Tülin Sezgin alias Conny from the Block will bei AfD-Sieg die Koffer packen: Und tschüß... (Foto:ScreenshotYoutube)
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Conny from the Block unter Schock: Wenn die AfD gewinnt, will sie weg

Mal ehrlich: Wer hat jemals was von der Comedienne Tülin Sezgin, die auch unter dem spannenden Beinamen „Conny from the Block“ das deutsche Beamtentum aufs Korn nimmt, gehört? Zumindest der Autor dieser Zeilen nicht und daran hätte sich vermutlich auch nichts geändert, bis die 38-Jährige Deutschtürkin den üblichen mitleidsbetroffenen Bezug zur AfD und dem angeblich tiefsitzenden Rassismus in unserem Land herstellte. Natürlich erfolgte das gesamte Interview mal wieder in der linken taz, wo schon mal mit „denkfaule und arbeitsscheue Partei“ (AfD) titelt oder sich um den aufgehobenen Schutzstatus von rund 2.000 Syrern Gedanken macht. Selbstredend stimmte auch Frau Sezgin in das hohe Lied mit ein und beteuerte, bei einem Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt nicht mehr in Deutschland bleiben zu wollen. Die Reihen lichten, die Hoffnung steigt?

Dabei hätte Sezgin in den letzten Jahren “politische Ängste“ entwickelt und könne Deutschland nun “nicht mehr vertrauen“. “Rassistische Erfahrungen“ würden sie bereits seit ihrer Schulzeit begleiten. Deshalb fragt man sich doch unweigerlich: Wenn Deutschland vor allem für die Muslime so schlecht ist, warum bleiben sie dann nicht in ihren islamischen Ländern oder kehren postwendendend nach dorthin zurück? In die Länder, wo man die muslimische Kultur eh schon lange pflegt, man die gleiche Sprache spricht und man keine Debatten mehr auslöst, wie es sie in einer nie dagewesener Form seit der muslimisch-afrikanischen Zuwanderung der Fall ist? Dabei hat Frau Sezgin längst die doppelte Staatsbürgerschaft beantragt und wartet noch auf den Pass. Allerdings ist sie sich selbst nicht sicher, ob sie dann in die Türkei zurückgehen möchte – unter anderem, weil Deutschland vergleichsweise sicher sei, noch.

Die übliche Rassismus-Opferrolle

Der Humor hätte ihr geholfen, über vieles hinwegzukommen. Und wer so überhaupt nicht zu überzeugen vermag, der sucht eben die Öffentlichkeit und kommt mit der üblichen Rassismus-Opferrolle daher. Schon in der Schulzeit wurde die Jugendliche mit Migrationshintergrund als „Ausländerklasse“ abgestempelt, Sezgin musste selbstdiskriminierende Witze machen bevor es andere tun. Nach dem Verzehr von Schnitzeln wachsen Schweinerüssel usw. Dabei gilt ein ganz einfaches Prinzip im täglichen Zusammenleben, wo die Aggressoren im Mobbing leider rücksichtslos jegliche Angriffsfläche nutzen, um dem anderen wehzutun – ganz egal, ob es sich dabei nun um die Herkunft, die Hautfarbe, Übergewicht, soziale Benachteiligungen, Lispeln, Stottern, Schüchternheit, Unsportlichkeit, Außenseiterdasein, angebliche Homosexualität oder Asexualtität, peinliche Missgeschicke etc. handelt. Jeden kann es treffen, ausnahmslos, nicht selten völlig unbegründet.

Komisch ungeniert sind die türkischen Kabarettisten und Comedians allerdings trotzdem, wenn es beispielsweise gegen Juden oder das eigene Gastgeberland geht. Die arme Sezgin musste hingegen lange über Zwangsheiraten oder ihren türkischen Nachnamen scherzen. Bezeichnenderweise „Almanci-Märchen: Wie mir das Deutschsein beigebracht wurde“ ist der Titel ihres zweiten Buches. Zum „Sonnenschein des Jahres“ wurde sie während ihrer Ausbildung trotzdem gewählt: „Weil ich so nett und witzig war“, wie Sezgin über sich selber sagt.

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