Bis Mitte des Jahres gab es bereits 12.900 Firmenpleiten. Der wirtschaftliche Untergang des Landes ist in vollem, ungebremstem Gange. Bei Creditreform kommt man zu dem wenig überraschenden Schluss, dass sich daran in absehbarer Zeit auch nichts ändern wird. Die Zahl der Insolvenzen werde bis zum Jahresende konstant weiter steigen, wenn überhaupt, sei erst Mitte 2027 mit einer Besserung zu rechnen, und auch das nur, wenn es alles optimal läuft – was es natürlich nicht tun wird. Wenn sich die Wirtschaftszahlen nicht wie erhofft entwickeln würden, seien alle Hoffnungen dahin.
Laut einer Creditreform-Umfrage schweben rund 27 Prozent der Firmen in Insolvenz-Gefahr, weil sie ihren Zinsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können. Zudem liegen die Insolvenzschäden heute erheblich höher als in früheren Krisenjahren, in denen die absolute Zahl der Pleiten höher war als heute. Der Schaden für Gläubiger lag zuletzt bei 28,5 Milliarden Euro. Der Creditreform-Experte Patrick-Ludwig Hantzsch spricht von einer „Krisenzange“ aus geopolitischen Konflikten, US-Zöllen und einbrechender Nachfrage aus China bei gleichzeitig hohen Energiepreisen, Steuern und Bürokratie im Inland.
Immer fetterer Staat
Hantzschs in der Tat mehr als empfehlenswerter Rat an die Unternehmen ist, sich nicht auf die Politik verlassen. Die Firmen müssten ihre Zahlen im Griff haben und auch investieren, um zu sehen, ob das eigene Geschäftsmodell zukunftsfest sei. Die Politik müsse Energiekosten und Steuern senken. Das sind nun wahrlich keine neuen Vorschläge und Forderungen. Die Politik ist jedoch nicht mehr fähig, eine wirkliche Wende einzuleiten.
Der immer übergriffiger, fetter und zugleich dysfunktionaler werdende Staat kann die Steuern gar nicht senken. Um die Energiekosten nach unten zu bekommen, müsste vor allem mit aller Dringlichkeit der Wiedereinstieg in die Atomkraft eingeleitet werden. Dem steht jedoch die SPD im Weg, deren Wille in dieser Brandmauer-Koalition Gesetz ist. Schon deshalb wird es keine Besserung der Wirtschaftslage geben, auch nicht Mitte 2027 oder später. Solange die Irrsinnspolitik der letzten 15 Jahre nicht grundlegend wird, geht der freie Fall dieses Landes in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht weiter. (TPL)























