(Noch-)SPD-Chef und Finanzminister Lars Klingbeil tingelt derzeit durch Sachsen-Anhalt, wo seine Partei bei sechs Prozent herumdümpelt und nur durch Negativschlagzeilen über ein ausgerechnet von den Nazis übernommenes Lied Schlagzeilen macht. Klingbeil ist offenbar auch persönlich so angeschlagen wie die SPD. Bevor man ihn in Bitterfeld der Begegnung mit der Parteibasis aussetzte, appellierte die Direktkandidatin Katharina Kohl an die Anwesenden, doch bitte zu bedenken, dass der Vorsitzende „auch nur ein Mensch“ sei. Klingbeil gab jedoch Entwarnung. Er sei „da überhaupt nicht zimperlich“ und „als SPD-Vorsitzender sowieso einiges gewohnt“, verkündete er. Mehr als 50 Besucher konnte er dennoch nicht anlocken, die Veranstaltung fand nicht etwa auf dem Marktplatz statt, sondern auf der Parteigeschäftsstelle. Auch das spricht für sich. Klingbeil ist ein Auslaufmodell ohne jeden Rückhalt. Sein Sommerinterview bei Sat.1 wurde von der „Frankfurter Allgemeinen“ (FAZ) als „scharlatanhafteste Rosstäuscherei“ verdammt. Dass Klingbeil die AfD „politisch stellen“, dass er das Rentensystem irgendwann, irgendwie reformieren, dass er kleine und mittlere Einkommen entlasten, dass er in der „demokratischen Mitte Kompromisse für die Zukunft unseres Landes“ finden wolle – all das seien Wünsche, „die genau null Prozent Neuigkeitswert“ hätten, die „einfach nur ins eine Ohr rein- und ins andere rausgehen“, hieß es weiter. „Nach diesem Interview wählt auch der letzte Arbeiter die AfD“, lautete das Fazit der „FAZ“.
Bei den Wählern hat er selbst das bisschen Rückhalt eingebüßt, das die SPD bei der historisch vergeigten Bundestagwahl im letzten Jahr noch hatte. Laut einer aktuellen „YouGov“-Umfrage unterstützt nur jeder fünfte SPD-Wähler der Bundestagswahl 2025 ihn und Co-Chefin Bärbel Bas. Die beiden sind Parteichefs auf Abruf. In der SPD werden längst Szenarien durchgespielt, wie und wann man sie am besten loswird. In einem davon soll Manuela Schwesig, die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, den Parteivorsitz übernehmen und entweder in ihrem Amt verbleiben (falls sie es nach der Wahl im nächsten Monat überhaupt noch ausüben kann) oder, falls die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im kommenden April noch desaströser als befürchtet ausfällt, ins Bundeskabinett aufrücken und Bas als Arbeitsministerin ablösen. Klingbeils Amt als Finanzminister soll der derzeitige Umweltminister Carsten Schneider übernehmen.
Versorgungsposten für persönliche Freundinnen
Die SPD-Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt fordert einen Sonderparteitag, da die Führungsstruktur sowie die inhaltliche Ausrichtung unter Bärbel Bas und Lars Klingbeil „offensichtlich gescheitert“ seien. Andere sehen die SPD im „freien Fall“, verlangen von Bas und Klingbeil sich zwischen Partei- und Ministeramt zu entscheiden oder wollen sie komplett weghaben. Der Irrsinn daran ist, dass die beiden den meisten ihrer Kritiker nicht links genug sind! Sie wollen die SPD noch tiefer in den linken Wahnsinn hineintreiben, den die große Mehrheit der Menschen in diesem Land endlich loswerden will.
Der opportunistische Apparatschik Klingbeil ist dabei ein Musterbeispiel für alles, was im politischen System dieses Land schiefläuft. Er betreibt oder befürwortet eine selbstmörderische Schulden- und Migrationspolitik, kämpft für den Erhalt des mit Abermillionen Euro Steuergeld geförderten linken NGO-Molochs und bringt seine Verwandten und Günstlinge selbst darin unter. Seine Ehefrau ist Geschäftsführerin des Vereins „Initiative D21“. Letztes Jahr vergab sein Finanzministerium einen mit rund 300.000 Euro Jahresgehalt dotierten Vorstandposten in der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) an Klingbeils persönliche Freundin, die Hamburger SPD-Politikerin Dorothee Martin. All das sind Beispiele für die Verkommenheit und Verfilzung des Politikbetriebs, der nur noch ein Selbstbedienungsladen für seine Funktionäre auf Kosten des Volkes ist. Klingbeil ist ein fester Bestandteil dieses Sumpfes, der immer weiter wächst, während das Land zugrunde geht. Er hat keinerlei fachliche Qualifikation für das Amt des Finanzministers, dennoch schmeißt er mit aberwitzigen Summen um sich. Verantwortung muss er nicht übernehmen. Selbst wenn die SPD ihn zum Ausscheiden aus der Regierung zwingt, wird sich ein warmes Plätzchen für den „verdienten“ Genossen finden – und sein vermutlich noch schlimmerer Nachfolger wird der Partei endgültig den Rest geben.






















