Der CDU-Politiker Dennis Radtke hat etwas gesagt, was jetzt wieder eine Debatten-Sau durch Städte, Dörfer und Netze treibt. Bei Lanz erklärte er der Öffentlichkeit die Betriebsanleitung der Union (danke Herr Bolz für diese Bezeichnung) – sehr zum Entsetzen des Moderators.
Julian Reichelt fasst zusammen:
„Ein mächtiger CDU-Funktionär sagt den Deutschen ins Gesicht: Ihr werdet nie wieder einen deutschen Metzger in der Fußgängerzone haben – der ist jetzt Halal. Und Ihr werdet auch nie wieder ein Kino in der Stadt haben. So sind die neuen Zeiten. Get over it. Das ist wirklich das unfassbarste CDU-Video, das ich jemals gesehen habe.“
Was Radtke da sagt, ist natürlich Quatsch. Jede Entwicklung, vor allen Dingen negative Entwicklungen kann man, wenn man Gestaltungswillen hat, stoppen, in andere Richtungen lenken, sogar umkehren. Kriege wurden beendet, das Dritte Reich wurde besiegt, die DDR aufgelöst. Nach Regen folgt Sonnenschein.
Und nur weil Merkel mal gesagt hat „nun sind sie halt da“ heißt es noch lange nicht „deshalb müssen wir uns mit allem abfinden, was sich hier in Deutschland, in dem Land, in dem wir uns nicht nehmen lassen, wie wir leben, verändert hat.
Radtkes Logik ist fatal, denn ist ist fatalistisch bis in die Knochenspitzen. Das ist so, als wenn man als Geisterfahrer auf der Autobahn in die falsche Richtung fährt und sich weigert, die rettende Ausfahrt zu nehmen. Diese Logik bedeutet nichts anderes, als dass wir es hinzunehmen haben,
dass Frauen und Mädchen vergewaltigt werden oder hinter islamischen Vorhängen verschwinden,
dass die Sicherheit weiter erodiert, täglich Bürger abgeschlachtet werden.
dass der Tierschutz abgeschafft wird und stattdessen Halal-Fleischer die Reste von lebend geschächteten Tieren verkaufen.
dass sich unser Land in eine lebensfeindliche, giftgrüne Industriewüste verwandelt, in dem kein Baum, kein Tier und kein Mensch mehr gedeiht,
dass wir dank linksgrüner Deindustrialisierung ins Mittelalter katapultiert werden, in dem Massen-Arbeitslosigkeit und Armut herrscht und nur Parteibonzen ein sattes Leben genießen dürfen,
dass Parteien verboten werden können, wenn sie den Linken nicht in den Kram passen, dass hier also die Demokratie durch die bürokratische Hintertür abgeschafft wird.
Dr. Rainer Zitelmann ist ebenfalls pessimistisch:
Ich fürchte, der Mann der jetzt überall kritisiert wird, hat Recht. Es ist vorbei. Es wird nicht wieder so. Es geht nur noch abwärts. Was er vergessen hat dazu zu sagen: Das ist tragisch und die Hauptschuld trägt seine Partei.
Mantom schreibt:
Man kann weiter schulterzuckend zusehen und sagen: „Schade, aber nun ist es halt so.“ Oder man lässt sich Eier wachsen, nennt die Dinge unverblümt beim Namen und handelt den Fakten und Bedrohungen entsprechend angemessen entschlossen mit verschärfter Gesetzgebung und der gebotenen umfassenden rechtsstaatlichen Durchsetzung von Recht und Gesetz. Da ginge sehr viel. Das ist auch nicht „rechtsextrem“, das ist vernünftig und rechtsstaatlich.
Fräulein Holle schreibt:
Beim #Klimawandel lautet die deutsche Haltung: Wir müssen die Ursache bekämpfen – selbst wenn unser Einfluss auf das Weltklima minimal ist, werden hunderte Milliarden dafür verballert. Sich einfach an die Folgen anzupassen, etwa mit Klimaanlagen, gilt bereits als Kapitulation oder gar als Sabotage am eigentlichen Ziel. Bei illegaler #Migration scheint die Logik plötzlich umgekehrt: Die Entwicklung sei kaum aufzuhalten, die Folgen seien nun einmal da, also müsse man sie akzeptieren und lernen, mit ihnen zu leben. Ein bemerkenswerter Widerspruch. Ausgerechnet beim globalen #Klimaglaubt #Deutschland an politische Gestaltungsmacht. Bei der eigenen #Migrationspolitik wird dagegen schnell Fatalismus zur Realpolitik erklärt. Man muss weder Klimawandel noch Migration kleinreden, um zu fragen: Warum setzen wir dort auf Ursachenbekämpfung, wo unser Einfluss begrenzt ist – und dort auf Anpassung, wo der Staat sehr viel unmittelbarer handeln kann?
…
Vielleicht sollte Herr Radtke mal bei Herrn Milei anklopfen. Der könnte ihm dann schon sagen, wie man das Rad wieder in die richtige Richtung dreht.