Wie sehr es innerhalb der Union brodelt und wie desolat das Stimmungsbild in der restlos auf links gezogenen Brandmauerpartei CDU unter Lügenkanzler Friedrich Merz ist, zeigt zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 die offengelegte Identität eines Großspenders für AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund: Kein Geringerer als ein CDU-Kommunalpolitiker ist der freigiebige Unterstützer – nämlich Bernd Prange, amtierender Ortsbürgermeister der Gemeinde Altmärkische Höhe im Landkreis Stendal und langjähriges CDU-Kreistagsmitglied. Prange selbst hat sich nun als Spender der AfD geoutet und bekannt, dass er der AfD Sachsen-Anhalt insgesamt 10.000 Euro überwies – zweimal 5.000 Euro. Außerdem fordert er in einem offenen Brief CDU-Wähler auf, die AfD zu wählen. Diese Sensation berichteten heute gleich mehrere Medien.
Bereits im Juli hatte AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund bei einem Wahlkampfauftakt die erste der 5.000-Euro-Spenden eines CDU-Kreistagsmitglieds öffentlich gemacht, allerdings den Spender anonym gehalten; dieser wolle die AfD unterstützen, um das Land vor dem „linksgrünen Kurs der CDU“ zu schützen. Die Aussage war auch aus der CDU selbst angezweifelt worden; nun aber stellt sich Prange als dieser Spender heraus und verdoppelt die Summe. In seinem offenen Brandbrief, den Julian Reichelt auf X dokumentierte (siehe nachfolgenden Screenshot) schreibt Prange, die Entscheidung sei bewusst und aus Sorge um das Land gefallen:

Seine konservativen Werte – Leistung, Ordnung, Sicherheit, nationale Souveränität, wirtschaftliche Vernunft und kultureller Identitätsschutz – fände er in der CDU immer weniger vertreten. Die Partei bewege sich nach links, ziehe die Brandmauer zur AfD höher und akzeptiere Kooperationen mit linken Kräften. Prange wünsche sich eine absolute Mehrheit der AfD – aber „nicht aus Trotz, sondern damit die CDU endlich aufwacht. Damit die Brandmauer fällt. Damit sich die Partei gegen ihren Linkskurs wehrt. Und damit Friedrich Merz abgesetzt wird – als Symbol einer Führung, die den konservativen Kern der Union preisgibt.“ Er kritisiert auch Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) scharf und kündigt an, selbst am 6. September die AfD zu wählen. Er hoffe, dass weitere Konservative folgen, damit die CDU ihren Kurs ändert.
Im Kreistag Stendal sei die Zusammenarbeit mit der AfD konstruktiv und sachbezogen, betont Prange. Die AfD begrüßte die Spende und die Wahlempfehlung umgehend. Prange bleibt formell CDU-Mitglied, wechselt aber öffentlich die Seite im Wahlkampf. Der Vorstoß dürfte die Debatte um die Brandmauer und den Zustand der CDU in Sachsen-Anhalt weiter anheizen, wo die AfD in Umfragen bei rund 40 Prozent liegt. Man darf nun gespannt sein, ob Pranger mutiger Schritt zu einer überfälligen Debatte und idealerweise Palastrevolution in der CDU führt – oder ob er, was wohl eher zu erwarten sein dürfte, von den Brandmauerfanatikern aus der Partei geschmissen und mit Schimpf und Schande ebenfalls angefeindet wird. (TPL)























