Es gibt doch noch gute Nachrichten für Bundeskanzler Friedrich Merz: Sein bedingungsloser Einsatz für die Ukraine zum maximalen Schaden des eigenen Landes unter täglichem Bruch des eigenen Amtseids zahlt sich endlich aus – zumindest mal demoskopisch und in der Ukraine: Dort äußerten sich 64 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage der Rating Group positiv über den Kanzler. Von solchen Werten kann er zuhause nicht einmal träumen. Hierzulande erreicht seine Beliebtheit immer neue Rekordtiefstände. Für die Umfrage wurden nach Angaben des Instituts vom 4. bis zum 9. August 2.000 Ukrainer über 18 Jahre und mit funktionierendem Mobilfunknetz in den von der Regierung kontrollierten Landesteilen telefonisch befragt. Dabei ging es um die Einstellung zu internationalen Spitzenpolitikern.
Für Platz eins reichte es für Merz aber auch in der Ukraine nicht. Der französische Präsident Emmanuel Macron ist mit 79 Prozent der populärste ausländische Politiker. Am unbeliebtesten ist mit 97 Prozent wenig überraschend der russische Präsident Wladimir Putin. Gegenüber seinem Vorgänger Olaf Scholz kann Merz aber einen erheblichen Sympathiezuwachs verbuchen. Dessen Zustimmungswerte lagen im Februar 2025 in der Ukraine noch bei 57 Prozent, waren damit aber ebenfalls immer noch wesentlich höher als im eigenen Land.
Für die Ukraine das Beste, für Deutschland die Reste
Wer die Umfrage in Auftrag gegeben hat, ist zwar unbekannt, doch dass Merz derart populär in der Ukraine ist, ist kein Wunder. Ihre Unterstützung ist seine höchste Priorität. Während er das eigene Volk als larmoyant, faul und reformmüde beschimpft, es unzählige Male nach Strich und Faden belogen hat und ihm immer neue Lasten aufbürdet, ist ihm für die Ukraine nichts zu teuer. Erst am Montag bekräftigte er zum ukrainischen Unabhängigkeitstag wieder seine unverbrüchliche Treue. Außerdem sorgt er sich darum, dass das Land gut durch den Winter kommt, während sich die deutschen Gasspeicher auf einem historischen Tiefstand befinden.
Vielleicht könnte Merz aus der ukrainischen Umfrage die nützliche Erkenntnis ziehen, dass er auch zuhause seine Popularität steigern könnte, wenn er zur Abwechslung einmal etwas für das eigene Volk tun würde, anstatt es nach allen Regeln der Kunst zu betrügen und auszunehmen.























