Während die Bundesregierung offiziell immer noch so tut, als wisse sie nicht, dass die Ukraine hinter dem Sprengstoff-Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines von 2022 steckt, setzt die Generalbundesanwaltschaft ihre Ermittlungen in diese Richtung fort. Letzte Woche wurde im kroatischen Pula der ukrainische Staatsbürger Vladimir Z. verhaftet – und zwar am Set des Hollywoodfilms „Snake Island“ des US-Regisseurs Doug Liman, in dem Adrien Brody und Sean Penn mitspielen und bei dem Z. als Berater fungierte! Der Film hat den Nord-Stream-Anschlag zum Thema – und ein mit europäischem Haftbefehl gesuchter Tatverdächtiger reist in aller Ruhe durch Europa und wirkt als Berater bei einem Film darüber mit. Z.’s Verhaftung war zuvor zweimal gescheitert, weil die polnischen und ukrainischen Behörden zuerst seine Festnahme und dann seine Auslieferung sabotiert hatten. 2024 floh er im Auto des ukrainischen Militärattachés aus Warschau, 2025 verweigerte ein polnisches Gericht seine Auslieferung an Deutschland.
In der Bundespressekonferenz wollte der Journalist Florian Warweg von der „Ostdeutschen Allgemeinen“ nun wissen, wie die Bundesregierung zu all diesen ungeheuerlichen Vorgängen steht. Regierungssprecher Stefan Kornelius antwortete lediglich lapidar, die Bundesregierung bewerte das „gar nicht“ und verwies auf die Ermittlungen des Generalbundesanwalts, deren Ergebnisse man abwarte. Auf die Nachfrage, welche Schlüsse und Konsequenzen die Bundesregierung aus dieser offenen Hintertreibung der strafrechtlichen Aufklärung durch ukrainische staatliche Stellen ziehe, ließ die Sprecherin des Auswärtigen Amtes „die Prämissen der Fragestellung“ unkommentiert. Man habe zu einem laufenden strafrechtlichen Verfahren nichts weiter zu sagen.
Mit Deutschland lässt sich alles machen
Es ist unfassbar, wie die Regierung diesen unfassbaren Skandal vertuscht: der Bundesgerichtshof und der Generalbundesanwaltschaft sind überzeugt, dass der schwerste Anschlag auf deutsche Infrastruktur seit dem Zweiten Weltkrieg mindestens mit Unterstützung staatlicher ukrainischer Stellen begangen wurde. Einer der Hauptverdächtigen entgeht mit ukrainischer und polnischer Unterstützung der Verhaftung beziehungsweise Auslieferung nach Deutschland und wirkt dann auch noch völlig unbekümmert um einen europäischen Haftbefehl in Kroatien als Berater an einem hochkarätigen US-Film über eine Tat mit, an der er selbst mitgewirkt haben soll – und die Regierung des Landes, dem durch einen Verbündeten, dem sie Milliarden und Abermilliarden deutschen Geldes in den Rachen wirft und den Bundeskanzler Friedrich Merz erst am Montag wieder seiner unverbrüchlichen Unterstützung versicherte, hat zu alledem absolut nichts zu sagen.
Am Dienstag tönte Merz: „Die Bundesregierung erlegt Urhebern hybrider Angriffe einen Preis auf – sie werden dafür bezahlen“. Dabei bezog er sich auf den Drohnenvorfall am Leipziger Flughafen Anfang des Monats. Den Urhebern des gigantischen Anschlags auf die deutsche Energieversorgung wird aber kein Preis auferlegt – im Gegenteil: Sie werden auch noch mit dem Geld des deutschen Steuerzahlers überschüttet, und Merz macht sich große Sorgen, dass die Ukraine gut über den Winter kommt, während die deutschen Gasspeicher auf einem historischen Tiefstand sind. Der unfassbare Ausverkauf eines Landes durch die eigene Regierung dürfte historisch ohne Beispiel sein; das Wort Landesverrat ist fast schon zu milde, um die Zustände begrifflich zu würdigen, die hier mittlerweile herrschen.























