Der nordrhein-westfälische AfD-Politiker Christian Kurzweg hat in einem Bus in Paderborn offenbar Bekanntschaft mit der neuen deutschen Toleranz gemacht. Wie sein AfD-Kollege Marvin Weber in einem Facebook-Beitrag mitteilte, wurde Kurzweg vorletzte Woche von der Polizei des Busses verwiesen, nachdem er zuvor „zwei muslimische Mütter mit Kindern gebeten“ habe, „in der Lautstärke etwas Rücksicht zu nehmen“. Die Kinder seien „penetrant laut“ gewesen, Kurzweg habe nach einer Operation am Auge große Kopfschmerzen gehabt und nur „höflichst um Rücksicht und Ruhe gebeten“.
Zudem soll eine auf dem Platz hinter Kurzweg sitzende „Linksextreme“ damit gedroht haben, ihm die „Backenzähne ausschlagen“ zu wollen. „Eine der Mütter reagierte gar nicht drauf und war sofort am Schreien“, so Weber weiter. Der Busfahrer, der „wohl ebenfalls Moslem“ gewesen sei, habe dann sofort „auf der Seite seiner Glaubensschwestern“ Partei ergriffen und die Polizei gerufen. Das Verkehrsunternehmen „PaderSprinter“ spielte den Vorfall herunter und teilte mit: „Nach den uns vorliegenden Informationen kam es während der Busfahrt zunächst zu einer Auseinandersetzung zwischen den Fahrgästen, in deren Verlauf sich ein Fahrgast durch das Verhalten beziehungsweise die Äußerungen von der im Beitrag genannten Person beleidigt fühlte“.
Aussage gegen Aussage
Der Busfahrer soll dann versucht haben, die Situation zu klären. Seiner Schilderung nach sei es dabei „auch ihm gegenüber zu beleidigenden Äußerungen“ gekommen. Aufgrund der angespannten Situation habe der Fahrer sich entschieden, die Polizei hinzuzuziehen. Diese bestätigte einen entsprechenden Einsatz gegen 15.30 Uhr. Der Vorfall sei als „verbale Streitigkeit“ verzeichnet worden, Maßnahmen habe man nicht getroffen. „Wir sind gekommen, man hat sich getrennt und der Mann hat den Bus verlassen“, erklärte eine Sprecherin.
Auch eine Strafanzeige sei nicht gestellt worden. „PaderSprinter“ hat nicht vor, das Vorgehen seines Mitarbeiters zu beanstanden. „Im Gegenteil: Dieses Vorgehen entspricht genau den Vorgaben der Beförderungsbedingungen und den gesetzlichen Regelungen“, hieß es weiter. Es steht also Aussage gegen Aussage. Die Versuche des Unternehmens und linker Regionalmedien wie „Der Westen“, den Vorfall zur Petitesse herabzustufen und Kurzweg, ohne es auszusprechen, als grundlos wütenden AfDler, sprich: Rechtsextremen, darzustellen, der wegen seiner Intoleranz gegen Muslime zu Recht aus dem Bus geworfen wurde, spricht aller Erfahrung mit solchen Vorfällen nach dafür, dass etwas Wahres daran ist.






















