US-Präsident Donald Trump hat eine weitere Bestrafungsaktion für Alliierte verkündet, die sich seiner Meinung nach nicht ausreichend am Kampf der USA gegen den Iran beteiligt haben. Diesmal trifft es Südkorea. Die am gestrigen Montag begonnene gemeinsame Militärübung mit den Streitkräften des Landes soll nun erheblich kleiner ausfallen als geplant. Zudem deutete Trump an, dass die Manöver in Zukunft komplett gestrichen werden könnten. Dabei verwies er auch und gerade auf seine „sehr gute Beziehung“ zum nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un.
Er sei nicht glücklich darüber, dass die USA vor langer Zeit solchen gemeinsamen Übungen zugestimmt hätten, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Diese seien nicht nur kostspielig, wobei die USA -„wie üblich“- den Großteil der Kosten tragen würden, sie würden zudem auch noch ein „völlig unangemessenes und feindseliges Signal“ an ein Land senden, das – solange er Präsident gewesen sei – keine Bedrohung dargestellt und sich respektvoll verhalten habe. Deshalb, und weil es zu spät für eine Absage sei, habe er Kriegsminister Pete Hegseth angewiesen, die gemeinsamen Militärübungen deutlich zu reduzieren.
Gutes Verhältnis zu Kim Jong Un im Norden
Diese dienen eigentlich der Vorbereitung auf einen möglichen nordkoreanischen Angriff. Trump hatte bereits am Samstag ein gemeinsames Foto von sich und Kim gepostet und das gute Verhältnis zu ihm betont. Zudem habe Südkoreas Präsident Lee Jae-myung kürzlich seine Bitte, sich den Bemühungen um eine atomare Abrüstung des Irans anzuschließen, mit den Worten „Nein, danke!“ abgelehnt – dies hänge jedoch „nur bedingt“ mit seiner Reduzierung der Militärübungen mit Südkorea zusammen, so Trump.
2019 hatte er sich als erster US-Präsident mit einem nordkoreanischen Machthaber getroffen. Auf ein Angebot zu einem weiteren Treffen hat Kim bislang nicht reagiert. Offiziell ist es weiterhin die US-Politik, eine atomare Bewaffnung Nordkoreas zu verhindern. Wie diese jüngste außenpolitische Volte Trump einzuordnen ist und wie man sie in Südkorea auffasst, ist noch unklar. Trump hat jedenfalls erneut klargestellt, dass er eine stärkere Loyalität von US-Verbündeten erwartet und es nicht bei verbalen Appellen belässt. (TPL)























