Neulich, bei der Firma von Greif & Schnapp GmbH... (Symbolbild:KI)
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Schnell reich werden mit Korruption

Am 12. August 2026 wurde bekannt: Gegen einen früheren China-Geschäftsführer des Wärmepumpenbauers Vaillant wird Anklage erhoben. Rund 17,5 Millionen Euro Schmiergeld soll er von chinesischen Lieferanten kassiert haben.

Aus eigener Erfahrung kann der Autor dazu nichts berichten; noch nie wurde ihm ein Tausender zugesteckt, damit er einen Presseartikel so oder so formuliert. Korruption ist in Deutschland zudem verboten und existiert folglich nicht. Wir blicken deshalb in ferne Länder außerhalb Bayerns, um zu sehen, wie feine Gefälligkeiten funktionieren.

Wie der Hase läuft – ein Überblick in Stichpunkten

1. Cousin-Prinzip: Unternehmer beschäftigt Verwandte des Entscheiders. Die Ausschreibung passt später erstaunlich gut.

2. Ukraine-Modell: Über 360 Milliarden Dollar West-Hilfen flossen nach Kiew. Unabhängige Kontrollen wurden systematisch ausgehebelt. Bei Energoatom flossen laut NYT mindestens 100 Millionen Dollar Schmiergeld (10–15 % der Aufträge). Rüstungsverträge mit bis zu 50 % Aufschlag. Vertraute flüchteten, Minister traten zurück. Elegant: Das Geld kam an – nur nicht immer dort, wo es sollte.

3. Drehtür: Minister ist konzernfreundlich. Nach der Amtszeit wechselt er dorthin und wird fürstlich bezahlt.

4. Standmiete: Konzern zahlt kräftig für den Parteistand. Man kommt sich näher, alles ist verbucht.

5. PowerPoint-Million: Beraterfirma liefert hübsche Folien. Dafür fließt ein märchenhaftes Honorar.

6. Ehrenwort-Spende: Spender hilft der Partei. Die Partei hilft später bei seinen Wünschen.

7. Vermittler-Modell: Politiker öffnet die Tür zum Staatsauftrag. Dankeschön kommt als „Beraterhonorar“.

8. Rundum-Paket: Gratis-Reisen und Luxushotels. Danach findet das Anliegen besonders offene Ohren.

9. Arbeitsplatz: Entscheider hilft der Firma. Sohn oder Tochter landet dort „zufällig“ in gutem Job.

10. Stiftung: Konzern unterstützt das Lieblingsprojekt des Politikers. Verständnis wächst spürbar.

11. Klüngel-Posten: Heute hilft man der Partei, morgen gibt es den bequemen Direktorensessel.

12. Spenden-Dinner: Beim Spahn-Dinner 2020 wurden 9.999-Euro-Spenden angeregt. Man kommt sich näher, alles wird ordentlich verbucht.

13. Fördergeld-Schleife: Verein pflegt die richtigen Kontakte. Das Projekt erscheint dem Staat plötzlich förderwürdig.

14. VIP-Ticket: Loge, Oper und Hotel schaffen Nähe. Danach redet man angenehmer über Geschäfte.

15. Aufsichtsrats-Nicken: Heute Gefälligkeit, morgen gut bezahltes Mandat. Einmal nicken reicht.

Zum Glück gibt es so etwas nur in fernen Ländern.

Denn in Deutschland ist Korruption verboten.

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