Hauptsache irgendein hohes Staatsamt? Brosius-Gersdorf kann keine Ruhe geben (Foto:Imago)
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Clownrepublik Deutschland: Brosius-Gersdorf als Bundespräsidentin?

Frauke Brosius-Gersdorf, die vor einem Jahr gescheiterte SPD-Kandidatin für das Bundesverfassungsgericht, ist medial weiterhin nahezu omnipräsent. Kaum eine Woche vergeht, oh dass sie sich mit irgendwelchen Vorschlägen und vor allem ihrem selbstmitleidigen Gejammer über ihr angeblich so schlimmes Schicksal zu Wort meldet. Vor wenigen Tagen verkündete sie, eine Frau sollte Bundespräsidentin werden. Dies wäre ein „starkes Zeichen“. Das Wichtigste für das Amt sei, „dass wir eine intelligente Person bekommen, eine integre und eine, die Brücken baut, weil unsere Gesellschaft nach meinem Eindruck immer mehr auseinanderdriftet. Wir brauchen unbedingt jemanden, der verbindet zwischen Ost und West, zwischen den Generationen, zwischen Reich und Arm“, schwafelte Brosius-Gersdorf. Sie sei überzeugt davon, „dass das auch sehr gut eine Frau kann“. Es wäre ein starkes Signal an alle Frauen in diesem Land, dass man nach wie vor alles erreichen könne. „Man kann Richterin am Bundesverfassungsgericht werden. Man kann Bundeskanzlerin werden und sogar Bundespräsidentin“, sagte sie weiter.

Dabei schwang die unausgesprochene Ansicht mit, dass auch sie selbst wohl eine sehr gute Kandidatin für das höchste Amt im Staate wäre. Und siehe da: Tatsächlich gibt es Bestrebungen aus dem Umfeld von Ex-Kanzler Olaf “Senilus“ Scholz, sie in diese Position zu hieven. Was davon zu halten sein wird und wie aussichtsreich diese Pläne sind, bleibt abzuwarten; Fakt jedoch ist, dass sich Brosius-Gersdorf auch nach einem Jahr so gut wie keine Gelegenheit entgehen lässt, öffentlich zu lamentieren, welches Unrecht man ihr doch getan habe, als die Unions-Bundestagsfraktion sie letztes Jahr nicht, wie mit der SPD ausgekungelt, ans höchste Gericht des Landes berief. Zuvor waren ihre radikalen Ansichten zur Spätabtreibung bekannt geworden, zudem standen Plagiatsvorwürfe in ihrer Doktorarbeit im Raum, die von der Universität Hamburg kürzlich -wenig überzeugend- entkräftet wurden. „Rechtsnationale Kreise wie die AfD sind für die Kampagne gegen mich mitverantwortlich, teilweise flankiert von neuen rechten Medien“, klagte sie diese Woche wieder einmal bei Markus Lanz, wo sie seit einem Jahr Stammgast ist und immer wieder eine Gelegenheit erhält, sich auszuweinen. In Wahrheit gab es keine „Kampagne“ gegen sie. Der Öffentlichkeit, die ein Recht hat, zu wissen, wer am Bundesverfassungsgericht sitzt, wurden lediglich ihre juristischen Ansichten bekanntgemacht – eigentlich eine Selbstverständlichkeit in einer Demokratie.

Es gibt kein Recht auf hohe Staatsämter

Brosius-Gersdorf lebt aber in der unerschütterlichen Überzeugung, das Amt habe ihr zugestanden und sie sei von finsteren Mächten darum betrogen worden. Der mittlerweile selbst über die eigene Selbstherrlichkeit gestolperte Ex-Unionsfraktionschef Jens Spahn habe sich bei ihr entschuldigt, berichtete sie. „Immerhin. Das hat außer ihm niemand aus der Unionsfraktion getan“, so Brosius-Gersdorf. Auch hier kommt wieder die Ansicht durch, man schulde ihr eine Entschuldigung. Die erhielt sie in der Lanz-Sendung dann auch noch vom ehemals anwesenden Spahn-Nachfolger Thorsten Frei, der säuselte: „Die Debatte war nicht schön“ und bedauerte, „dass Ihnen im vergangenen Sommer auch Unrecht widerfahren ist, das ist völlig unbestritten“. Das ist natürlich völliger Unsinn. Das Einzige, was Brosius-Gersdorf widerfahren ist, ist dass sie vom Parlament nicht einfach abgenickt wurde, auch das ein völlig demokratischer Vorgang.

Es gibt kein Recht auf hohe Staatsämter, auch wenn solche Kuhhändel natürlich gang und gäbe im deutschen Parteienstaat sind. Niemand schuldet Brosius-Gersdorf etwas, schon gar nicht ein Staatsamt zur Linderung ihrer gekränkten Eitelkeit. Sie kann weiterhin ihre fragwürdige Professur an der Uni Potsdam ausüben, und das ist dann auch genug. Dennoch inszeniert sie sich medial als das Opfer einer himmelschreienden Ungerechtigkeit, und findet dafür in der linken Mainstream-Journaille natürlich immer ein offenes Ohr. Nun soll sie offenbar als Bundespräsidentin aufgebaut werden, weil sie und ihre Fans meinen, es stünde ihr nun zumindest eine Kompensation für das verwehrte Richteramt zu. Es ist überfällig, dass diese Frau sich wieder darauf beschränkt, ihr akademisches Unwesen zu treiben und die Öffentlichkeit nicht mehr von ihr belästigt wird. (TPL)

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