Die Frau auf diesem CDU-Plakatmotiv konnte auf anderen Motiven derselben Kampagne plötzlich wieder laufen... (Foto:ScreenshotX)
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Unterirdischer CDU-Wahlkampf in Sachsen-Anhalt: Nach Hallervorden-Skandal kuriert “Wunderheiler“ Schulze jetzt Behinderte

Knapp vier Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liegt die regierende CDU bei kümmerlichen 22 Prozent -20 Punkte hinter der AfD-, und taumelt einem historischen Wahldebakel entgegen. In dieser verzweifelten Situation versucht sie alles, um mit ihrem völlig farblosen Spitzenkandidaten Sven Schulze irgendwie zu punkten. Außer Spott erntet sie dabei jedoch nichts. In seiner Not griff Schulze bereits auf das greise Komiker-Fossil Dieter Hallervorden zurück, um seinem öden Wahlkampf etwas Aufmerksamkeit zu verschaffen. Nun sorgt die CDU mit zwei Wahlplakaten für Häme, von denen eines eine Frau im Rollstuhl zeigt, der Schulze zugewandt gegenübersitzt. Der Slogan darunter verspricht: „Gute Medizin überall im Land. Sven Schulze macht das“. Auf dem anderen Plakat ist dieselbe Frau dann ohne Rollstuhl und mit einem älteren Herrn zu sehen.

Hinter den beiden steht Schulze und legt ihnen fürsorglich die Arme auf die Schultern. Diesmal lautet die Phrase dazu: „Lebensleistung würdigen: Sven Schulze macht das“. Die Frau trägt sogar dieselbe Kleidung wie auf dem Rollstuhl-Plakat. Schulze kann und macht offenbar alles und vollbringt sogar medizinische Wunder. Im Internet hat dies natürlich eine Flut spöttischer Kommentare ausgelöst. „Dann kamen dort im Tempel Blinde, Gelähmte und Rollstuhlfahrer zu ihm und Sven Schulze heilte sie“; „Jesus heilt die Lahmen, Sven Schulze macht das einfach auf dem nächsten Plakat“ oder „Wunderheiler Sven Schulze lässt Rollstuhlfahrer wieder aufstehen“, lauteten nur drei davon.

“Wasser zu Wein“

Ein Meme zeigt ein Plakat, auf dem Schulze mit einem Fisch und einem Brot in der Hand übers Wasser geht, dazu der Slogan: „Wasser zu Wein. Sven Schulze macht das“. Wie nicht anders zu erwarten, machte die CDU mit ihrer Reaktion auf diesen Propagandaflop alles noch schlimmer: „Auf unseren Plakaten sind Menschen aus Sachsen-Anhalt zu sehen, die uns von ihren Erfahrungen und aus ihrem Alltag erzählt haben. So auch diese Frau auf diesen beiden Motiven. Wer nach einer ärztlichen Behandlung oder einem Krankenhausaufenthalt zeitweise im Rollstuhl sitzt oder auf Unterstützung angewiesen ist, kann selbstverständlich trotzdem laufen“, erläuterte eine Sprecherin. Mit solchen unbeholfenen Rechtfertigungen bestätigt die CDU nur erneut, dass ihr gar nichts mehr einfällt.

Sicher hätte sich noch eine andere Frau als die vermeintliche Rollstuhlfahrerin für das Plakat gefunden. Aber so weit denkt man gar nicht, weil man meint, den Bürgern alles andrehen zu können. Ein größerer Kontrast zum jungen, dynamisch und volksnah auftretenden AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund ist kaum denkbar. Die CDU hat sich offenbar aufgegeben. Falls die AfD ihre derzeitigen Rekordumfragewerte von 42 Prozent in Wählerstimmen umsetzen kann, könnte sie die Landesregierung in Sachsen-Anhalt stellen. Wenn nicht, wird Schulze vermutlich mit den direkten Nachfolgern der totalitären Verbrecherpartei SED koalieren. Auch dann kann man plakatieren: „Sven Schulze macht das“ – am besten ließe sich das dann mit einem Handschlag mit Stalin illustrieren. (TPL9

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