Christenverfolgung: Zerstörte Kirche (Bild: shutterstock.com/Von Tacio Philip Sansonovski)
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Weltweite Christenverfolgung: Sudan und Nigeria weiter im Würgegriff des expansiven Islam

Sowohl im Sudan als auch in Nigeria ist es zu blutigen Zwischenfällen gekommen, die weiterhin beweisen, dass es keine friedliche Koexistenz mehr gibt, wenn der Islam endgültig auf den Vormarsch ist. Im nigerianischen Verwaltungsbezirk Mangu (Bundesstaat Plateau) sind Mitte August 24 Menschen gewaltsam von islamischen Extremisten getötet worden. Häuser und Kirchen wurden in Brand gesetzt, zumal dort 99 Prozent der Einwohner der christlichen Konfession angehören. Bei den Angreifern handelt es sich um die so genannten Fulani, ein stark muslimisch geprägtes Nomandenvolk, die laute Allahu Akbar-Rufe skandierten und dabei versuchten, in drei Ortschaften einzudringen.

Ein Angriff konnte abgewehrt werden, beim nächsten wurde jedoch Chaos angerichtet und zahlreiche Gebäude durch Brandanschläge zerstört. Beim dritten Dort, BinPer Bwai, wurden Frauen und Kinder des Nachts im Schlaf ermordet. Die Fulani zogen von Haus zu Haus und töten Menschen mit Macheten. Auch die Felder wurden niedergebrannt oder anderweitig zerstört. Trotz der Anwesenheit des nigerianischen Militärs wurden die Angriffe nicht verhindert. Die Folge waren öffentliche Proteste, bei denen vor allem die Frauen aus den betroffenen Dörfern ihren Schmerz und ihren Unmut kund taten. Zudem wurde ein Massenbegräbnis für die zahlreichen toten Christen abgehalten. Nigeria rangiert weltweit an siebter Stelle der Länder, in denen Christen wegen ihres Glaubens verfolgt werden.

Terror gegen Kirchen

Noch schlimmer ist es im Sudan, das in dem traurigen Ranking sogar den vierten Platz einnimmt. Dort sind zuletzt mehrere Pastoren getötet und zahlreiche Christen entführt worden. Besonders seit dem Beginn des Bürgerkriegs im April 2023 hat sich die Situation für die christliche Minderheit weiter verschlechtert. Vor allem Theologen und andere Geistliche werden zu Opfer der Übergriffe gemacht, die wie nicht anders zu erwarten von muslimischer Seite aus kommen. Bei einem theologischen Seminar Ende Juli wurden sechs Zivilisten getötet, ein Pastor schwer verwundet und zahlreiche Menschen entführt. Die Provinz Süd-Kordofan zählt genauso wie die Region Darfur als Brennpunkt der Gewalt gegen Christen.

Kirchen, die einst als neutrale Gemeinschaftsräume und humanitäre Zufluchtsorte dienten, sind zu Schauplätzen der Kämpfe geworden. Sowohl die sudanesischen Streitkräfte (SAF) als auch die Rapid Support Forces (RSF) haben Kirchengebäude für militärische Zwecke besetzt. Beide Kriegsparteien verweisen zur Rechtfertigung ihres Vorgehens immer wieder auf den Islam. UN-Vertreter sahen aufgrund der Kriegswirren und der zivilen Opfer schon die Anzeichen zum Völkermord im Sudan.

 

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