Die forcierte Verkehrswende hin zur Elektromobilität belastet Deutschland mit enormen volkswirtschaftlichen Kosten – vor allem durch Steuerausfälle und die Folgen hoher Strompreise infolge des Verzichts auf günstige fossile und Atomenergie. Modellrechnungen des Umweltbundesamtes und der Wirtschaftsweisen prognostizieren nun bei vollständiger Elektrifizierung über 25 Jahre eine kumulierte Einnahmelücke von rund 500 Milliarden Euro. Wie selbst das sonst eher linksgrün getaktete Portal “t-online“ einräumen muss, wird die Energiesteuer auf Benzin und Diesel, die einst fast ein Zehntel der Steuereinnahmen ausmachte, bei Durchsetzung der Elektrifizierung dramatisch einbrechen. Denn: Ein Verbrenner-Fahrer zahlt dem Fiskus jährlich leicht das Zehnfache dessen, was ein E-Auto-Besitzer über die Stromsteuer beisteuert; im Schnitt sind dies “nur“ 50 Euro.
Eine Analyse des Analysten Ernst & Young beziffert die Belastung bis 2030 bereits auf 39,1 Milliarden Euro: 29,8 Milliarden Mindereinnahmen bei Energiesteuern, abzüglich 8,3 Milliarden zusätzlicher Stromsteuer, plus 10,8 Milliarden durch vergünstigte Dienstwagenbesteuerung und 3,9 Milliarden durch Kfz-Steuerbefreiung. Experten wie Thomas Puls vom Institut der deutschen Wirtschaft rechnen langfristig mit bis zu 50 Milliarden Euro fehlenden Steuereinnahmen pro Jahr.
Strompreisdesaster kommt noch erschwerend dazu
Besonders gravierend wirkt sich parallel die Strompreisentwicklung aus. Durch Atomausstieg und den geplanten Kohleausstieg sowie den teuren Ausbau erneuerbarer Energien und Netze gehören deutsche Strompreise zu den höchsten in Europa (aktuell rund 37 Cent/kWh für Haushalte). Netzentgelte und Systemkosten der Energiewende treiben die Preise, obwohl Erneuerbare an der Börse günstig sind. Das verteuert das Laden von E-Autos massiv und schmälert deren Betriebskostenvorteil. Industrie und Haushalte leiden unter der Belastung, was die Wettbewerbsfähigkeit schwächt und Wertschöpfung abwandern lässt.
Studien warnen zudem vor Jobverlusten von über einer weiteren halben Million qualifizierter Arbeitsplätze und einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um Dutzende Milliarden, da Batterieproduktion und Komponenten vor allem aus Asien stammen. Ohne neue Straßenabgaben und bezahlbare Grundlastenergie droht die Verkehrswende zu einer teuren Dauerbelastung für Steuerzahler und Wirtschaft zu werden. Die zentrale Frage bleibt: Wer zahlt am Ende Deutschlands Straßen und die Energiewende, wenn niemand mehr Geld übrig hat? (JS)























