Gegen jede Vernunft und zum Schaden von Umwelt und über Jahrhunderte gewachsener Kulturlandschaften wird Deutschland weiterhin gnadenlos mit den nutzlosen, gefährlichen -und abstoßend hässlichen- Windrädern verschandelt. Zunehmend regt sich aber Widerstand dagegen, der hin und wieder auch erfolgreich ist. Im rheinland-pfälzischen Pirmasens ist es nun wenigstens gelungen, der Gegend den Bau weiterer dieser Ungetüme zu ersparen, die über die Zahl hinausgehen, die der Gemeinde ohnehin bereits aufgezwungen wurden. 2,4 Prozent der Fläche der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land sind für Windenergieanlagen vorgesehen.
Die Planungsgemeinschaft Westpfalz betreibt derzeit die Umsetzung des Landesentwicklungsprogramms der Landesregierung. Die Verbandsgemeinde Pirmasens-Land hat sich vor einem Jahr gegen die Fortschreibung gewehrt, denn durch die zusätzlichen Flächen der Bau von weiteren zehn Windkraftanlagen ermöglicht worden wäre. Da man bereits mit zwölf (!) Anlagen geschlagen ist, deren Bau vorbereitet wird, hat der Verbandsgemeinderat nun zumindest dagegen aufbegehrt, das noch zehn hinzukommen.
Leider nur ein Pyrrhussieg
Rheinland-Pfalz droht, wie jedes andere Bundesland auch, seine absurden Ziele zu verfehlen, den Bruttostrombedarf bis 2030 vollständig aus erneuerbaren Energien zu decken. Anstatt diesen Irrweg einzugestehen und aufzugeben, hatte die im März abgewählte Landesregierung die Vorgaben für die Installierung von Windkraftleistung verdoppelt und für Photovoltaik verdreifacht. 2,2 Prozent der Fläche des Landes sollte für Windenergie reserviert werden.
„Wir hatten uns im Verbandsgemeinderat negativ zur Fortschreibung des Raumordnungsplans geäußert, weil wir nicht noch mehr Vorrangflächen ausweisen wollen. Wir liegen schon weit über zwei Prozent“, erklärte Bürgermeister Klaus Weber gegenüber der „Rheinpfalz“. Der jetzt vorgelegte überarbeitete Entwurf „kommt uns zugute“, meint er. Von den fünf Clustern in der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land wurden drei gestrichen, weil sie zu nah an geschützten Lebensräumen von Tieren und Pflanzen liegen, ein weiteres wird erheblich verkleinert, weil es zu nahe an der französischen Grenze liegt. Den Einwohnern bleibt nun zwar die weitere Zerstörung ihrer Umgebung durch zehn zusätzliche Windparks erspart; dennoch ist dies ein Pyrrhussieg, denn die grundsätzliche Deformierung der Gegend durch das Dutzend Anlagen, das die Politik ihr bereits aufgebürdet hat, ist bereits im vollen Gange. (AS)























