rückhalt, weil man dort früh durchschaut hat, womit man bei dieser apokalyptischen Sekte von Kaviar-Linken zu tun hat. Wenn es mit rechten Dingen zugeht, was man allerdings mehr denn je bezweifeln muss, werden die Grünen nicht in die beiden Landtage kommen und auch sonst in Ostdeutschland keinen Fuß mehr auf den Boden bekommen, egal, welche Riesenbudgets sie für ihre Wahlkämpfe verbraten. (TPL)






















