Die schwindsüchtige SPD meint, mit den angeblichen „Hitzetoten“ in diesem Sommer ein Thema gefunden zu haben, mit dem sie sich profilieren kann. Ihre Minister wollen nun Klima- und Hitzeschutz als Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und Gemeinden im Grundgesetz verankern. Die CDU lehnt dies bislang ab, aber das bedeutet bekanntlich nichts. Kurz vor der Kabinettsklausur der Bundesregierung haben Bauministerin Stefanie Hubig und Justizministerin Verena Hubertz nochmals betont, wie wichtig eine solche Grundgesetzänderung angeblich sei, damit der Bund sich mehr an der Unterstützung von Ländern und Kommunen beteiligen könne. Ein Grund für das Zögern der Union dürfte sein, dass für eine Änderung des Grundgesetzes eine Zweidrittelmehrheit in Bundestag und Bundesrat erforderlich ist – und da der Brandmauerirrsinn jede Zusammenarbeit mit der AfD verhindert, wäre die Unterstützung von Grünen und Linken erforderlich. Deren Fraktionen haben bereits Zustimmung signalisiert.
Genau dies kann die Union, die gegenüber der AfD immer mehr und immer schneller an Boden verliert, derzeit aber am wenigsten gebrauchen; abgesehen davon, dass es sich hier ohnehin wieder um ein absurdes, völlig irrelevantes Pseudothema handelt. Es braucht nicht noch mehr staatliche Übergriffe und Einmischungen des Bundes in die Befugnisse der Länder, um eine imaginäre Hitzegefahr zu bekämpfen. Der heiße Sommer wird von den üblichen Verdächtigen in Politik, Medien und Lobbyverbänden wieder einmal für ihre alberne Agenda missbraucht.
Wie konnten wir nur überleben?
In normalen Ländern beißen sie dabei jedoch auf Granit: Der völlig entgeisterte Italien-Korrespondent der ARD-Tagesschau musste geradezu fassungslos berichten, dass die Sozial- und Gesundheitsdezernentin der Stadt Rom ihm weder eine erhöhte Zahl der Hitzeopfer in den Krankenhäusern noch eine „signifikante Übersterblichkeit“ infolge der Hitze melden konnte. Alles sei so, wie in den vergangenen Jahren auch. Darauf blieb ihm nur die konsternierte Feststellung, dass „Italienerinnen und Italiener“ eben mehr an diese „Spitzentemperaturen“ gewöhnt seien. Dabei tut die ARD alles, um einen Höllensommer in Italien herbeizufabulieren.
Einmal mehr muss man sich fragen, wie die Menschheit es eigentlich in den letzten Jahrtausenden geschafft hat, die vier Jahreszeiten zu überleben. Diese Hitzepanik ist einfach nur lächerlich und derzeit selbst nur ein Ausdruck des medialen Sommerlochs. Dafür können die Kräfte, die für diesen ganzen Irrsinn verantwortlich sind, sich aber auf einen -zumindest politisch- ungewöhnlich heißen Herbst gefasst machen, da sie aller Voraussicht nach bei den Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern von der AfD hinweggefegt werden und sich noch intensiver mit ihrem Überleben, anstatt mit heißen Temperaturen im Hochsommer befassen werden müssen. (JS)























