Deutsche Bahn: Lebensgefahr inklusive (Symbolbild:KI)
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München–Hamburg: 22.000 Euro im Todesfall

Seit 2018 wurden in deutschen Zügen mehr als 700 Messerangriffe auf Fahrgäste registriert. Allein 2025 waren es 146. Im selben Jahr zählte die Bundespolizei weitere 451 Messerangriffe an Bahnhöfen sowie 2.689 Gewaltdelikte gegen Mitarbeiter der Deutschen Bahn.

Vielleicht wird es Zeit für eine neue Versicherung: die Kurzzeit-Todesfallversicherung für genau eine Zugfahrt? Das wäre doch mal eine Idee!

Versichert nur für sieben Stunden

Warum eine Unfallversicherung für das ganze Jahr abschließen, wenn man nur an einem Dienstag von München nach Hamburg fährt? Ein kleiner Wunsch nach mehr persönlicher Sicherheit sollte so einfach bestellbar sein wie Pommes frites mit Ketchup oder Mayo. Beim Fahrkartenkauf genügt ein Kreuzchen:

Kurzzeit-Todesfallversicherung München–Hamburg: 3,20 Euro. Der Schutz beginnt mit der Abfahrt und endet bei der Ankunft. Keine Versicherung für 365 Tage, keinen Schutz beim Skifahren und auch nicht beim Sturz von der heimischen Leiter. Nur für diese eine Bahnfahrt.

22.000 Euro im Todesfall

Die Versicherungsleistungen könnten zum Beispiel so aussehen:

  • 22.000 Euro im Todesfall an die Angehörigen
  • 17.000 Euro beim Verlust eines Armes oder Beines
  • 1.200 Euro monatlich bei dauerhafter schwerer Behinderung
  • 124 Euro Krankenhaustagegeld
  • Übernahme notwendiger Reha-Kosten
  • Kosten für psychologische Betreuung nach einer schweren Gewalttat

Ein Kreuzchen neben der Sitzplatzreservierung

Die Bahn verkauft Sitzplatzreservierungen und zahlreiche andere Zusatzleistungen. Warum nicht auch eine Kurzzeitversicherung für den Fahrgast? Fenster oder Gang. Fahrrad ja oder nein. Dazu ein weiteres Kästchen: Todesfallschutz für diese Fahrt: 3,20 Euro.

Ganz neu wäre die Idee nicht einmal. In den USA standen früher an Flughäfen Automaten, an denen Passagiere unmittelbar vor dem Abflug eine Versicherung nur für diesen einen Flug kaufen konnten. Das Risiko dauerte einige Stunden. Also dauerte auch der Schutz nur einige Stunden.

Die Bahnpolizei kann nicht in jedem Waggon sein

Bestünde das Problem darin, dass regelmäßig Tiger aus dem Zoo ausbrächen und in Zügen ihr Unwesen trieben, gäbe es vermutlich keine Anti-Tiger-Versicherung. Man würde dafür sorgen, dass die Tiere gar nicht erst zusteigen.

Bis dahin wäre die Kurzzeit-Todesfallversicherung zumindest eine deutsche Antwort auf ein inzwischen sehr reales Problem. Ein Kreuzchen beim Fahrkartenkauf genügte.

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