Was hat der CDU-Spitzenkandidat für Sachsen-Anhalt nicht gestrahlt, als er mit Didi Hallervorden auf der Bühne stand und man gemeinsam gegen die AfD ins Feld ziehen konnte.
Dass Hallervorden dabei mit seinen Sprüchen Friedrich Merz angegriffen hatte, tat Schulze als Kunst- und Meinungsfreiheit ab. Nun aber legte Hallervorden noch einmal nach.
In einem Video spuckte er folgendes aus:
„Leute, ich bin ja sehr erfolgreich in der Schädlingsbekämpfung. Wie ich das mache? Ich wähle einfach nicht die AfD“
Wahlkampf gegen die AfD nennt Didi Hallervorden nun „Schädlingsbekämpfung“. War einfach eine grandiose Idee von der CDU, den auf die Bühne zu holen. https://t.co/uKCh1jx0lH
— Julian Reichelt (@jreichelt) August 16, 2026
GROK hat zum Thema „Schädlinge“ einmal nachgeforscht:
„Die Nationalsozialisten verwendeten den Begriff „Schädlinge“ (bzw. verwandte Tiermetaphern wie „Ungeziefer“, „Parasiten“, „Bazillen“ oder „Schmarotzer“) systematisch zur Entmenschlichung und Stigmatisierung bestimmter Personengruppen. Am prominentesten und häufigsten betraf dies die Juden.Juden als „Schädlinge“ / „Parasiten“In der nationalsozialistischen Propaganda und Ideologie wurden Juden systematisch mit Schädlingen und Parasiten gleichgesetzt. Adolf Hitler schrieb bereits in Mein Kampf (1925/26), der Jude sei „der ewige Parasit, ein Schmarotzer, der wie ein schädlicher Bazillus sich immer mehr ausbreitet“.
- „Volksschädlinge“: Ab 1939 wurde dieser Begriff durch die Verordnung gegen Volksschädlinge (5. September 1939) zu einem Rechtsbegriff. Er bezeichnete Personen, die unter Ausnutzung der Kriegsverhältnisse Straftaten begingen (z. B. Plünderer, Saboteure, Wirtschaftssaboteure, später auch Deserteure). Die Bezeichnung sollte sie als „schädigende Organismen“ brandmarken und diente der Rechtfertigung harter Strafen bis hin zur Todesstrafe.
Auch sogenannte „Asoziale“ (Obdachlose, Bettler, Prostituierte, „Arbeitsscheue“ u. a.) sowie Sinti und Roma wurden als „Schädlinge im deutschen Volkskörper“ oder ähnlich stigmatisiert.
Die aggressivste und ideologisch zentralste Verwendung von Schädlings- und Parasitenmetaphern richtete sich jedoch gegen die jüdische Bevölkerung.“
Nicht das erste Mal, dass Hallervorden so unangenehm auffiel. Wieder GROK:
Der deutsche Kabarettist und Schauspieler hat Israel im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg mehrfach Völkermord (Genozid) vorgeworfen.
Im April 2024 veröffentlichte er ein Video mit dem Gedicht „Gaza Gaza“ (gemeinsam mit Diether Dehm geschrieben). Darin spricht er im Zusammenhang mit Israels Vorgehen von Apartheid und endet mit der rhetorischen Frage: „Und das soll kein Völkermord sein?“
- In Interviews und Auftritten (u. a. 2025/2026) bezog er sich auf die südafrikanische Klage vor dem Internationalen Gerichtshof und sagte sinngemäß, die Netanjahu-Regierung habe durch die Anklage wegen Völkermords ihren Anspruch auf Freundschaft verwirkt. Den Staat Israel selbst sieht er weiterhin als Freund, die aktuelle Regierung jedoch nicht.
Bei Auftritten (z. B. im Wahlkampf 2026) ließ er Bilder/Slogans wie „Stoppt den Völkermord in Gaza“ einblenden.
Die Aussagen lösten scharfe Kritik aus (u. a. von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und jüdischen Stimmen), die ihm Täter-Opfer-Umkehr, einseitige Darstellung und antisemitische Tropen vorwarfen. Hallervorden wies den Antisemitismus-Vorwurf zurück und berief sich auf Meinungsfreiheit sowie humanitäre Motive.“
Nun sollte man Hallervorden nicht unterstellen, dass er ein leidenschaftlicher Nazi wäre. Aber er sollte wirklich mal aufpassen, nicht ständig solch merkwürdiges Zeugs zu labern, oder den Honig aus seinem Kopf rauslaufen lassen.
Wenn der angebliche Anstand die Maske fallen lässt, kommt das biologische Entsorgungs-Vokabular zum Vorschein. Dieter Hallervorden, seines Zeichens 90-jähriger Star-Wahlkämpfer der CDU in Sachsen-Anhalt, hat auf TikTok sein ganz persönliches Geheimnis gelüftet:
Er sei „sehr erfolgreich in der Schädlingsbekämpfung“, weil er einfach nicht die AfD wähle.
Wie feinsinnig! Da klatschen die selbsternannten Retter der Demokratie bestimmt begeistert Beifall.
Millionen von Wählern pauschal als Ungeziefer und Schädlinge zu markieren, ist ja neuerdings der Gipfel der politischen Kultur – solange es die Richtigen trifft.
Man erinnert sich sofort an die öffentlich-rechtliche Meisterleistung der ZDF-Komikerin Sarah Bosetti.
Für sie waren Ungeimpfte der entzündete „Blinddarm“ der Gesellschaft, der nur alle nerve und auf den man getrost verzichten könne.
Neuerdings sind AfD-Wähler für sie auch noch pauschal „reiche, weiße Nazis“.
Es ist eine geradezu faszinierende Doppelmoral:
Wer von rechts auch nur in die Nähe eines solchen Vokabulars kommt, hat sofort den Verfassungsschutz am Hals und wird medial aus dem gesellschaftlichen Diskurs getilgt.
Wenn aber linke Satiriker oder hochrangige CDU-Unterstützer Andersdenkende als nutzlose Organe oder zu bekämpfende Schädlinge entmenschlichen, dann ist das plötzlich brillante Kunst, scharfer Geist und lupenreiner Einsatz für die Freiheit.
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen:
Die gleichen Leute, die den ganzen Tag mit erhobenem Zeigefinger von Toleranz, Respekt und Brandmauern predigen, greifen rhetorisch tief in die dunkelste Mottenkiste der Dehumanisierung.
Wer den politischen Gegner nicht mehr mit Argumenten schlägt, sondern zum Ungeziefer oder zum kranken Körperteil degradiert, hat die Demokratie nicht gerettet.
Er hat seinen eigenen endgültigen moralischen Bankrott unterschrieben.
Herzlichen Glückwunsch an diese angebliche Elite: Ihr seid rhetorisch exakt dort angekommen, wo ihr bei anderen so heuchlerisch vorgebt zu bekämpfen.























