Polizeigewerkschafter Hüber hetzte im Wahlkampf gegen die AfD ab – doch nun ist er weg vom Fenster, nicht die verhasste Opposition (Foto:ScreenshotYoutube)
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Endlich – wenn auch 36 Jahre zu spät: GdP-Vize und Ex-DDR-Grenzer Hüber tritt zurück

Si tacuisses: Seine Vergangenheit als Politoffizier der DDR-Grenztruppen  hat Sven Hüber nun doch noch eingeholt – und vielleicht dämmert dem stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei (GdP) vielleicht ja inzwischen, dass es nicht besonders clever war, sich kurz vor der Pensionierung – und ohne dass seine skandalöse Tätigkeit als Instrukteur der Mauermörder in den letzten Jahren der DDR seiner Karriere bei der Bundespolizei je im Wege gestanden hätte – als Verteidiger “unserer Demokratie“ zu profilieren und seine wahnsinnigen Visionen eines Staatssturzes von oben gegen eine gewählte AfD-Regierung öffentlich auszumären. Die so losgetretenen Wellen schlugen nun auf ihn zurück – und förderten Abgründe zutage; den Rest gaben ihm Beschuldigungen von Zeitzeugen, die von sadistischen Misshandlungen von “Republikflüchtigen“ sprachen.

Zwar dementierte Hüber diese Vorwürfe, obwohl die Beweislast gegen ihn spricht; dennoch ist er nun mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurückgetreten. Der 62-Jährige spricht von „verunglimpfenden und rufmordähnlichen Anschuldigungen“ zu seiner Vergangenheit vor dem Dienst in der Bundespolizei. Er wolle damit verhindern, dass die täglichen Vorwürfe die Gewerkschaft weiter belasten, während er gerichtlich gegen die Berichterstattung vorgeht.

“Festzunehmen oder zu vernichten“

Die Recherchen des Portals “Apollo News indes wiegen schwer: Ein Informant des Portals hat eidesstattlich versichert, Hüber habe als Politoffizier der DDR-Grenztruppen Ende der 1980er Jahre einen gefassten Mauerflüchtling misshandelt und den Schießbefehl mit Nachdruck vertreten. Grenzverletzer seien „festzunehmen oder zu vernichten“ gewesen. Hüber bestreitet die Darstellung entschieden.

Kurz zuvor hatte derselbe Hüber Polizisten belehrt, wie sie sich bei einer möglichen AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt zu verhalten hätten. Er sprach von Verfassungstreue, möglicher Befehlsverweigerung und sogar „innerem Notstand“. Mehrere GdP-Landesverbände distanzierten sich umgehend von seinen Thesen. Die Diskrepanz ist frappierend. Ein ehemaliger linientreuer SED-Kader, der den sozialistischen Unrechtsstaat an der Grenze verteidigte, inszenierte sich nach der Wende als Hüter der freiheitlichen Grundordnung. Dass jemand mit diesem historischen Ballast in führende Positionen der Bundespolizei und ihrer Gewerkschaft aufsteigen konnte, bleibt der eigentliche Skandal. Doch genau das ist eben jener Linksstaat “unserer Demokratie“, der mit allen Mitteln um seine Pfründe und Macht kämpft… (TPL)

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