Während sieben Mitarbeitern von AfD-Abgeordneten unter wie immer fadenscheinigen Vorwänden der Zugang zum Bundestag verwehrt und der Ausweis entzogen wurde, genießen Linke auch hier Narrenfreiheit, die sie auch weidlich ausnutzen. Gegen den Linken-Abgeordneten Ferat Koçak, der selbst nach den Maßstäben seiner Partei besonders radikal ist, ermittelt die Berliner Staatsanwaltschaft wegen des Anfangsverdachts der Urkundenfälschung. Koçak soll einen Gast-Ausweis für den Bundestag eigenhändig gefälscht und an eine andere Person weitergegeben haben, die dann am 17. März versucht habe, damit ein Gebäude des Bundestages zu betreten. Der Zutritt sei verweigert worden.
Als Polizisten Koçak damit konfrontierten, soll er seine Verantwortung für die Fälschung eingeräumt und auf eine Social-Media-Aktion verwiesen haben. Dabei ging es wiederum um das Thema Rollentausch. Koçak arbeitete einen Tag lang in einem Kiosk in Neukölln, während dessen Betreiber den Tag im Bundestag verbrachte. Das Video mit dem Titel „Ferat Tausch“ – eine Anspielung auf das Reality-TV-Format „Frauentausch“ – wurde im April veröffentlicht. Um dies bildlich festzuhalten, habe der Kioskbesitzer Koçak ein Namensschild mit dem Logo seines Kiosks übergeben und dafür im Gegenzug „symbolisch“ eine von Koçaks Büro gebastelte Requisite in grüner Farbe erhalten. Dieser „Bundestagsausweis“ habe ausdrücklich nicht dem offiziellen Bundestagsausweis geähnelt, teilte ein Sprecher mit. Der Kioskbesitzer sei ordnungsgemäß im Bundestag angemeldet gewesen und diesen regulär unter Vorlage seines amtlichen Ausweisdokuments betreten. Die als Requisite für das Social-Media-Video angefertigte Karte sei beim Einlass wahrgenommen worden. Daraus sei der nun erhobene Vorwurf entstanden.
Maximale Beschädigung der Würde des “Hohen Hauses“
Urkundenfälschung kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren geahndet werden. Ob es zu einer Anklage kommt, ist derzeit unklar, aber kaum zu erwarten. Dieser Vorfall wirft wieder einmal ein bezeichnendes Schlaglicht auf das Selbst- und Amtsverständnis eines Großteils der heutigen „Volksvertreter“, die offenbar viel Zeit und Muße haben, um irgendwelche zum Fremdschämen peinlichen Videos zu drehen oder, wie Koçak, das Geld der Steuerzahler mit solchen ebenso unangemessenen wie idiotischen Aktionen zu verschwenden. Ein Bundestagsabgeordneter findet nichts dabei, einfach einen Arbeitstag mit einer an eine Trash-Fernsehsendung angelehnten Internet-Farce zuzubringen. Jedes Verständnis für die Würde des Amtes eines Abgeordneten ist hier völlig auf der Strecke geblieben. Koçak ist allerdings für solche geschmacklosen Aktionen bekannt: Vor dem Reichstag tanzte er bereits zu dem Song „Rot“ von Dahabflex, in dem es unter anderem heißt: „Jedes Bullenschwein ist ’ne Missgeburt“ hieß und auch zu dessen neuem Song „Fck AfD“, der Stilblüten wie „Roter Block, guck wir lassen Faschos brennen“ enthält.
Auf der diesjährigen Demo am 1. Mai grölte er „Wir brauchen Antifaschismus. Alerta, Alerta, Antifascista!“ und „Merz, leck Eier“. Sein gesamtes Gebaren ist völlig unwürdig für einen Abgeordneten. Der Linken-Verband Neukölln, dem Koçak angehört, zeichnet sich durch einen besonders scharfen Antisemitismus aus. Aber bei einer solchen Gestalt sieht CDU-Bundestagspräsidentin Julia Klöckner die Würde des „hohen Hauses“, die sie ständig vor der AfD in Schutz nehmen zu müssen glaubt, nicht beschädigt. Koçak ist eine Schande für den Bundestag, darf aber immer weiter sein Unwesen treiben. Daran werden auch die aktuellen Ermittlungen nichts ändern. (TPL)























