Zwei Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 enthüllen Recherchen des “Mitteldeutschen Rundfunks“ und Berichte der “Jungen Freiheit” Ungeheuerliches: Die CDU setzt bei einer möglichen knappen AfD-Mehrheit gezielt auf Überläufer aus den Reihen der Alternative. Mit 41 Sitzen wäre die AfD laut Trends nah an der absoluten Mehrheit (42 nötig). Fünf bis zehn „Abweichler“ – ältere Kandidaten, Frustrierte über Postenverteilung oder Konflikte mit der Führung – könnten herausgelöst werden, um gegen Ulrich Siegmund zu stimmen und den Wählerwillen zu konterkarieren.
Diese Planspiele zeugen nicht nur von nackter Verzweiflung und einem völlig defekten oder gar endgültig abhandengekommenen demokratischen Kompass, sondern entbehren insofern nicht einer gewissen Ironie, als das umgekehrte Szenario für ungleich wahrscheinlicher gehalten wird – dass nämlich vom Linkskurs der CDU (erst recht im Fall einer von CDU-Spitzenkandidat und Ministerpräsident Sven Schulze bereits für möglich erklärten Zusammenarbeit mit der Linkspartei) restlos angewiderte Unionsabgeordnete eher gegen Schulze und für Siegmund stimmen dürften. So herum macht die Überläufer-Hypothese Sinn – aber sicher nicht, dass AfDler freiwillig für die CDU stimmen. Wieso also redet die CDU nun trotzdem davon und thematisiert plötzlich mögliche AfD-„Überläufer“ nach der Wahl. Die Antwort ist verstörend, wenn letztlich auch nicht mehr weiter verwunderlich: Da es keinerlei Gründe für einen einzigen AfDler gibt, freiwillig zur CDU überzutreten, setzt man offenbar auf “Anreize“, sprich: Korruption.
Mit allen Tricks und Mitteln
So interpretieren dies auch Beobachter im Netz wie etwa der konservative Kanal “GFrei.News“, der schreibt, dass dieses Manöver nur eines bedeuten könne: “Sie werden nach einem Wahlsieg versuchen, Leute herauszukaufen. Sie mit solchen Summen bestechen, dass sie aus der AfD austreten und diese die absolute Mehrheit verliert.” Anonyme CDU-Strategen nennen dieses Szenario immerhin „gut möglich“, Insider der AfD sprechen angeblich bereits von „interessanten Angeboten“. Auffällig ist auch, dass Ministerpräsident Schulze Überläufer aus den eigenen Reihen kategorisch ausschließt, das umgekehrte Szenario jedoch bewusst offen lässt.
GFrei.News weist auf X weiter zu Recht darauf hin, dass in der deutschen Politik nicht mehr wie einst mit „harten Bandagen“ und offenem Visier gekämpft wird, wie es einer Demokratie würdig wäre – sondern man versucht jeden Betrug, der irgendwie möglich wäre. Man wählt einfach keine AfD-Parlamentspräsidenten, man putscht in Thüringen und schreit vier Stunden lang einen alten Mann an, um widerrechtlich die Geschäftsordnung zu ändern, man erhöht in jedem Stadt- und Kreisrat die Fraktionsstärke, sobald die AfD diese erreicht hat, man verbietet AfD-Politikern einfach durch den Wahlausschuss anzutreten, et cetera, et cetera. “Wir sind nicht mehr ‚wie eine Bananenrepublik‘, wir sind eine! Unsere Politik ist so vollständig korrupt, wie man es nur sein kann.Und jetzt versucht man mit allen nur vorstellbaren Mitteln einen Sieg der AfD in Sachsen-Anhalt zu verhindern. Man hat sogar vorbereitend die Macht der Regierungspartei eingeschränkt, sodass diese nicht mehr so einfach den ÖRR abschaffen kann wie zuvor und Ähnliches. Man spekuliert darüber, ob man nicht den Länderfinanzausgleich nach einem AfD-Wahlsieg aussetzen soll, damit die AfD-Regierung scheitert”, empört sich der Kanal – und stellt eine begründete Frage: “Können Sie sich vorstellen, wie diese Art deutscher Politik inzwischen aus dem Ausland wahrgenommen wird?” Die Antwort liegt auf der Hand: Als System, das den Souverän nur so lange respektiert, wie er die richtigen Parteien wählt. Wie man das im Fall Russlands, Weißrusslands oder Nordkoreas nennt, ist allgemein bekannt… (TPL)























